- Aus der Community
Der Unterschied: Südkorea mit und ohne Diabetes
4 Minuten
Als ich Mitte August meine große Reise nach Seoul antrat, war alles anders als im Jahr 2016, als ich das erste Mal nach Südkorea flog.
Damals hatte ich einen zu schweren Koffer, da ich Angst hatte, zu wenige Klamotten eingepackt zu haben, was letztendlich in Übergepäck endete. Kennt ihr das: Ihr verreist für eine Woche und nehmt Kleidung für vier Wochen mit? Unnötiges Zeug, das ihr unberührt wieder zurück in den Schrank legt, einen Riesenvorrat an Kosmetikartikeln, mehr, als ihr in Deutschland jemals benutzen würdet? Genau so jemand war ich und bitte sagt mir, dass ich nicht alleine damit bin.
Dieses Mal bestand mein Gepäck weitgehend aus Diabeteszubehör und nur wenigen privaten Dingen.

Auch bei der Ankunft war 2016 meine größte Angst, dass ich mit der Luftfeuchtigkeit und der Hitze nur schwer klarkommen werde. Dieses Mal war es die Angst um das Insulin, welches eventuell auf der langen Reise kaputtgehen könnte. Zum Glück war dies nicht der Fall, und alles kam heile in Seoul an.
Nachdem die Anreise bewältigt war, ging es als Nächstes darum, für notwendige „Hypohelfer“ zu sorgen. Wer bereits in Asien unterwegs war, kennt vielleicht die „Convenience Stores“ (kleiner Supermarkt/Kiosk), welche an jeder Straßenecke zu finden sind. Dort gibt es alles, was das Diabetikerherz begehrt – Gummibärchen, Schokolade, Säfte und Limonade. Somit bin ich zumindest unterwegs in den meisten Fällen versorgt.
Challenge: bester koreanischer „Hypohelfer“?
Was 2016 mehr eine Erkundungstour durch die koreanischen Supermärkte war, entwickelte sich 2019 zu einer Suche nach den leckersten „Hypohelfern“ im Land. In dem bekannten japanischen Laden namens Daiso, welcher vergleichbar mit unseren 1-€-Shops ist, lassen sich viele verschiedene Süßigkeiten aus aller Welt finden – sogar deutschen Traubenzucker habe ich dort bereits entdeckt!
Somit war schnell klar, dass meine „Hypos“ gut bedient sein werden.

Doch wie ist der Alltag mit Diabetes hier?
Bisher habe ich weder einen anderen Diabetiker getroffen noch einen gespotted. Kein Glukosesensor am Arm, keine Insulinpumpe, kein Spritzen im Restaurant – gar nichts. Und das, obwohl die Anzahl der Diabetespatienten in Südkorea nicht gering ist (ca. 9% der Bevölkerung sind laut International Diabetes Federation an Diabetes erkrankt. Soweit meine Quellen es belegen, ist der Typ-2-Diabetes mehr verbreitet als der Typ-1-Diabetes. Die Erkrankungszahlen für beide Typen stiegen jedoch im Laufe der Zeit an.
Bisher wurde ich von dem Arztbesuch verschont, daher kann ich euch (leider) nichts zur Diabetestherapie erzählen.
Kohlenhydrate, wohin das Auge reicht
Wer mich etwas besser kennt, der weiß, dass ich in Deutschland schon ein großer Liebhaber der Kohlenhydrate war. Das hat sich hier natürlich nicht geändert, denn das wäre ein echtes Problem geworden. Reis, Reiskuchen, Nudeln, süße Marinade – der Blutzuckerspiegel hat hier seinen Spaß. Dadurch ist aber auch mein Insulinbedarf nur wenig angestiegen und es gab in meiner persönlichen Therapie keine große Umstellung. Die Reismenge, welche zu den Gerichten serviert wird, ist meist die gleiche, was das KE-Schätzen ungemein vereinfacht.

Mein letzter Tipp an alle, die mich hier besuchen kommen wollen: Nehmt euch vor verstecktem Zucker in Acht! Das Brot mag aussehen wie ein Knoblauchbrot, schön deftig und salzig, doch sobald ihr einen Happen abbeißt, werdet ihr sehr schnell den Zucker schmecken. Daher ist hier ein wenig Vorsicht geboten, doch nach einer gewissen Zeit kennt man die versteckten Fallen ganz gut.
Fazit
Alles in allem hat sich mein Leben nicht großartig verändert im Vergleich zu meinem Auslandsjahr 2016/17. Ich muss auf dieselben Dinge Acht geben, wie ich es auch in Deutschland tue. Und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln 24/7 vereinfacht mir das Diabetesmanagement in manchen Situationen sogar.

Ich kann das Land mit all seinen Vorzügen immer noch genießen und bereue es keinen Moment, dass ich das Praktikum hier angenommen habe.
Lasst euch von dem Diabetes keine Reiseziele vermiesen und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass es ohne Diabetes gar nicht so viel cooler ist! Schließlich habe ich jetzt einen guten Grund, die ganzen Süßigkeiten auszuprobieren, wenn die „Hypo“ vorbeischaut. 😉
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
