- Behandlung
Einfache Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes
2 Minuten
„Das Wichtigste für uns ist, dass immer weniger Menschen chronische Erkrankungen bekommen und die Menschen, die chronische Erkrankungen haben, immer besser behandelt werden. Dafür arbeiten wir“, so Dr. Matthias Axel Schweitzer (Novo Nordisk) in seiner Begrüßung zum „1. Lighthouse Innovation Summit“ des Unternehmens im März. 341 Ärztinnen und Ärzte nahmen virtuell daran teil. Prof. Thomas Pieber sprach über Typ-2-Diabetes-Behandlung und über „100 Jahre Insulin“.
Wer Diabetes hat oder in der Diabetologie arbeitet, der weiß: Die Behandlung verändert sich ständig, immer wieder kommen neue Wirkstoffe, Strategien, Medikamente und Technologien hinzu. Sie können das Leben mit Diabetes verbessern.
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes zu nennen sind z. B. „orale Antidiabetika“, „GLP-1-Rezeptor-Agonisten“ und natürlich neuere Insuline. Laut Prof. Thomas Pieber können moderne Basalinsuline wie Insulin degludec (Handelsname Tresiba) Menschen mit Typ-2-Diabetes beim Start mit einer Insulintherapie besser unterstützen.
Gerade wer Typ-2-Diabetes hat, der habe, so der Diabetes-Experte aus Graz, im Alltag bereits viele Herausforderungen – durch Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen sowie Einschränkungen durch die Erkrankung selbst. Ein möglichst einfach anzuwendendes und möglichst sicheres Insulin könne hier gleich zum Einstieg sinnvoll sein.
100 Jahre Innovationen, Entwicklungen
Insulin revolutionierte seit seiner Entdeckung 1921 die Behandlung, rettete Millionen Menschen das Leben. Insulinpräparate werden seit 100 Jahren fortlaufend weiterentwickelt, vor 25 Jahren wurden die Insulinanaloga eingeführt – in dem Symposium nannte Experte Pieber positive Eigenschaften moderner Basalinsuline wie flaches und stabiles Wirkprofil über den ganzen Tag und bei Bedarf Flexibilität beim täglichen Injektionszeitpunkt.
Als Beispiele für Insulinanaloga der aktuellsten Generation nannte Pieber neben Insulin degludec die weiterentwickelte Insulin-aspart-Formulierung (Name: Fiasp). Das Sicherheitsprofil moderner Insuline sei gut dokumentiert.
Weitere Innovationen auf dem Gebiet der Insuline sind in der Entwicklung, so heißt es: Ein Studienprogramm in einem fortgeschrittenen Forschungsstadium („Phase III“) wurde Ende 2020 gestartet mit Insulin icodec: einem Basalinsulin, das zur einmal wöchentlichen Injektion bei Menschen mit Typ-2-Diabetes erprobt wird. Zudem wird an der Entwicklung eines Depotinsulins geforscht, das auf Glukosewerte reagiert und so Schwankungen im Blutzuckerspiegel intelligent ausgleichen soll, wodurch das Risiko für Unterzuckerungen womöglich weiter reduziert werden könnte.
von Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (5) Seite 10
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Begleit-Erkrankungen
- Aktuelles
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 23 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
