Apotheken: Neue Datenbank soll Patientensicherheit erhöhen

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Apotheken: Neue Datenbank soll Patientensicherheit erhöhen

Für die Apotheken in Deutschland wurde eine neue Datenbank für die webbasierten Medizinprodukte-Verwaltung konzipiert, die die Sicherheit der Produkte und damit auch die ihrer Anwender gewährleisten soll.

Die Apotheken erhöhen die Patientensicherheit bei der Anwendung von Medizinprodukten, indem sie deren sachgerechten Einsatz und regelmäßige Wartung systematisch erfassen und kontrollieren. Dazu hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) die neue, webbasierte Medizinprodukteverwaltung (MPV) entwickelt, die als Online-Portal mit hinterlegter Datenbank bundesweit in allen Mitgliedsapotheken angewandt werden kann.

Die Apotheken übernehmen damit – in Ergänzung zu ihren Versorgungsverträgen – die Aufgaben der jeweiligen Krankenkassen, die seit 2017 der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) unterliegen. Im Jahr 2019 hatte die DAV-Mitgliederversammlung ein solches MPV-Modul beauftragt, welches das bereits bestehende Online-Vertragsportal (OVP) für Hilfsmittel in den Apotheken ergänzen soll.

Doch während das OVP die Lieferberechtigung für Hilfsmittel vorab prüft, ist die MPV für die nachträgliche Verfolgung der Medizinprodukte konzipiert. Medizinprodukte sind eine Teilmenge von verordneten Hilfsmitteln.

Kontrolle und Wartung gerade bei Medizinprodukten wichtig!

„Zusätzlich zu ihrer Kernkompetenz für Arzneimittel versorgen die Apotheken ihre Patienten auch mit Hilfsmitteln und Medizinprodukten. Das erwarten die Menschen von uns als Gesundheitsdienstleistern mit niedrigschwelligem, überall verfügbarem Angebot. “, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker und ergänzt:

„Gerade bei Medizinprodukten spielen Kontrolle und Wartung eine wichtige Rolle für den Verbraucherschutz. Ich freue mich, dass die Medizinprodukteverwaltung einsatzbereit ist und online geht. Die MPV ermöglicht es den Apotheken ab sofort, ihre Patienten künftig noch besser an mess- und sicherheitstechnische Kontrolltermine oder sonstige Wartungsmaßnahmen zu erinnern.“

Die Übertragung der Betreiberpflichten auf die Apotheken ist derzeit mit wenigen Krankassen vertraglich vereinbart und die Produkte müssen per Hand in die Datenbank eingepflegt werden. In weiteren Ausbaustufen werden die Apothekensoftwarehäuser die MPV-Schnittstelle umsetzen können, so dass Apotheken die MPV direkt aus der Warenwirtschaft heraus aufrufen können.

Zu den überwachungspflichtigen Medizinprodukten in den Apotheken gehören aktive Medizinprodukte wie elektrische Milchpumpen, aktive Insulin-Pens, Inhalations- und Atemtherapiegeräte, Bettnässertherapiegeräte sowie halb- und vollautomatische Blutdruckmessgeräte. Jährlich werden etwa 1,6 Millionen erfassungspflichtige Medizinprodukte in den 19.000 Apotheken abgegeben.


Quelle: Pressemitteilung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 19 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 12 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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