Kommt zusammen!

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Community-Beitrag
Kommt zusammen!

Tine berichtet in ihrer Kolumne, wieso die Diabetes-Community – online wie in der realen Welt – so wichtig für die einzelnen Betroffenen ist und was es ihr gegeben hat, sich nicht allein mit der lebenslangen chronischen Erkrankung zu fühlen.

Spreche ich mit anderen Menschen mit Diabetes über unsere bisherige Lebenszeit mit dem Diabetes, so stelle ich fest, dass ich in meinen fünfeinhalb Jahren tendenziell eher mehr gute Zeiten mit der chronischen Krankheit hatte. Und ich frage mich aktuell sehr oft, an welchen Aspekten das so liegen könnte. Um einen soll es sich heute hier drehen: Direkt zwei Wochen nach der Diagnose begann ich, im Internet über meinen Diabetes zu schreiben, und fand daraufhin glücklicherweise eine Menge anderer Leute, die ebenfalls mit der Krankheit leben.

Manche sind inzwischen enge Freunde und Freundinnen geworden

Wir gaben uns im Internet einen gemeinsamen Raum, um uns auszutauschen. Und irgendwann, als der virtuelle Raum nicht mehr reichte, haben wir uns auch außerhalb des Internets getroffen und kennen und lieben gelernt. Einige von ihnen sind inzwischen enge Freunde und Freundinnen von mir geworden, und die Tatsache, dass ich so früh Kontakt zu anderen Menschen mit Diabetes haben durfte, hat wirklich maßgeblich etwas mit meinem Umgang mit der Krankheit heute zu tun.

Letzte Woche lernte ich einen Mann aus Schweden kennen, der seit über 30 Jahren mit Diabetes Typ 1 lebt und erst vor kurzem zum ersten Mal jemand anderen kennenlernte, der ebenfalls Diabetes hat. Er erzählte mir, dass er sich sein ganzes Leben lang eher einsam mit der Krankheit fühlte – fast so, als wäre er der einzige Mensch auf der Welt mit Diabetes.

Dabei wissen wir alle, dass das natürlich nicht der Fall ist: Um uns herum leben so viele Menschen mit Diabetes; aber da es im Alltag eine eher unsichtbare Krankheit ist, über die Menschen in vielen Fällen nicht gern sprechen, fällt es uns oft einfach nicht auf. Viele von uns können den Diabetes einfach sehr gut verstecken.

Vernetzt Euch … wir sind überall – und Ihr seid nicht allein!

Jedenfalls sprach ich mit diesem Mann über die Wichtigkeit von Menschen, die einen zu 100 Prozent verstehen können und mit denen man sich austauschen kann: egal, ob über neue Insuline, Insulinpumpen, Katheterstellen, tiefe Werte in der Nacht, den Mehrwert eines Sensorsystems oder neuste Forschungsergebnisse. Er stimmte mir zu, so, wie es eigentlich jede Person mit Diabetes, die ich in den letzten fünf­einhalb Jahren kennenlernen durfte, zuvor schon getan hatte. Die Diabetes-Community ist enorm wichtig und kann viel für die einzelne Person tun.

Kennt Ihr alle Menschen, die auch Diabetes haben? Und mit denen Ihr Euch jederzeit austauschen könnt (egal, ob es um Diabetesthemen geht oder nicht)? Wenn nicht, könnte der Winter eine gute Zeit sein, um sich auf die Suche zu machen und sich zu verknüpfen – sei es in Selbsthilfegruppen vor Ort, im Wartezimmer bei Eurer Diabetologin, im Internet auf diversen Plattformen, Foren oder diversen Social-Media-Kanälen. Wir sind überall – und Ihr seid nicht allein!

Eure Tine


Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie auf der
Blood Sugar Lounge
und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (12) Seite 41

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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