- Aus der Community
VOLL – keine – ZEIT
2 Minuten
Tine hat nach ihrem Studium kürzlich ihren ersten Vollzeit-Job begonnen und muss ihren Alltag nun neu strukturieren. Bislang klappt das erstaunlich gut, auch mit ihrem Diabetesmanagement. Probleme mit letzterem bereitet ihr jedoch ihr Menstruationszyklus…
Hallo! Es gibt Neuigkeiten: Ich arbeite in Vollzeit. Ich bin keine Studentin mehr. Ich bekomme richtigen Lohn. Ich arbeite fünf Tage die Woche, nicht von meinem Bett aus, und habe am Samstag und Sonntag frei. Ich habe richtige Urlaubstage. Wenn ich Feierabend mache, habe ich wirklich Feierabend.
Für viele Menschen ist das alles Alltag. Und ich bin mir sicher, dass es auch für mich bald zum Alltag wird und ich mich schnell daran gewöhne. Bis dahin ist alles ganz schön abgefahren für mich, und ich muss lernen, mit weniger Zeit für mich klarzukommen. Sehr ungewohnt, sehr neu – vor allem für mich als Person, die eigentlich viel „Me-Time“ braucht, um ihre Batterien aufladen zu können. Plötzlich muss alles nach Feierabend oder am Wochenende passieren. Aber es ist alles schon gut so.
Keine Probleme im Job durch den Diabetes
Ich habe mir einen wirklich tollen und für mich passenden Job geangelt. Und die Routine tut mir und meinem Kopf sehr, sehr gut. Meine Kolleg*innen sind toll, und ich führe sie ganz langsam an das Thema Diabetes heran, sodass sie im Ernstfall auch wissen, was zu tun ist, ganz ohne Angst davor zu haben. Ich habe inzwischen auch einen Traubenzucker-Vorrat im Büro.
Mit dem Diabetes habe ich seit Jobbeginn keine nennenswerten Probleme. Er hat sich zu meiner Überraschung wohl gut an die neue Situation gewöhnt. Eigentlich. Denn der Rest meines Körpers, der scheint wie immer von der etwas langsameren Sorte zu sein.
Das hat dann wiederum doch Einfluss auf den Diabetes: Meine letzte Menstruation war ein einziges Durcheinander und hat meine Werte für eine Woche vollkommen auf den Kopf gestellt. Ich weiß ja inzwischen, dass es nicht jedes Mal exakt gleich abläuft. Und ich weiß, dass die Menstruation jedes Mal ein bisschen anders auf meine Blutzuckerwerte einwirken kann.
Aber so extrem habe ich das bisher noch nie erlebt. Tagelange extreme Insulinresistenz trifft auf 15 Stunden urplötzliche superhohe Insulinsensitivität und wieder zurück. Ruhe, mich um dieses Durcheinander zu kümmern, hatte ich ehrlich gesagt nicht. Stattdessen versuchte ich, nebenbei zu tun, was ich eben kann, um es irgendwie einzudämmen. Zum Glück ist jetzt erstmal ein paar Wochen Ruhe.
Träumen vom Closed-Loop-System
Langsam nervt mich das alles immer mehr, ich wünsche mir endlich echte Lösungen. Und ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich deshalb über Closed-Loop-Systeme und DIY-Loop nachdenke. Wie schön es doch wäre, wenn alles automatisch laufen würde. Leider kann ich mich im Moment noch weniger auf große Veränderungen innerhalb meiner Therapie einlassen. Ich habe einfach keine Zeit, keinen Raum, keine Energie dafür.
Eins nach dem anderen, auch im neuen Jahr. Alles Gute Euch hierfür!
Eure Tine
Blood Sugar Lounge
und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (1) Seite XX
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uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 6 Tagen, 7 Stunden
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 6 Tagen, 2 Stunden
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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ckmmueller postete ein Update vor 2 Wochen
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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