Hyperglykämien: Wenn hohe Blutzuckerwerte gefährlich werden

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Hyperglykämien: Wenn hohe Blutzuckerwerte gefährlich werden | Foto: VectorMine – stock.adobe.com
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Hyperglykämien: Wenn hohe Blutzuckerwerte gefährlich werden

Nicht nur niedrige Blutzuckerwerte können zu Furcht führen – auch sehr hohe Blutzuckerwerte (Fachbegriff: Hyperglykämien) mit starker Entgleisung können gefährlich sein und sollten im Blick behalten werden. Dieser Artikel klärt über Ursachen auf und Möglichkeiten, sie zu verhindern.

Trotz der modernen Therapie des Typ-1-Diabetes durch innovative Medikamente und exzellente Überwachungs-Möglichkeiten mit Sensoren zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM) kann es zu Entgleisungen der Glukosewerte kommen. Viele Menschen mit Diabetes fürchten sich meistens mehr vor dem Unterzucker (Hypoglykämie) als vor dem Überzucker, weil Ersterer deutlich häufiger vorkommt. Allerdings kann auch eine Überzuckerung – die Hyperglykämie – durchaus gefährlich werden. Wenn man die Ursachen kennt, kann man sie eher verhindern und so der Hyperglykämie ihren Schrecken nehmen.

Idealerweise sollten bei Menschen mit Diabetes mindestens 70 Prozent aller Werte zwischen 70 und 180 mg/dl bzw. 3,9 und 10,0 mmol/l liegen. Je nachdem, was man isst oder körperlich tut, dürfen die Werte auch kurzfristig außerhalb dieses Bereichs liegen. Gefährlich werden erhöhte Werte dann, wenn diese über mehrere Stunden höher als 250 mg/dl bzw. 13,9 mmol/l liegen und sich nicht mehr ausreichend senken lassen.

So entsteht eine Hyperglykämie

Die Ursachen für eine Überzuckerung sind entweder ein absoluter oder ein relativer Insulin-Mangel. Der absolute Insulin-Mangel entsteht, wenn versehentlich oder unbemerkt zu wenig Insulin zugeführt wurde. Typische Beispiele sind vergessene Insulingaben für Mahlzeiten bei der intensivierten Insulintherapie oder ein Leck in Katheter oder Kanüle bei der Therapie mit Insulinpumpe.

Ein relativer Insulin-Mangel entsteht, wenn mehr Insulin benötigt wird, als verabreicht wurde. Dies kann beispielsweise bei Krankheits-bedingtem oder sonstigem Stress auftreten, weil Stress-Hormone Gegenspieler von Insulin sind und Glukosewerte ansteigen lassen. Aber auch ein aufgrund anderer Ursachen höherer Insulinbedarf, dem nicht durch Anpassen der Therapie Rechnung getragen wird, kann ebenso wie Fehler in der Therapie-Ausführung zu einer Hyperglykämie führen. Außerdem ist es immer noch nicht so selten, das ein neu aufgetretener Typ-1-Diabetes erst diagnostiziert wird, wenn er komplett entgleist ist (siehe folgende Abbildung).

Problematisch an den Ketonkörpern ist, dass diese das Blut übersäuern, was wiederum gefährlich ist, da der menschliche Organismus eine Übersäuerung nicht gut verträgt. Man spricht bei diesem Krankheitsbild von einer Ketoazidose.

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße