- Behandlung
Älter werden mit Diabetes
2 Minuten

Die Zeitschrift „Diabetes-Forum“ (7 – 8/2020) berichtete über das Älterwerden und die medizinische Fehlversorgung. Beispiel: Ein Mensch wird im Krankenhaus behandelt – und bei Entlassung wird vergessen, dass die Situation im Krankenhaus eine andere als zuhause ist.
Ein alter Mensch mit bekanntem Diabetes und Bluthochdruck (Hypertonie) wird mit entgleisten Blutzuckerwerten ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wird neben zu hohen Blutzuckerwerten eine Herzschwäche mit Wasseransammlungen und Luftnot diagnostiziert. Neben der Therapieoptimierung bekommt der Betroffene eine entsprechend angepasste Ernährung.
Bei Entlassung wurde die Therapie des Bluthochdrucks intensiviert, insbesondere die Dosis des Diuretikums erhöht. Die Blutdruckwerte und die Blutzuckerwerte sind bei Entlassung aus dem Krankenhaus optimal. „Was passiert, wenn der weiterbehandelnde Hausarzt diese Therapie uneingeschränkt so übernimmt?“, fragt Autorin Anke Richter-Scheer. Im Verlauf steigen die Blutzuckerwerte wieder, die Blutdruckwerte sind zufriedenstellend, laborchemisch zeigt sich eine Verschlechterung der Nierenfunktion und eine Erhöhung der Harnsäurewerte. Was ist passiert?
Daheim ist die Lebensweise anders …
Der alte Mensch ist daheim in seinem gewohnten Umfeld, die Lebensweise ist wieder eine andere: Er isst wieder anders, vielleicht sogar mehr, weil das Essen im Gegensatz zum Krankenhaus nicht portioniert ist. Zu Hause gibt es auch keine Infusionen, dadurch ist auch die Flüssigkeitszufuhr geringer als in der Klinik, was die Verschlechterung der Nierenwerte bei gleichzeitiger Erhöhung der Diuretika-Dosis zur Folge hat.
Aus einer optimalen Versorgung in der Klinik würde, zu Hause angekommen, schnell eine Fehlversorgung. „Um das zu vermeiden, bedarf es eines guten Entlass-Managements, wobei ich mir hier als Hausärztin manchmal doch eine bessere Kommunikation zu den Kollegen in den Kliniken wünschte“, so Anke Richter-Scheer.
Der Hausarzt spielt hier eine große Rolle
In Bezug auf die Versorgung spielt der Hausarzt eine nicht unerhebliche Rolle: Der Hausarzt kennt neben dem sozialen Umfeld alle Erkrankungen seines Patienten und hat dadurch sehr gute Möglichkeiten, seinen Patienten optimal aufzuklären und mit ihm in Bezug auf Diagnostik und Therapie gemeinsam eine Entscheidung zu fällen. Gerade der alte Mensch hat einen Anspruch auf eine bedarfsgerechte Versorgung.
Die hohe Verantwortung hierbei trägt in erster Linie – durch seine Steuerungsfunktion – der Hausarzt. Wichtig sind in diesem gemeinsamen Gespräch mit dem alten Patienten, eventuell im Beisein der Angehörigen, die möglichen Nebenwirkungen, auch Wechselwirkungen und Schäden der geplanten Behandlung deutlich hervorzuheben. Dabei ist der fehlende Nutzen einer Therapie eher als zweitrangig in dem Gespräch zu betrachten. Durch Aufklärung und gemeinsam getroffene Entscheidungen kann möglicherweise eine unnötige Überversorgung vermieden werden.
Heute geht man von über 100.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes über 70 Jahren aus. Und 25 % der über 75-Jährigen haben Typ-2-Diabetes (Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2021).
von Redaktion Diabetes-Forum
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (11) Seite 10-12
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thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße