Diabetes-Dialog zu Folge-Erkrankungen: Auf gute Werte und regelmäßige Vorsorge kommt es an

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Diabetes-Dialog zu Folge-Erkrankungen: Auf gute Werte und regelmäßige Vorsorge kommt es an
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Diabetes-Dialog zu Folge-Erkrankungen: Auf gute Werte und regelmäßige Vorsorge kommt es an

Im aktuellen Diabetes-Dialog ging es um das Thema Folge-Erkrankungen und wie diese möglichst zu vermeiden sind. Die eingeladenen Experten hoben dabei die Wichtigkeit guter Blutzucker-Werte sowie von regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen hervor.

Bereits seit dem Jahr 2005 klärt die vom Unternehmen Sanofi ins Leben gerufene Initiative „Wissen, was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“, über die Volkskrankheit Diabetes auf. Im dazugehörigen Format Diabetes-Dialog diskutieren mehrmals im Jahr die eingeladene Expertinnen und Experten in einem Live-Stream zu Themen rund um den Diabetes, geben Tipps fürs Therapie-Management und beantworten vorab eingereichte bzw. live während des Streams gestellte Fragen der Zuschauenden.

Hier kannst Du Dir die Aufzeichnung des aktuellen Diabetes-Dialogs zum Thema Folge-Erkrankungen ansehen:

Der erste Diabetes-Dialog dieses Jahres fand Ende März statt zum Thema „Das hat Hand und Fuß: der richtige Umgang mit Begleit- und Folgeerkrankungen bei Diabetes“. Zu Gast waren Prof. Dr. Matthias Blüher, Diabetologe und Oberarzt am Universitätsklinikum Leipzig, und Yvonne Häusler, Diabetesberaterin aus Berlin und Mitglied im Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD). Durch das Format führte wie gewohnt der bekannte TV-Moderator Markus Appelmann.

Diabetes-Folgen vermeiden: gute Blutzucker-Werte und regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen sind essentiell

„Das Hauptziel der Behandlung von Menschen mit Diabetes ist die Verhinderung von Begleit- und Folge-Erkrankungen“, erklärte Prof. Blüher einleitend. Dabei ist eine gute Blutzucker-Einstellung das entscheidende Mittel, um das Risiko für diabetische Folgeschäden zu reduzieren, wie wissenschaftliche Daten zeigten. Und wie der Name der Aufklärungsinitiative bereits vermittele, ist ein Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) von unter 7 Prozent hierbei ein wichtiger Zielwert, so der Leipziger Diabetologe.

Als Beispiele für häufige Diabetes-Folgen nannte er Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schädigungen der kleinen Blutgefäße und Nervenerkrankungen. „Wir sind in den letzten Jahren in der Therapie von Menschen mit Diabetes viel besser geworden“, unterstrich Prof. Blüher. Es gebe nicht nur bessere Medikamente, sondern auch weitere Mechanismen wie moderne Technologien zur Glukosemessung sowie strukturierte Programme für die Behandlung und die Änderung des Lebensstils. Beiden Experten betonten die Bedeutung präventiver Untersuchungen, wie regelmäßige Fuß- und Augen-Checks, um möglichst frühzeitig gegen potentielle Folge-Erkrankungen vorgehen zu können.

Schädigungen der Nerven und Augen sind besonders häufige Diabetes-Folgen

Die diabetische Polyneuropathie, eine häufig auftretende Diabetes-Komplikation, die durch Schädigungen der Nerven zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Schmerzen an den unteren Extremitäten führt und das diabetische Fußsyndrom begünstigt, könne zum Beispiel mit dem Stimmgabeltest erkannt werden, den Häussler und Prof. Blüher im Live-Stream vorführten. Um chronischen Wunden an den Füßen vorzubeugen empfahl Häussler zudem die regelmäßige Pflege der Füße: „Ich bin absoluter Befürworter davon, die Füße abends immer einzucremen.“ Auch das richtige Schuhwerk und/oder spezielle Einlagen seien hier von großer Bedeutung.

Eine weitere häufige Diabetes-Folge sind Komplikationen am Auge, vor allem Schäden an der Netzhaut, die durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden. „Das kann man vor allem durch Sehstörungen und schwarzen Punkten im Sichtfeld bemerken“, so Prof. Blüher. Daher sollten Menschen mit Diabetes idealerweise einmal pro Jahr zu einer augenärztlichen Vorsorge-Untersuchung. Neben der Blutzucker-Einstellung können weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck die Augengesundheit negativ beeinflussen. „Das ist eine andere wichtige Ursache. Auch wenn der Zucker wunderbar eingestellt ist, dann immer auch daran denken, dass der Blutdruck nicht zu hoch sein darf“. Auch auf den Fettstoffwechsel sollte geachtet werden, so Prof. Blüher, und ebenfalls sehr wichtg: „Rauchen ist ganz ungünstig!“

Wechselwirkung zwischen Entzündungen und den Blutzucker-Werten und das Tabu-Thema Sexualstörungen

Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Früherkennung und -behandlung von chronischen Entzündungen. Denn diese beeinflussen den Stoffwechsel und die Diabetes-Einstellung – und umgekehrt. „Diese Wechselwirkung zwischen Entzündungen, Infektionen und schlechter Blutzuckereinstellung sind bekannt“, eklärte Prof. Blüher. Dies habe etwa die Corona-Pandemie verdeutlicht: „Menschen mit einem schlecht eingestellten Diabetes hatten ein hohes Risiko für langwierige Verläufe, während Menschen, die sehr gute Blutzuckerwerten hatten, Covid-19-Verläufe hatten wie Menschen ohne Diabetes. Je besser der Blutzucker eingestellt wird, desto schneller heilt eine Wunde, desto schneller geht ein Infekt vorbei, desto günstiger ist es für die Entzündungsreaktion im Allgemeinen.“

Abschließend ging die Expertenrunde noch auf das oft tabuisierte Thema der Diabetes-Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und die Sexualität ein. Denn darüber werde oftmals geschwiegen, sagte Häussler. „Deswegen ist es mir ein Herzenswunsch, darüber zu reden.“ Die Diabetesberaterin appellierte an Betroffene, offen mit Partnern und Behandlern über eventuelle Probleme zu sprechen und unterstrich die Bedeutung der Kommunikation für eine gesunde Partnerschaft. Prof. Blüher pflichtete ihr bei und verwies auf die Verfügbarkeit von modernen Behandlungsmöglichkeiten auch in diesem Bereich.



von Gregor Hess

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  • olivers postete ein Update vor 2 Tagen, 12 Stunden

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 4 Tagen, 5 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver

    • @olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
      Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
      Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne Probleme

      Gruß Sandra