- Aus der Community
(K)eine Risikopatientin?
2 Minuten
Tine ärgert sich darüber, wie derzeit über Menschen mit Diabetes im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gesprochen und berichtet wird. Jeden Tag was Neues: Sind wir jetzt Covid-19-Risikogruppe oder doch nicht?
Ich hoffe sehr, dass es Euch den Umständen entsprechend immer noch gut geht, wenn Euch diese Zeilen erreichen. Das Coronavirus hat unsere Gesellschaft in diesem Frühjahr fest im Griff. Ich persönlich habe mir 2020 ganz anders vorgestellt. Und trotzdem muss es ja irgendwie weitergehen. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich schon viele Wochen im Homeoffice. Ja, ich bin eine der Personen, die von zu Hause aus arbeiten können.
Psychisch tut mir das weniger gut, aber was hilft es? Wer zu Hause bleiben kann, sollte das auch tun. Wofür das alles? Klar: Wir dürfen uns nicht mit dem Coronavirus anstecken – zumindest nicht alle gleichzeitig, denn das kann unser Gesundheitssystem nicht stemmen. Und auch, wenn viele Krankheitsverläufe eher milder beschrieben werden, fallen uns doch die auf, die es eben nicht sind. Und die müssen weiterhin eingegrenzt bleiben, damit möglichst viele Menschen diese Zeit möglichst gut überstehen können.
Was mich in diesen Wochen ärgert, ist die Tatsache, wie über Menschen mit Diabetes als potenzielle Risikogruppe gesprochen wird. Es fühlt sich an, als wären wir ein Spielball, der so hin- und hergeworfen wird. Jeden Tag was Neues: Sind wir jetzt Risikogruppe oder doch nicht? Irgendwie scheint man sich da generell nicht entscheiden zu können: „Wer gut eingestellt ist, ist potenziell kein_e Risikopatient_in!“ – „Mit guter Blutzuckereinstellung ist das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken, nicht größer.“ – „Menschen mit Diabetes sind Risikopatient_innen.“ – „Das Risiko ist für schlecht eingestellte Patient_innen höher.“
Mich nervt diese Undurchsichtigkeit. Ab wann bin ich schlecht oder gut eingestellt, und was bedeutet das im Klartext überhaupt? Ist gut eingestellt sein etwas, was für uns alle gleich ist? Oder sprechen wir hier von individuellen Zielen? Am meisten stört mich, dass mir aktuell wildfremde Menschen aus dem Internet plötzlich erklären wollen, dass Menschen mit Diabetes ja eh generell gar keine Risikogruppe sind. Natürlich hat die Person keinen Diabetes und weiß es einfach mal wieder besser, ist doch klar.
Und überhaupt: Was heißt es für uns am Ende des Tages alles, wenn wir Menschen mit Diabetes uns mit dem Virus infizieren und dann erkranken? Was bedeutet es für uns, wenn wir ins Krankenhaus müssen? Wer kümmert sich dort um unsere Blutzuckerwerte, wenn wir es nicht mehr können? Das sowieso schon unendlich überarbeitete Pflegepersonal?
Was im Ernstfall passiert, kann uns momentan niemand so genau sagen. Deswegen gilt nach wie vor: Weiterhin versuchen, so gut wie möglich auf die Werte zu achten, auch wenn einem die Decke auf den Kopf fällt. Und Durchatmen nicht vergessen.
Eure Tine
Blood Sugar Lounge
und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (6) Seite 43
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anseaticids postete ein Update vor 6 Tagen, 17 Stunden
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
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othenbuehler postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
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