- Behandlung
„Gesünder unter 7 PLUS“: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hat erhöhtes Diabetes-Risiko
3 Minuten
Insgesamt mehr als 35.000 Menschen haben im Rahmen der Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt – Gesünder unter 7 PLUS“ seit 2005 am Diabetes-Risikocheck teilgenommen. Im vergangenen Jahr zeigte sich bei mehr als der Hälfte der 1.222 Teilnehmer ein erhöhtes Diabetes-Risiko.
Egal ob im Netz oder vor Ort bei Aktionstagen: Die von Sanofi initiierte Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ findet jedes Jahr neue Wege und Themen, um die Aufmerksamkeit auf die Volkskrankheit Diabetes zu lenken. Wie wichtig das ist, zeigt die aktuelle Auswertung der Risikocheckbogen von 2018. Fast die Hälfte aller Teilnehmer hatte ein Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
Bei den Menschen mit Typ-2-Diabetes lag im letzten Jahr bei mehr als einem Drittel der Teilnehmer der Langzeitblutzuckerwert HbA1c über sieben Prozent. Zudem alarmiert ein Blick auf die Cholesterinwerte. Bei mehr als drei Vierteln der Menschen mit Diabetes, die ihr Cholesterin am Aktionsstand messen ließen, war das LDL-Cholesterin zu hoch (> 70 mg/dl).
Wieso „unter 7“?
Der HbA1c-Wert ist eine wichtige Kenngröße bei der Diagnose des Diabetes und im Diabetes-Management. Bei gesunden Menschen liegt er zwischen 4,5 und 6,5 Prozent, also „unter 7“.
Bei Menschen mit Diabetes ist die „7“ ein anerkannter Richtwert. Laut Nationaler Versorgungsleitlinie des Diabetes mellitus Typ-2 liegt der Zielkorridor zwischen 6,5 und 7,5 Prozent. Zielwerte und die dafür notwendige Therapie werden ausschließlich vom behandelnden Arzt zusammen mit dem Patienten individuell festgelegt.
Erhöhtes Diabetesrisiko bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer
Mehr als 35.000 Menschen haben von 2005 bis 2018 bereits am Risikocheck teilgenommen; 2018 wurden 1.222 Risikochecks ausgewertet. Mit dem Diabetes-Risikocheckbogen FINDRISK modifiziert nach Lindström, wurden Fragen zum Beispiel zu den Lebensgewohnheiten gestellt sowie Blutzucker, Blutdruck, Taillenumfang. Und bei Menschen mit bekanntem Diabetes der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) und die Fettwerte gemessen.
Von den 1.222 Teilnehmern des Risikochecks gaben 86 Prozent (n = 1.048) an, bisher nicht an Diabetes erkrankt zu sein. Die Auswertung ihrer Risikocheckbogen ergab, dass 55 Prozent (n = 582) ein erhöhtes Risiko haben, in den nächsten zehn Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ein genauerer Blick auf die Daten macht deutlich, dass sich das erhöhte Risiko in den klassischen Risikofaktoren wie zum Beispiel bekannter Typ-2-Diabetes in der Familie, ein erhöhter BMI (Body Mass Index) und Taillenumfang widerspiegelt:
Bei 43 Prozent (n = 449) ist bereits ein naher Verwandter an Diabetes erkrankt, der Taillenumfang war bei 77 Prozent (n = 808) erhöht (Frauen ≥ 80 cm, Männer ≥ 94 cm) und mit einem BMI von über 25 – 30 waren 41 Prozent (n = 427) beziehungsweise einem BMI von sogar über 30 waren 16 Prozent (n = 171) der Teilnehmer übergewichtig beziehungsweise stark adipös.
Langzeitblutzucker- und Cholesterinwerte
Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten auch auf ihre Cholesterinwerte achten. Deshalb werden bei „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ die Cholesterinwerte bestimmt. Ist das „schlechte“ LDL-Cholesterin zu hoch, kann es zu Herz-Kreislauf-Komplikationen kommen. Anlässlich des Diabetes-Risikochecks bei „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ haben im letzten Jahr 122 Menschen mit Typ-2-Diabetes das LDL-Cholesterin bestimmen lassen. Bei 76 Prozent (n = 93) der Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes lag der LDL-Cholesterinwert über 70 mg/dl (Grenzwert für Menschen mit Diabetes).
Bei 36 Prozent der Menschen mit bereits diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, die ihren Langzeitblutzuckerwert bestimmen ließen (n = 126), lag dieser Wert über sieben Prozent (n = 45).
In diesem Jahr besucht „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ am 29. August 2019 das Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach, Frankfurt. Auch dort haben die Besucher vor Ort die Möglichkeit, ihr individuelles Diabetes-Risiko ermitteln zu lassen. Denn nur wer weiß, ob er zur Risikogruppe zählt oder erhöhte Werte hat, kann aktiv werden und daran etwas ändern.
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“: Zusammen nachhaltig aufklären
Die Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ steht für bundesweite, nachhaltige Informationen über die Volkskrankheit Diabetes: Mehr als 750.000 Besucher an 54 Standorten und mehr als 35.000 ausgewertete Risikochecks liefern fundierte Daten.

Die ausgewerteten Risikochecks und die Erfahrungen vor Ort zeigen, dass weiter informiert werden muss. Viele Menschen werden von ihrem Diabetes-Risiko überrascht und nur etwa die Hälfte der Menschen mit Diabetes erreichen eine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung.
Aufklärung über Diabetes seit 2005
Die vom Unternehmen Sanofi initiierte Aktion kooperiert seit 2005 mit Fachgesellschaften, Patientenorganisationen, Krankenkassen und Medien – darunter auch das Diabetes-Journal und die Blood Sugar Lounge:
die Partner der Aktion (zum Ausklappen anklicken)
Adipositas Stiftung, Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Blood Sugar Lounge, Cholesterin und Co e.V. (CholCo), DAK Gesundheit, Deutscher Diabetiker Bund e.V. (DDB), Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF), Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes e.V. (DDH-M), Deutsche Diabetes Stiftung (DDS), Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen e. V. (DGPR), Diabetes-Journal, Diabetes Zeitung, Diabetologen eG Baden-Württemberg, DiaExpert, Deutscher Tanzsportverband e.V. (DTV), EuroMedix Health am Dom GmbH, gesundheit.com, gesundheitswirtschaft rhein-main e.V., HealthCapital, herzmedizin, Insulinclub.de, LZ Gesundheitsreport, Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD).
Weitere Informationen finden Sie unter www.gesuender-unter-7.de
mit Materialien von Sanofi
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung
- Behandlung
12 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 4 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?-
ole-t1 antwortete vor 4 Tagen
Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
-
ole-t1 antwortete vor 4 Tagen
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
-
schorschlinger antwortete vor 3 Tagen, 21 Stunden
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
-
hexle antwortete vor 2 Tagen, 20 Stunden
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
-
hexle antwortete vor 2 Tagen, 20 Stunden
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….
-
-
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
-
diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
-
gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
-
crismo antwortete vor 6 Tagen, 19 Stunden
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
-
