So viele Diabetes-Superhelden 🦸🦸‍♀️ … und wir?

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So viele Diabetes-Superhelden 🦸🦸‍♀️ … und wir?

Caro teilt heute ihre Gedanken zum Alltag mit Diabetes – und was es eigentlich für sie heißt, den Alltag zu meistern. Werden wir dadurch automatisch zu Superhelden?

Ich bin keine Supersportlerin, ich bin keine Marathon-Läuferin oder Schwimmerin … ich wandere auch nicht über hohe Berge, laufe nicht den Camino, ich bin keine Künstlerin, und ich bin keine Schauspielerin – ich stehe in keinem Rampenlicht dieser Welt (was ich auch gar nicht will 😉).

In Anlehnung an meinen Artikel zur Unsichtbarkeit des Diabetes hier mal ein paar Gedanken…

Manchmal, wenn ich diese Geschichten lese von Menschen mit Diabetes, die Tennis-Stars, Schauspieler, Top-Politiker sind oder sonst irgendwelche tollen Dinge tun – die Alpen überqueren oder die Welt umrunden oder in die Tiefsee tauchen, und das trotz oder mit Diabetes nach dem Motto „jetzt erst recht“ … dann fühle ich mich gar nicht inspiriert. Nicht, dass ich die Leistung dieser Menschen nicht wertschätze, im Gegenteil … ich weiß ja, was es heißt, all diese Dinge mit Diabetes im Gepäck zu leisten. Ich bin auch nicht neidisch – im Gegenteil, ich bewundere die Leistungen sehr.

Ich weiß auch, dass viele Menschen, bei denen Diabetes diagnostiziert wird, erst einmal in ein Loch fallen und Zeit brauchen, bis sie ihre Krankheit verstehen und akzeptieren lernen. Bestimmt helfen in diesem Moment auch diese Erfolgs-Stories von den prominenten Menschen mit Diabetes.

Ich kann all das trotz Diabetes nicht! Habe ich da etwas falsch gemacht?

Ich bin schon mit mir, meinem Diabetes und meinem Beruf und meinem alltäglichen Leben ganz gut ausgelastet – offensichtlich hat mir der Diabetes nicht die Super-Power-Kräfte gegeben, denke ich dann…

Ich meine das alles nicht sarkastisch und bewundere die Leistung dieser Menschen und habe höchste Achtung davor. Aber es gibt auch Menschen wie mich, Normalos, die einfach nur ihren ganz gewöhnlichen Alltag mit ihrem Diabetes meistern – ist auch nicht immer so einfach! Diese Tatsache muss eigentlich noch besser, auch unter nicht diabetischen Menschen, verstanden werden! Hierzu passt ja auch mein Artikel zum Thema „Unsichtbarkeit“.

Also, hier gibt es jetzt mal eine Goldmedaille, einen Riesen-Applaus und eine Ehrenurkunde für alle Menschen, die ihren Alltag mit Diabetes meistern: mit allen Höhen und Tiefen, ohne sich davon entmutigen zu lassen, und wenn dann mal die Stimmung im Keller ist und die Batterien leer sind, sich wieder aufrappeln und weitermachen.

Sollte das Aufrappeln mal nicht alleine funktionieren, dann ist Hilfe Holen angesagt! In der Community oder aber auch in professioneller Form beim Diabetologen und bei Psychologen. Es gibt auch Fachpsychologen mit dem Schwerpunkt Diabetes (Psychodiabetologie). Informationen findet man zum Beispiel auch bei der DDG.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in ein neues, gutes und spannendes Jahr 2023 mit vielen persönlichen Helden-Momenten!😉🦸‍♀️


von Caro Pudmensky

Caro war Autorin in der Blood Sugar Lounge und hat dort aus dem Leben mit Diabetes berichtet. Hier findet ihr alle Beiträge aus dieser Zeit:

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Woche

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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