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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #42 | Vorsorgeuntersuchung (3) – die Schilddrüse
2 Minuten
Diabetes ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, was sich langfristig auf die gesamte Funktionalität des Körpers auswirkt. Daher ist es umso wichtiger, neben einem guten Diabetes Management, auch regelmäßige Vorsorgetermine wahrzunehmen, um eventuelle Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenwirken zu können. In meiner kommenden Beitragsreihe möchte ich Dich durch die verschiedenen Vorsorgebereiche mitnehmen. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür bei Dir zu schaffen, sodass Du langfristig diese in Dein Diabetes Management etablieren kannst und somit langfristig einem langen Leben (trotz Diabetes) nichts mehr im Wege steht.
Das Gaspedal des Körpers
Der Zusammenhang zwischen Diabetes und der Schilddrüse wird leider ziemlich oft unterschätzt. Und tatsächlich steht in keinem meiner Diabetes-Ratgeber eine offizielle Empfehlung für eine Untersuchung der Schilddrüse. Doch warum diese Vorsorge so unfassbar wichtig ist, verrate ich Euch in diesem Beitrag!


Die Schilddrüse ist ein kleines Organ an unserem Kehlkopf, was für das körperliche und seelische Wohlbefinden sorgt. In ihr werden verschiedene Hormone, wie u. a. Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) gebildet, die sich wie folgt auf unseren Körper auswirken:
- Auswirkung auf Herz & Kreislauf
- Erweiterung der Blutgefäße
- Beschleunigung des Herzschlages
- Regelung des Blutdrucks
- Aktivierung des Fett- und Bindegewebe-Stoffwechsels
- Aktivierung der Schweiß- und Talgdrüsen
- Regelung der Nieren- und Darmtätigkeiten
- Auswirkung auf die Gesamt-Energie-Kalorienbilanz
- Auswirkung auf den Fett- und Eiweiß-Stoffwechsel sowie auf die Cholesterin-Werte
- Steuerung der Gehirnaktivität und Psyche1
Also wie Du siehst — unsere Schilddrüse ist für eine Menge Funktionen in unserem Körper verantwortlich. Daher sollten wir immer darauf bedacht sein, sich um das „gute Stück“ sorgfältig zu kümmern.
Wenn die Schilddrüse erkrankt
Die bekanntesten Schilddrüsen-Erkrankungen sind eine Über- oder Unterfunktion. Und tatsächlich erkranken Menschen mit Typ-1-Diabetes häufiger an einer Unterfunktion, während Menschen mit Typ-2-Diabetes oftmals an einer Überfunktion erkranken.2 Weiter unten erkläre ich Euch auch, welche Auswirkungen das auf den Blutzucker hat. Doch warum haben so viele Menschen eine krankhafte Schilddrüse, wenn sie doch so ein wichtiger Bestandteil des Körpers ist? Tatsächlich erkrankt in Deutschland fast jeder 3. an einer Schilddrüsen-Veränderung. Gründe hierfür können u. a. ein Jodmangel, eine genetische Veranlagung oder eine Autoimmunerkrankung sein. Und tatsächlich steigt die Häufigkeit im zunehmenden Alter. Aber auch sogenannte Knoten, Kropfen oder Tumore, können unabhängig von einer Über- oder Unterfunktion die Funktionalität der Schilddrüse beeinflussen.1
➤ Erfahre in diesem Video mehr über Caro und ihr Leben mit Typ-2-Diabetes
Die Hormon-Blutzucker-Achterbahn
Am meisten bemerkbar machen sich schwankende Blutzuckerwerte bei Frauen innerhalb bestimmter Zyklusphasen, was darauf hinweist, dass unsere Hormone unseren Blutzucker wortwörtlich im Griff haben. Das bedeutet für uns, dass wir immer schauen sollten, dass wir eine gute Hormon-Balance haben. Das gilt übrigens auch für Männer! Doch wie Verhält sich der Blutzucker bei einer Über- oder Unterfunktion?
Bei einer Überfunktion werden zu viele Schilddrüsenhormone freigesetzt, die die Gegenspieler des Insulin sind. Das bedeutet, dass die Körperzellen weniger oder gar nicht mehr auf Insulin reagieren und somit die Insulinresistenz angetrieben wird. Und wie ich eingangs aufgezählt habe, wirkt sich die Schilddrüse auch auf unser Herz sowie auf unseren Blutdruck aus. Sprich, bei einer zu hohen Ausschüttung von Hormonen steigt also auch die Herzfrequenz und der Blutdruck. Beides sind sehr bekannte Indikatoren für Folgeerkrankungen bei Diabetes. Bei einer Unterfunktion hingegen werden zu wenige Hormone ausgeschüttet, so dass die Zellen gegenüber dem Insulin super empfindlich sind und es somit schneller zu einer Unterzuckerung kommen kann. Und wie lebensgefährlich eine Unterzuckerung sein kann, muss ich Euch wohl nicht sagen.1
Richtig eingestellt — nicht nur beim Blutzucker!
Ob Deine Schilddrüse vollständig intakt ist, kannst Du ganz einfach u. a. bei Deinem/-r Hausarzt/-ärztin oder einem/-r Facharzt/-ärztin herausfinden. Dabei gibt es zwei Kontroll-Faktoren: der Bluttest und das Abtasten inkl. Ultraschall. Den Bluttest kann man ggf. super mit den regulären Blutzuckerkontrollen abnehmen lassen. Denn wenn man schon die Nadel im Arm hat, warum nicht gleich ein Röhrchen mehr füllen? Das ist auf jeden Fall Venen-schonender, als zweimal sich die Nadel zu geben! 😉

Für das Abtasten mit der Hand und/oder für den Ultraschall musst Du einen gesonderten Termin vereinbaren. Beides tut aber absolut nicht weh und ist schnell gemacht.
In der Regel reicht es, wenn Du einmal im Jahr Deine Schilddrüse checken lässt. Und jetzt, wo Du weißt, wie wichtig sie für uns, unseren Körper und Blutzucker ist, so sollte dies tatsächliche eine Vorsorgeuntersuchung sein, die jährlich auf Deiner Liste steht.
Quellen:
[1] https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/gut-leben-mit-diabetes-experteninterview-mit-prof-zieren/
[2] https://www.diabetologie-online.de/a/fortbildung-diabetes-und-schilddruese-2479336
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 5 Stunden, 21 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 22 Stunden, 36 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 19 Stunden, 59 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 5 Stunden, 47 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 5 Stunden, 24 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 10 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
