- Behandlung
COVID-19 und Diabetes
2 Minuten
Welche Faktoren sind für die komplexe Interaktion zwischen Diabetes und einer SARS-CoV-2-Infektion entscheidend? Was bedeutet das für die Prävention? Und welche Auswirkungen hat die Pandemie für Menschen mit Diabetes? Über diese Fragen diskutierten Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) auf der virtuellen Jahrespressekonferenz.
Menschen mit Diabetes wurden bereits früh im Verlauf der Corona-Pandemie als Risikopatienten erkannt, die bei einer COVID-19-Erkrankung besonders schwer betroffen sein können. In vielen Studien hat sich dies im Wesentlichen bestätigt – gleichwohl zeigt sich aber auch, dass das Vorliegen eines Diabetes nicht allein über den Verlauf einer COVID-19-Erkrankung entscheidet.
Überhöhte Glukosewerte riskant
Studien haben gezeigt, dass Diabetespatienten mit einem konstant normalen oder lediglich leicht erhöhten Blutglukosewert während eines COVID-19-bedingten Klinikaufenthalts ein sehr viel geringeres Sterberisiko hatten als Patienten mit schlechter Blutzuckerkontrolle und in der Folge schlechten Werten.
„Weiterhin waren überhöhte Blutglukosewerte auch bei Menschen ohne zuvor bekannten Diabetes ein Risikofaktor für schwere oder sogar tödliche COVID-Verläufe“, erklärte Prof. Dr. med. Wolfgang Rathmann, stellvertretender Direktor des Instituts für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Eine Messung des Nüchternblutzuckers und Kontrolle des Blutzuckerverlaufs sei daher bei allen stationären COVID-19-Patienten zu empfehlen – auch dann, wenn kein Diabetes bekannt sei. Daher sei auch die Früherkennung des Diabetes wichtig, die jedoch in der ersten Phase der Pandemie als eine der indirekten Folgen des Lockdowns im vergangenen Frühjahr gelitten habe. In vielen medizinischen Bereichen sei eine starke Zurückhaltung der Patienten zu beobachten gewesen, Arztpraxen oder Kliniken aufzusuchen.
Vorsorge und Behandlung haben gelitten
Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wurden abgesagt oder verschoben, auch Herz-Kreislauf-Notfälle wurden zum Teil erst verzögert einem Arzt vorgestellt. „Praxen und Kliniken haben jedoch effektive Hygienekonzepte, und auch die Angebote im telemedizinischen Bereich wurden ausgebaut“, so Rathmann. Gerade angesichts der Bedeutung, die die Blutzuckereinstellung für die COVID-19-Prognose habe, sollten Behandlungs- und Vorsorgetermine daher unbedingt wahrgenommen werden.
DDG-Präsidentin Prof. Monika Kellerer (Stuttgart) wünscht sich im Wahljahr, dass die Politik mehr Tempo und Tatendrang an den Tag legt, um die Forderungen aus der längst beschlossenen Nationalen Diabetes-Strategie in Gesetze zu gießen und Maßnahmen folgen zu lassen.
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 12
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 22 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 20 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

