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Epigenetische Marker im Blut: differenzierte Risiko-Abschätzung für Prädiabetes
2 Minuten
Prädiabetes ist keine einheitliche Vorstufe des Typ-2-Diabetes, sondern eine ausgeprägt heterogene Stoffwechselstörung. Ein deutsches Forschungsteam hat nun mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) epigenetische Marker Marker im Blut identifiziert, die auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und diabetesassoziierte Folge-Erkrankungen hinweisen.
Für Menschen mit Prädiabetes eröffnet sich grundsätzlich ein wichtiges Zeitfenster für präventive Maßnahmen. Frühzeitige Lebensstilinterventionen können das Fortschreiten der Stoffwechselstörung verlangsamen oder in einigen Fällen sogar eine Remission ermöglichen.
Voraussetzung dafür ist jedoch eine verlässliche individuelle Risikoabschätzung. Während ein Teil der Betroffenen nur ein geringes Erkrankungsrisiko aufweist, entwickeln andere mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Typ-2-Diabetes oder relevante Folgeerkrankungen und benötigen entsprechend intensivere Interventionen.
Prädiabetes-Cluster mit unterschiedlichem Risikoprofil
Frühere Studien des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) e.V. und seiner Partner hatten bereits gezeigt, dass sich Prädiabetes in mindestens sechs Cluster einteilen lässt, die sich deutlich hinsichtlich Stoffwechselprofil, Krankheitsverlauf und Komplikationsrisiko unterscheiden. Drei dieser Cluster sind mit einem moderaten, drei mit einem hohen Risiko für Typ-2-Diabetes beziehungsweise Folgeerkrankungen assoziiert. Die Zuordnung zu diesen Clustern erfordert bislang jedoch aufwendige klinische Untersuchungen, darunter orale Glukosetoleranztests (oGTT), detaillierte Insulinmessungen und bildgebende Verfahren.
Diese differenzierte Klassifikation sei wissenschaftlich sehr wertvoll, für die routinemäßige Anwendung im klinischen Alltag jedoch zu komplex, erläutert Dr. Meriem Ouni, korrespondierende Autorin der Studie und Wissenschaftlerin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), einem Partner des DZD. Ziel der aktuellen Arbeit sei es daher gewesen zu prüfen, ob sich die verschiedenen Risikogruppen auch anhand leicht zugänglicher Blutmarker identifizieren lassen.
Epigenetische Marker als biologischer Fingerabdruck
In der nun im Fachmagazin „Biomarker Research“ veröffentlichten Studie kombinierten die Forschenden Analysen der DNA-Methylierung aus Blutproben mit Methoden des maschinellen Lernens. Untersucht wurden Proben aus mehreren Studienkohorten, deren Prädiabetes-Risikoprofile bereits bekannt waren. Das Ergebnis: Anhand von 1.557 epigenetischen Markern im Blut konnten Personen den Hochrisiko-Clustern mit einer Genauigkeit von rund 90 Prozent korrekt zugeordnet werden – auch in einer unabhängigen Validierungskohorte.
Auffällig ist, dass viele dieser Marker clusterspezifisch sind und unterschiedliche biologische Signalwege widerspiegeln. Ein Großteil der identifizierten Marker war bereits aus früheren epigenomweiten Studien bekannt und steht im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes, chronischen Entzündungsprozessen sowie Herz- und Nierenerkrankungen. Sie könnten damit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der biologischen Heterogenität von Prädiabetes leisten.
Perspektiven für Prävention und Versorgung
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass epigenetische Marker im Blut ein leistungsfähiges Frühwarnsystem darstellen, erklärt Prof. Dr. Annette Schürmann, Vorständin im DZD und Letztautorin der Studie. Sie spiegelten nicht nur den aktuellen Stoffwechselzustand wider, sondern lieferten zugleich Hinweise auf den zukünftigen Krankheitsverlauf. Auf diese Weise ließen sich Menschen mit besonders hohem Risiko für Diabetes und Komplikationen identifizieren, noch bevor ausgeprägte Stoffwechselentgleisungen auftreten.
Langfristig könnte dieser Ansatz die Prävention und Versorgung von Menschen mit Prädiabetes deutlich verändern. Anstelle zeit- und kostenintensiver klinischer Untersuchungen wäre ein standardisierter Bluttest denkbar, der eine differenzierte Risikobewertung ermöglicht und präventive Maßnahmen gezielter steuert als bisher. Prävention könnte damit früher ansetzen und stärker individualisiert werden.
Der nächste Schritt bestehe nun darin, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in einen praxistauglichen Test zu überführen, so Dr. Ouni. Zunächst solle die Zahl der Marker gezielt reduziert werden. Darauf aufbauend sei die Entwicklung eines maßgeschneiderten Analyse-Chips geplant, der eine einfache und zugleich kosteneffiziente Identifikation von Prädiabetes-Risikoclustern in der Routinediagnostik erlaubt.
mit Materialien des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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