- Aus der Community
Als „#dedoc° voices“-Frischling beim Diabetes Kongress in Berlin
3 Minuten

Steffi berichtet heute, wie es für sie war, als „Frischling“ am #dedoc°-voices-Programm teilzunehmen, in dessen Rahmen Menschen mit Diabetes an wissenschaftlichen Tagungen teilnehmen können. Zum Auftakt ging es für sie auf den Diabetes Kongress in Berlin.
Was ist eine #dedoc° voice?
#dedoc voices ist ein Stipendienprogramm für Menschen mit Diabetes. Es ermöglicht Betroffenen die Möglichkeit der Teilnahme an renommierten, internationalen Diabetes-Konferenzen wie ATTD, der EASD und der ISPAD.
Stipendiaten unterstützen dort das Grundprinzip von #dedoc°: #PayItForward. Sie nehmen an Symposien der Industrie und Wissenschaft teil. Anschließend bereiten sie relevante Themen auf und teilen sie in verständlicher Form mit der Diabetes-Online-Community, sodass der #PayItForward (deutsch: „Im Voraus bezahlen“; sinnbildlich eher: gib die Nachricht weiter)-Aspekt eingehalten wird.

Die Nominierung
Ich bin letztes Jahr im Februar auf die Community von #dedoc° gestoßen und habe dort viel Kontakt zu sehr lieben Menschen mit Diabetes gefunden. So habe ich mich kurzerhand für die Teilnahme am Diabetes Kongress 2022 in Berlin beworben. Meine Anmeldung hatte ich schon beinahe verdrängt, als dann tatsächlich die Zusage kam!
Ich habe mich von Herzen über die Zusage gefreut, war aber gleichzeitig etwas ängstlich, was dort wohl auf mich zukommt. Damals fühlte ich mich in der Community noch ziemlich neu und unbekannt. Zweifel kamen, ob ich dort richtig bin und meine Stimme auch einbringen kann.
Die Vorbereitung
Im Vorfeld des Kongresses gab es aber von #dedoc° jede Menge Informationen, Austausch und virtuelle Treffen mit den Organisator:innen und Teilnehmer:innen. Wir lernten uns kennen und jeder lernte die „Schwerpunkte“ der Diabetesarbeit der anderen kennen. Wir buchten gemeinsam unsere Hotels und Anreisen, die später vom #dedoc°-Programm erstattet wurden.
Kurz vorher bekamen wir das Programm des Kongresses sowie unser #dedoc°-Programm und konnten uns schon daran gut orientieren und unsere Themenfelder sortieren, die uns besonders am Herzen lagen.
Berlin vor Ort
Aufgeregt ging ich zum „cometogether“ ins Berliner Kongresszentrum. Nach der Anmeldung und Presseakkreditierung trafen wir uns bei ersten Getränken und Häppchen.
Sofort hatten wir ein total freundschaftliches und zusammengehöriges Gefühl, so, als kenne man sich schon lange. Es folgte ein superlustiger erster Abend im Biergarten in Berlin.
Der DDG-Frühjahrskongress 2022
Der wissenschaftliche Kongress und die große Industrieausstellung haben mich sehr beeindruckt! Stipendiaten können an allen Symposien kostenfrei teilnehmen. Diese Chance habe ich genutzt, indem ich viele großartige Vorträge besucht und viel Input mitgenommen habe! Gerade im wissenschaftlichen Bereich bekommt man Einblicke, die man als Patient:in nicht bekommen kann. In der Industrieausstellung habe ich mit vielen Herstellern Gespräche geführt und auch dort tolle Kontakte geknüpft.
Galadinner bei Käfer im Bundestag
Absolutes Highlight der Tage in Berlin war das große Galadinner bei Käfer auf Einladung von Dexcom! Wir hatten die Möglichkeit, den Bundestag und die große Glaskuppel zu besichtigen. Anschließend gab es ein absolut fantastisches Menü im Käfer-Restaurant, bei dem man sich auch noch einmal näher austauschen und connecten konnte.
Dort hatten wir die Möglichkeit, mit Vertretern des Unternehmens Dexcom zu sprechen und in sehr konstruktiven Austausch miteinander zu gehen. Nach dem ein oder anderen Glas Wein beendeten wir spät diesen Abend, um den letzten Kongresstag noch zu nutzen.

Fazit
Es waren außergewöhnliche schöne, inspiererende Tage mit so vielen tollen Menschen! Ich bin sehr dankbar, dabei gewesen zu sein, und würde es jederzeit wieder tun!
#dedoc° voices ist eine wundervolle Chance, uns als Betroffene von der Patientenseite auf den wissenschaftlichen Kongressen zu positionieren und unsere Stimme hörbar zu machen!
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
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