- Aus der Community
Wieso feierst du den Tag deiner Diagnose?
3 Minuten
Na, wie lange habt ihr schon Diabetes? Drei Monate, fünf Jahre, 12 Jahre, 30 Jahre oder noch länger? Und wisst ihr noch, wie damals der Tag der Diagnose für euch war? Was ist passiert, was wurde zu euch gesagt, was hat euch traurig oder vielleicht auch froh gemacht?
Wie oft habt ihr schon irgendwo gehört, dass jemand am Tag der Diabetes-Diagnose feiert? Oft? Und, findet ihr das makaber oder unpassend? Wieso? Was feiern die da alle? Feiern die, dass sie Diabetes haben? Wie komisch… oder steckt doch was anderes dahinter?

Meine Diagnose ist inzwischen vier Jahre her und manchmal fühlt es sich an, als wäre es gestern gewesen. Ich habe das Datum noch genau im Kopf, weiß, dass es ein Dienstag war, wie ich mich den ganzen Tag über so gefühlt habe und was an diesem Tag alles passiert ist. Dieses Datum ist in meinem Kopf eingebrannt und es ist für mich extrem wichtig. Mir ging es in den Monaten vor meiner Diagnose extrem schlecht und seit dem Tag meiner Diagnose weiß ich endlich, was Sache ist, und habe die Möglichkeit, die Kontrolle über all das zu behalten, so gut es eben mit dem Diabetes geht, und fühle mich außerdem endlich wieder halbwegs fit und „normal“.
Ich lebe!
Vor 100 Jahren noch überlebten Menschen mit Diabetes oft keine fünf Jahre. Die Therapie war eher ein Glücksspiel, als dass man irgendwas kontrollieren konnte. Ich feiere mein „Diaversary“ auch in diesem Jahr – nicht, weil ich es so toll finde, dass ich Diabetes habe und eine chronische Krankheit Teil meines Lebens wurde. Nein. Ich feiere es, weil dieses Datum mir ein neues Leben geschenkt hat und ich an anderer Stelle jetzt schon hätte tot sein können. Ich feiere das Leben und meine Arbeit mit dem Diabetes. Richtig, wir Menschen mit Diabetes müssen oft ganz schön hart arbeiten, um gute Werte auf den Geräten zu sehen, die es vor 100 Jahren noch nicht einmal gab. Essen bedeutet für uns etwas anderes als für einen Menschen ohne Diabetes. Wir gehen tagtäglich mit Insulin um, welches wir nicht unter- oder überdosieren sollten. Das alles fordert ein extrem großes Wissen, welches wir uns über die Zeit angeeignet haben und immer noch weiter aneignen – man lernt nämlich leider nie aus und es gibt immer was zu tun mit dem Diabetes!
Wir feiern uns einfach zu selten
Ja, richtig gelesen. Wir feiern uns viel zu selten. Ich bin im Alltag eher bescheiden. Was ich aber täglich mit dem Diabetes an der Backe leiste, was Eltern mit Kindern mit Diabetes leisten, ist ein 24/7-Job, der schlichtweg nicht bezahlt wird. Also lobe ich mich an meinem Diaversary endlich mal selbst. Gönne mir leckeres Essen und klopf mir mal für meine Arbeit auf die Schulter. Wenn wir es nicht tun, macht es sonst auch niemand.

Immer noch komisch?
Fühlt es sich für euch immer noch fremd an, dieses Datum zu feiern? Ich sag euch was: Keiner zwingt euch dazu, euer Diaversary zu zelebrieren. Niemand. Dieser Text sollte euch dem Thema näher bringen und euch helfen zu verstehen, warum andere das vielleicht feiern und wieso es wichtig ist, diesen Menschen das Feiern nicht abzusprechen. Genauso ist es aber auch andersrum. Wenn ihr keinen Bedarf habt, den Sinn für euch nicht seht – feiert es nicht. Aber macht auch niemanden runter, der es feiert. Jeder Diabetes ist anders und jeder Mensch mit Diabetes lebt anders damit. Das gilt es zu verstehen.
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moira postete ein Update vor 18 Stunden, 20 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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