- Behandlung
Dr. Axel Hirsch: Visionär, Pionier, Fürsprecher
2 Minuten
Dr. Axel Hirsch war in Deutschland ein Vorreiter bei der Entwicklung von Therapie- und Schulungskonzepten für Diabetespatientinnen und -patienten. Zudem machte er, der selbst Typ-1-Diabetes hatte, sich stark für die Rechte von Menschen mit Diabetes. Nun ist der Psychologe im Alter von 79 Jahren gestorben. Prof. Bernhard Kulzer würdigt seinen Kollegen und dessen Wirken in einem bewegenden Nachruf.
Im Alter von 79 Jahren ist Dr. Axel Hirsch (13.11.1942 – 21.11.2021), ein Pionier moderner Therapie- und Schulungskonzepte und Fürsprecher für die Rechte von Menschen mit Diabetes, gestorben. Während seiner Zeit als Assistent am psychologischen Lehrstuhl in Hamburg ist Axel Hirsch an Typ-1-Diabetes erkrankt. Dies weckte in ihm die Neugier, mehr über psychologische Konzepte des Diabetes zu erfahren und auf diesem Gebiet zu forschen.
Auf seine Initiative hin ist es maßgeblich zurückzuführen, dass sich 1985 erstmals eine kleine Gruppe von Psychologen traf, um sich über psychologische Konzepte des Diabetes auszutauschen, woraus 1986 der „Arbeitskreis Diabetes und Psychologie“ entstand. 1990 wurde dieser dann in den gemeinnützigen Verein „Diabetes und Psychologie e. V.“ umgewandelt, seit 1992 auch als offizielle Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).
Axel Hirsch war die treibende Kraft hinter dieser Initiative und bis 1989 Erster Vorsitzender. Auch auf europäischer Ebene suchte er den Austausch mit Kollegen und war ebenfalls 1998 Gründungs- und Vorstandsmitglied der Studiengruppe PSAD (Psychosocial Aspects of Diabetes Study Group) der europäischen Diabetes-Gesellschaft (EASD). Als klinischer Psychologe am Krankenhaus Bethanien (Hamburg) war Axel Hirsch einer der ersten Psychologen, der kontinuierlich im Diabetes-Team arbeitete.
Mit Axel Hirsch ist vor allem der Begriff „Empowerment“ verbunden – dem Anliegen, dass Menschen mit Diabetes ihr Leben und auch ihre Diabetestherapie selbstständig nach eigenen Zielen, Werten und Überzeugungen gestalten. Gemeint ist damit, dass nicht Ärzte oder andere Experten über die Therapie entscheiden, sondern Menschen mit Diabetes diese selbst für sich bestimmen. Was mittlerweile Standard und auch in den aktuellen Leitlinien sowie dem Patientenrechtegesetz so zu finden ist, war zu der damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit.
Um Patienten zu stärken, schrieb er eines der ersten Patientenbücher zum Typ-1-Diabetes, welches auch heute noch als Neuauflage verfügbar ist. Sein Buch mit dem programmatischen Titel „Diabetes ist meine Sache“ ist ebenfalls noch beim Kirchheim-Verlag erhältlich. Als Autor schrieb er regemäßig im Diabetes-Journal, veröffentlichte zahlreiche Publikationen und war ein gefragter Redner auf Kongressen und in der Fort- und Weiterbildung. Nach seiner Pensionierung zog er mit seiner Frau nach Spanien, von wo aus er viele Reisen machte und sich leidenschaftlich der Botanik widmete.
Ohne Zweifel kann Axel Hirsch als ein Visionär bezeichnet werden, der mit seiner fortschrittlichen und kritischen Denkweise viele Impulse in der Diabetologie gesetzt hat, die noch heute spür- und greifbar sind. Danke, Axel, für das, was Du für Menschen mit Diabetes und „Diabetes und Psychologie“ geleistet hast, und viele prägende Erlebnisse mit Dir.
Autor:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (2) Seite 11
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stephanie-haack postete ein Update vor 11 Stunden, 17 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 13 Stunden, 3 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 11 Stunden, 5 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

