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Diabetes-Folgen trotz guter Werte: Entzündungsreaktion könnte Ursache für Schäden an Herz und Nieren sein
2 Minuten
Eine neue Studie deckt einen potentiellen Hinweis darauf auf, warum Diabetes trotz guter Blutzuckerwerte oft zu Schäden an Herz und Nieren führt: Eine Entzündungsreaktion, getriggert durch ein Enzym, könnte der mögliche Auslöser für diese Folgen der Stoffwechsel-Erkrankung sein und neue therapeutische Perspektiven bieten.
Viele Menschen mit Diabetes entwickeln trotz gut eingestellter Blutzuckerwerte schwere Folge-Erkrankungen wie Schäden an Herz oder Nieren. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg hat nun einen möglichen Auslöser gefunden: eine fehlgeleitete Immunreaktion, die durch das Enzym PAD4 ausgelöst wird.
Wie Studienleiter PD Dr. Lukas A. Heger erklärt, deuten die Ergebnisse erstmals darauf hin, „dass PAD4 ein zentrales Bindeglied zwischen Diabetes und Entzündungsprozessen in Herz und Niere ist“. Diese Reaktionen könnten erklären, warum Organschäden bei vielen Betroffenen auch dann auftreten, wenn der Blutzucker gut kontrolliert ist.
Dauerhafte Immunreaktion greift gesundes Gewebe an
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Enzym Peptidylarginin-Deiminase 4 (PAD4), das Immunzellen aktiviert. Die Forschenden stellten fest, dass erhöhte Glukosewerte bestimmte Abwehrzellen – sogenannte neutrophile Granulozyten – direkt anregen. Diese setzen anschließend entzündungsfördernde Stoffe und sogenannte NETs frei, eine Art klebriges Netz, das eigentlich Krankheitserreger bekämpfen soll. Wird dieser Prozess jedoch dauerhaft aktiviert, kann er gesundes Gewebe angreifen.
In Gewebeproben von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche zeigten sich bei gleichzeitig bestehendem Diabetes deutlich mehr dieser NET-Ablagerungen. Je stärker diese ausgeprägt waren, desto schlechter war die Herz-Funktion. Tiermodelle bestätigten den Zusammenhang: Nur Mäuse mit aktivem PAD4 entwickelten typische diabetesbedingte Schäden wie Narben im Herzgewebe, verminderte Herz-Leistung und eingeschränkte Nieren-Funktion.
Für die medizinische Praxis könnten die Ergebnisse wegweisend sein. „PAD4 wirkt wie ein Schalter, der Neutrophile auf Entzündung programmiert“, erklärt Prof. Dr. Dirk Westermann. Eine gezielte Blockierung dieses Enzyms könnte daher zukünftig helfen, Herz- und Nierenschäden bei Diabetes zu verhindern – und somit ein völlig neuer Behandlungsansatz werden.
Die Studie, veröffentlicht im European Heart Journal, eröffnet damit Perspektiven, die über eine blutzuckerorientierte Therapie hinausgehen.
mit Materialien des Universitätsklinikums Freiburg
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cina_polada postete ein Update vor 2 Tagen, 17 Stunden
Hi, ich bin Julija und komme aus Frankfurt. Vor ein paar Wochen wurde bei mir Diabetes Typ 2 mit gerade mal 33 Jahren diagnostiziert.. Kämpfe im Moment noch sehr mit der Diagnose und würde mich über etwas Austausch sehr freuen 🙂
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lena-schmidt antwortete vor 2 Stunden, 32 Minuten
Hallo Cina,
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lauf-chris postete ein Update vor 2 Tagen, 19 Stunden
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 4 Tagen, 2 Stunden
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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lena-schmidt antwortete vor 2 Stunden, 33 Minuten
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