- Behandlung
Erhöhtes Risiko bei Diabetes: Vor Infektionen durch Viren und Bakterien schützen
5 Minuten

Infektionen sind eine Begleiterscheinung des Lebens. Wieso aber ist das Risiko für Ansteckung durch Viren und Bakterien bei Diabetes höher? Und wie kann man es vermindern? Zum Beispiel nützen Impfungen, mit denen dem Auftreten bestimmter Erkrankungen vorgebeugt werden kann.
Menschen mit Diabetes sind deutlich stärker als stoffwechselgesunde Personen gefährdet, an Infektionen zu erkranken. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Zum einen sind es immunologische Faktoren. Antikörper (Immun-Globuline), die sich im Körper gegen Fremdstoffe wie Viren und Bakterien richten, werden vermindert produziert.
Auch andere Entzündungsfaktoren werden vermindert produziert, was auf eine reduzierte Aktivität bestimmter Blutzellen für die Immun-Abwehr zurückgeführt werden kann. Ob auch eine Verzuckerung („Glykierung“) die Funktion von Antikörpern behindern kann, ist noch offen.
Auf einen Blick: Infektionen bei Diabetes
- Ein Diabetes ist mit einem erhöhten Risiko für Infektionen verbunden.
- Das Risiko für Infektionen kann durch normnahe Glukosewerte vermindert werden.
- Durch Impfungen können Erkrankungen verhindert werden, deren Behandlung oft sehr schwierig und kompliziert ist.
Hautverletzungen durch die Therapie
Daneben können Faktoren der Diabetes-Behandlung eine Rolle spielen. Das Messen des Blutzuckers beinhaltet eine wiederkehrende Selbstverletzung, die das Immunsystem beansprucht. Das kontinuierliche Glukose-Messen (CGM) bedingt durch den dauerhaft liegenden Sensor eine offene Schnittstelle zur Umwelt, die ebenfalls ein Infektionsrisiko darstellt. Gleiches gilt für die Einstichstelle einer Kanüle des Insulin-Pumpen-Katheters.
Erhöhte Glukosewerte stören Immun-Prozesse
Erhöhte Glukosewerte erhöhen den oxidativen Stress. Dadurch fallen mehr Substanzen an, die Zellen schädigen können. Darüber hinaus sind Stoffwechsel-Entgleisungen mit erhöhter Ausschüttung von Stress-Hormonen verbunden. Diese stören die Immun-Prozesse, verschlechtern aber auch die Blutzucker-Situation und die Abwehrlage und können damit das Risiko der Infekt-Ausbreitung erhöhen.
Auch Medikamente können zu Infektionen führen
Die Einnahme von Säureblockern ist auch mit einem erhöhten Risiko einer Besiedlung mit multiresistenten Erregern, gegen die kaum noch Antibiotika wirken, verbunden. Eine Nerven-Schädigung im Bereich des Harntrakts kann eine „Überlaufblase“ bedingen, sodass immer Urin in der Blase bleibt, wo sich massive Infekte entwickeln können.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Woche
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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