Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen

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Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen | Foto: VectorMine – stock.adobe.com
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Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen

Unterzuckerungen treten immer wieder bei Menschen mit Diabetes auf. Solange es keine sich komplett selbst steuernden und wirklich langfristig vorausschauenden Systeme gibt, lassen sich tiefe Glukosewerte nicht komplett verhindern. Ernst nehmen sollte man sie trotzdem. Welche Folgen sie haben, wie sie sich zeigen und was sie auslöst, ist folgend dargestellt.

Heißhunger, Magenknurren, unscharfes Sehen, Watte im Kopf, Gummibeine, patschnasse Haut, kribbelnde Lippen: Wer schon einmal eine Unterzuckerung oder Hypoglykämie hatte, kennt sicher das eine oder andere dieser Anzeichen. Und es gibt noch viele Symptome mehr, denn Unterzuckerungen zeigen sich sehr individuell. Hypoglykämien empfindet sie, sagt Susanne, die mit Typ-1-Diabetes lebt, als Absturz oder Talfahrt. Das klingt bedrohlich – und Unterzuckerungen sind tatsächlich ernst zu nehmen.

Risiko für Demenz steigt

Leichte Hypoglykämien, bei denen man sich noch selbst helfen kann, lassen sich in der Regel trotz modernster Therapien nicht komplett verhindern. Aber schwere Hypoglykämien, bei denen die Hilfe Dritter notwendig wird oder sogar eine Bewusstlosigkeit auftritt, gilt es zu verhindern. Denn sie erhöhen das Risiko, später im Leben dement zu werden.

Dies zeigt eine Studie, die im April 2026 in der Zeitschrift „Neurology“ publiziert wurde. Untersucht worden waren knapp 300.000 Menschen, von denen knapp 20.000 einen Typ-1- oder Typ-2-Diabetes hatten. Die Menschen ohne Diabetes dienten als Vergleichsgruppe. Alle waren mindestens 50 Jahre alt. Die Untersuchung ergab, dass das Demenz-Risiko für Menschen mit Typ-1-Diabetes fast dreifach höher lag als bei Menschen ohne Diabetes.

Als eine Ursache werden schwere Hypoglykämien vermutet. Für Menschen mit Typ-2-Diabetes erhöhte sich das Risiko auf gut das Zweifache. Das Risiko war unabhängig vom Geschlecht. Schwere Unterzuckerungen sind aber sicher nicht die einzige Ursache einer Demenz. Hieran wird weiter geforscht.

Untersuchungen zeigen, dass bei Menschen mit Typ-1-Diabetes im Durchschnitt etwa alle zwei Jahre eine schwere Unterzuckerung auftritt. Deutlich seltener sind sie im Durchschnitt bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Aber da etwa 95 Prozent der Menschen mit Diabetes einen Typ-2-Diabetes haben, ist auch bei ihnen die Bedeutung schwerer Hypoglykämien in der Summe bedeutsam.

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  • multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

    • Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
      Gunnar

    • @gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
      Viele Grüße
      Oliver

    • Hallo Oliver, auch ich bin Typ 3c und würde mich gern mit dir ein wenig per Mail mit dir austauschen, wenn du magst. Bin vor 15 Jahren mit Kausch-Whipple auf “Verdacht” operiert worden – war aber kein Krebs, sondern “nur” eine Pankreatitis (AIP), also eine Fehldiagnose (hätte keiner OP bedurft, also kein Diabetes als Folge).

  • zojou96 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂