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Diabetes-Folgen trotz guter Werte: Entzündungsreaktion könnte Ursache für Schäden an Herz und Nieren sein
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Eine neue Studie deckt einen potentiellen Hinweis darauf auf, warum Diabetes trotz guter Blutzuckerwerte oft zu Schäden an Herz und Nieren führt: Eine Entzündungsreaktion, getriggert durch ein Enzym, könnte der mögliche Auslöser für diese Folgen der Stoffwechsel-Erkrankung sein und neue therapeutische Perspektiven bieten.
Viele Menschen mit Diabetes entwickeln trotz gut eingestellter Blutzuckerwerte schwere Folge-Erkrankungen wie Schäden an Herz oder Nieren. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg hat nun einen möglichen Auslöser gefunden: eine fehlgeleitete Immunreaktion, die durch das Enzym PAD4 ausgelöst wird.
Wie Studienleiter PD Dr. Lukas A. Heger erklärt, deuten die Ergebnisse erstmals darauf hin, „dass PAD4 ein zentrales Bindeglied zwischen Diabetes und Entzündungsprozessen in Herz und Niere ist“. Diese Reaktionen könnten erklären, warum Organschäden bei vielen Betroffenen auch dann auftreten, wenn der Blutzucker gut kontrolliert ist.
Dauerhafte Immunreaktion greift gesundes Gewebe an
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Enzym Peptidylarginin-Deiminase 4 (PAD4), das Immunzellen aktiviert. Die Forschenden stellten fest, dass erhöhte Glukosewerte bestimmte Abwehrzellen – sogenannte neutrophile Granulozyten – direkt anregen. Diese setzen anschließend entzündungsfördernde Stoffe und sogenannte NETs frei, eine Art klebriges Netz, das eigentlich Krankheitserreger bekämpfen soll. Wird dieser Prozess jedoch dauerhaft aktiviert, kann er gesundes Gewebe angreifen.
In Gewebeproben von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche zeigten sich bei gleichzeitig bestehendem Diabetes deutlich mehr dieser NET-Ablagerungen. Je stärker diese ausgeprägt waren, desto schlechter war die Herz-Funktion. Tiermodelle bestätigten den Zusammenhang: Nur Mäuse mit aktivem PAD4 entwickelten typische diabetesbedingte Schäden wie Narben im Herzgewebe, verminderte Herz-Leistung und eingeschränkte Nieren-Funktion.
Für die medizinische Praxis könnten die Ergebnisse wegweisend sein. „PAD4 wirkt wie ein Schalter, der Neutrophile auf Entzündung programmiert“, erklärt Prof. Dr. Dirk Westermann. Eine gezielte Blockierung dieses Enzyms könnte daher zukünftig helfen, Herz- und Nierenschäden bei Diabetes zu verhindern – und somit ein völlig neuer Behandlungsansatz werden.
Die Studie, veröffentlicht im European Heart Journal, eröffnet damit Perspektiven, die über eine blutzuckerorientierte Therapie hinausgehen.
mit Materialien des Universitätsklinikums Freiburg
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
