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„Adrenalin lässt grüßen – Klausurenstress mit Diabetes“
3 Minuten


Die letzten zwei Monate der meisten Studenten bestanden aus Tagen in der Bibliothek und schlaflosen Nächten. Der Grund dafür waren die anstehenden Klausuren zum Semesterende.
Zwischen dem Schreiben von Karteikarten und gelegentlichen Verzweiflungsanfällen muss der gemeine Diabetiker auch noch auf seine Blutzuckerwerte achten. Wenn nicht das Lernen schon zu erheblichem Stress führt, dann spätestens das Management vom Diabetes. Oft entsteht dann auch ein Teufelskreis.
Durch den Stress und die Aufregung vor dem Examen kommt es zu einer Hormonausschüttung, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Adrenalin lässt grüßen. Die hohen Werte sind beim Lernen natürlich alles andere als gut, kommt es doch häufig zu Konzentrationsstörungen und allgemeinem Unwohlsein. Diese Anstiege in den Griff zu bekommen, ist häufig ein weiterer Stressfaktor für diese Zeit.
Aufregung vor Klausuren ist ganz normal
Die Aufregung vor den Klausuren ist meiner Meinung nach normal und lässt sich kaum verhindern. Es hilft selbstverständlich, sich bestmöglich vorzubereiten und mit dem Wissen in die Klausur zu gehen, dass man die geforderten Themen gut beherrscht.
Aber wer weiß schon, ob der Professor nicht doch noch ein weiteres Thema aus der Tasche zaubert, welches mal am Rande einer Vorlesung erwähnt wurde?
Der aufkommende Stress lässt sich jedoch durch ein paar einfache Dinge minimieren. Beim Lernprozess ist es vor allem wichtig, jede zwei Stunden eine Lernpause einzulegen, um das Gelernte zu verdauen. Außerdem sollte man neben dem Lernen noch einen Ausgleich haben. Bei mir hilft es am besten, mich beim Sport auszupowern oder ein gutes Buch zu lesen und mich mit einem leckeren Essen zu belohnen.
Der goldene Sticker als Motivationsförderer
Kleine Belohnungen (und die Aussicht auf gute Noten) sind es auch, die mich motivieren, mit dem Lernen weiterzumachen. Vor meiner Klausur habe ich mir beispielsweise den goldenen Sticker für meine Pumpenfernbedienung geleistet, den ich schon länger im Auge hatte.
Wer sagt denn, dass Diabetesaccessoires kein Objekt der Begierde sein können? 😉

Der Tag davor
Am Tag vor der Klausur wiederhole ich noch einmal alles Gelernte, danach gehört der Tag der Entspannung. Entweder unternehme ich etwas mit Freunden oder verbringe ihn mit leckerem Essen, Serien oder Büchern zuhause.
Meistens unternehme ich noch einen kleinen Spaziergang und gehe dann früh schlafen. Abends achte ich noch darauf, dass meine Blutzuckerwerte sich wirklich zwischen 100 und 130 mg/dl (5,6 und 7,2 mmol/l) einpendeln, damit eine geruhsame Nacht gewährleistet ist.
Der Tag der Klausur
Direkt vor der Klausur überprüfe ich meinen Blutzucker ganz genau. Durch einen Sensor hat man mit den Trendpfeilen natürlich eine bessere Möglichkeit, zu sehen, ob die Zuckerwerte ansteigen, und kann bei Bedarf schon vorab eine kleine Korrektur abgeben.
In meinen Abiturprüfungen hatte ich aber auch keinen Sensor und habe einfach öfter gemessen – an Tagen wie diesen ist das meiner Meinung nach legitim. Schließlich möchte man nicht aufgrund schlechter Blutzuckerwerte die Prüfung verhauen.
Nachteilsausgleich sorgt für mehr Sicherheit
Mein Nummer-eins-Tipp für Studierende ist immer noch ein Nachteilsausgleich . Dieser gibt einfach die Gewissheit, trotz einer Unter- oder Überzuckerung noch genügend Zeit für die Bearbeitung der Klausur übrig zu haben.
Während der Klausur: bin ich für alle Eventualitäten gerüstet
Außerdem packe ich mir selbst für kurze Klausuren genügend Essen und Trinken ein. Auch ein zuckerhaltiges Getränk und Traubenzucker darf nicht fehlen.
Mit meinem Aufgebot an Flaschen, Diabeteskram und Federtasche komme ich mir zwar manchmal ein bisschen albern vor, aber die Hauptsache ist doch, dass ich für alle Eventualitäten gerüstet bin!
Alle Prüfungen sind geschafft
Meine Prüfungen sind übrigens alle geschrieben und mit all meinen Vorbereitungen sind sie auch sehr gut gelaufen.
Vor den Prüfungen hatte ich besonders Angst vor den hohen Werten – und was soll ich sagen? Wenigstens dieses Mal hat mein Blutzucker mit mir kooperiert. Trotz gewisser Aufregung meinerseits waren die Werte super!
Ich hoffe, dass auch eure Prüfungen so gut gelaufen sind oder laufen werden. Ich wünsche euch allzeit gute Werte!
Wenn ihr mögt, kommentiert doch gern unter diesem Artikel, wie ihr euch auf Klausuren vorbereitet und wie ihr euren Blutzucker bei Stress in Schach haltet.
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multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Woche
Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.
olivers postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂




Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
Gunnar
@gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
Viele Grüße
Oliver