Kolumne „Fernweh“: Kulinarische Weltreise

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Kolumne „Fernweh“: Kulinarische Weltreise | Foto: My_Vector / Faisal – stock.adobe.com
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Kolumne „Fernweh“: Kulinarische Weltreise

Susanne nimmt uns in ihrer Kolumne „Fernweh“ mit auf eine Kulinarische Weltreise und zeigt, wie das Nachkochen internationaler Gerichte Fernweh lindert und Reiseerinnerungen weckt. Ein Blick darauf, wie das Ausprobieren neuer Rezepte zur Entdeckung wird und welche Parallelen es zwischen Kochen und Reisen gibt.

Freitags Italien, samstags Indien, sonntags Griechenland. Die Rede ist nicht von einem Jetsetter-Leben, sondern von kulinarischen Reisen, die in der Küche beginnen – und die ich gern antrete, um meinem Fernweh nachzugehen. Denn nicht nur die Liebe, auch die Reiselust geht durch den Magen. Kaiserschmarrn auf einer Hütte in Österreich nach einer Bergwanderung, eine frische Breze im Heimaturlaub in Bayern: Genuss gehört für mich zum Reisen dazu. Und den kann man zu Hause wiederholen.

Eine selbst gemachte Pizza mit Mozzarella und Basilikum lässt Erinnerungen an den Sizilien-Urlaub wach werden. Mit einem frisch gekochten Curry inklusive Kardamom und Koriander träume ich mich nach Indien. Und wenn ich zum Olivenöl greife, das mir meine Nachbarn aus Griechenland mitgebracht haben, denke ich an die Erzählungen von ihrem dortigen Wanderurlaub.

Und es gibt Parallelen zwischen Küche und Reisen! Neues lässt sich beispielsweise auf beiden Terrains entdecken. So gern, wie ich mich an Orten, die ich zum ersten Mal besuche, neugierig treiben lasse, so gern probiere ich neue Gerichte und Kombinationen beim Kochen aus. Wie viele Kohlenhydrate die unbekannten Geschmackserlebnisse jeweils haben, egal ob unterwegs oder zu Hause? Ausprobieren, seinen Erfahrungswerten vertrauen, im Zweifelsfall erstmal etwas weniger Insulin verabreichen und später gegebenenfalls korrigieren, lautet die Devise.

Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh

Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.

In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Experimente können natürlich auch schiefgehen – beim Kochen und Probieren. Essen ist schließlich Geschmackssache. Ich erinnere mich etwa, wie ich mit einer Freundin „Chocolate con queso“ in Ecuador probiert habe: Man tunkt dabei Käsestückchen in Trinkschokolade. Wir waren so gespannt auf diese Besonderheit der lokalen Kulinarik! Doch es blieb beim einmaligen Erlebnis. Nicht unser Geschmack. Gut, dass ich die schon mit Insulin versorgte Schokolade auch ohne Käse genießen konnte …

Spaß an neuer Kulinarik habe übrigens nicht nur ich: Regelmäßig treffe ich mich mit zwei Freundinnen. Die jeweilige Gastgeberin für die anderen beiden bestimmt dabei, was wir an diesem Abend gemeinsam bei ihr kochen. Die einzige Regel in unserer Tradition lautet: Die Gast- und Gerichtgeberin des Abends darf das Rezept vorher noch nie selbst ausprobiert haben. Da fällt mir gerade auf: Die nächste Runde in diesem Trio ist überfällig, ich muss die beiden gleich mal kontaktieren … Guten Appetit!


von Susanne Löw

Susanne Löw ist freie Journalistin und Autorin. Seit 2002 lebt sie mit Typ‑1‑Diabetes und hat über 60 Länder bereist. Sie schreibt regelmäßig für Diabetes-Anker (Kolumne „Fernweh“), ist Autorin des Buchs „Zucker im Gepäck“ und berät zum Reisen mit Diabetes.

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (4) Seite 82

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  • tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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