- Begleit-Erkrankungen
Herzrhythmus-Störungen: Wenn das Herz aus dem Takt gerät
6 Minuten

Ein „komisches“ Gefühl in der Brust hat manch einer vielleicht schon bemerkt, ihm aber keine Bedeutung beigemessen. Das könnte Vorhofflimmern gewesen sein, das spontan wieder aufgehört hat. Bleibt das das Herz dauerhaft aus dem Takt, kann das schwerwiegende Folgen haben. Daher sind genaue Diagnostik und zielgerichtete Therapie von Herzrhythmus-Störungen unumgänglich.
Dass das Herz aus dem Takt gerät, kann verschiedene Ursachen haben. Störungen des Herzrhythmus können entstehen, wenn der Taktgeber (Impulsgeber) im Herzen gestört ist oder wenn die korrekt abgegebenen Takte (Impulse) nicht richtig im Herzen weitergeleitet werden. Zugrunde liegen können Erkrankungen des Herzens selbst, aber auch andere Erkrankungen (siehe Tabelle 1). Man findet Herzrhythmus-Störungen aber auch bei ansonsten gesunden Menschen.
Diese Störungen können „harmlos“ sein, wenn sie „nur“ das Befinden beeinflussen durch leichten Schwindel, „komisches Gefühl“ in der Brust usw. Sie können aber auch schwerwiegende Folgen haben, wenn die Erkrankungen, die sie auslösen, entsprechende Risiken bergen. Das kann eine Erkrankung des Herzmuskels (Kardiomyopathie) mit oder ohne Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sein.
Auch angeborene Krankheiten am Herzen wie das Long-QT-Syndrom oder das Brugada-Syndrom können zu Herzrhythmus-Störungen führen und bereits in jungem Alter einen „plötzlichen Herztod“ verursachen. Bei entsprechender Krankheits-Vorgeschichte in der Familie ist eine frühe Diagnose lebenswichtig.
Tab. 1: Ursachen von Herzrhythmus-Störungenangeborene Erkrankungen des HerzensKardiomyopathien (Erkrankungen des Herzmuskels)
| angeborene Erkrankungen des Herzens |
|
| erworbene Erkrankungen des Herzens |
|
| Ursachen, die nicht im Herzen selbst liegen |
Auch „harmlose“ Beschwerden ernst nehmen
Treten vermeintlich harmlose Beschwerden wie Herzstolpern, Herzrasen, „komisches Gefühl“ und Enge in der Brust auf, sollte dies Anlass zu weiterer Diagnostik sein. Schwerwiegendere Beschwerden wie Luftnot, Benommenheit, Krämpfe, Sprachstörungen, aber auch eine Enge in der Brust können schon Zeichen einer organischen Schädigung sein. Im Folgenden soll die häufigste Herzrhythmus-Störung weltweit, das Vorhofflimmern, besprochen werden.
Die Tochter misst den Blutdruck und den Puls. Der Puls ist unregelmäßig und schnell. Ein EKG beim Hausarzt zeigt Vorhofflimmern, der Puls liegt bei mehr als 140 Schlägen pro Minute. In der Klinik empfiehlt man Petra A. eine Behandlung mit „Elektroschock“ (Kardioversion), da dieses Vorhofflimmern neu aufgetreten war. Nach reiflichem Überlegen und trotz vorhandener Ängste willigt sie schließlich ein.
Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.
Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung

5 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
jseiffert postete ein Update vor 5 Tagen, 17 Stunden
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomas




