- Behandlung
Hyperglykämien: Wenn hohe Blutzuckerwerte gefährlich werden
6 Minuten

Nicht nur niedrige Blutzuckerwerte können zu Furcht führen – auch sehr hohe Blutzuckerwerte (Fachbegriff: Hyperglykämien) mit starker Entgleisung können gefährlich sein und sollten im Blick behalten werden. Dieser Artikel klärt über Ursachen auf und Möglichkeiten, sie zu verhindern.
Trotz der modernen Therapie des Typ-1-Diabetes durch innovative Medikamente und exzellente Überwachungs-Möglichkeiten mit Sensoren zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM) kann es zu Entgleisungen der Glukosewerte kommen. Viele Menschen mit Diabetes fürchten sich meistens mehr vor dem Unterzucker (Hypoglykämie) als vor dem Überzucker, weil Ersterer deutlich häufiger vorkommt. Allerdings kann auch eine Überzuckerung – die Hyperglykämie – durchaus gefährlich werden. Wenn man die Ursachen kennt, kann man sie eher verhindern und so der Hyperglykämie ihren Schrecken nehmen.
Idealerweise sollten bei Menschen mit Diabetes mindestens 70 Prozent aller Werte zwischen 70 und 180 mg/dl bzw. 3,9 und 10,0 mmol/l liegen. Je nachdem, was man isst oder körperlich tut, dürfen die Werte auch kurzfristig außerhalb dieses Bereichs liegen. Gefährlich werden erhöhte Werte dann, wenn diese über mehrere Stunden höher als 250 mg/dl bzw. 13,9 mmol/l liegen und sich nicht mehr ausreichend senken lassen.
So entsteht eine Hyperglykämie
Die Ursachen für eine Überzuckerung sind entweder ein absoluter oder ein relativer Insulin-Mangel. Der absolute Insulin-Mangel entsteht, wenn versehentlich oder unbemerkt zu wenig Insulin zugeführt wurde. Typische Beispiele sind vergessene Insulingaben für Mahlzeiten bei der intensivierten Insulintherapie oder ein Leck in Katheter oder Kanüle bei der Therapie mit Insulinpumpe.
Ein relativer Insulin-Mangel entsteht, wenn mehr Insulin benötigt wird, als verabreicht wurde. Dies kann beispielsweise bei Krankheits-bedingtem oder sonstigem Stress auftreten, weil Stress-Hormone Gegenspieler von Insulin sind und Glukosewerte ansteigen lassen. Aber auch ein aufgrund anderer Ursachen höherer Insulinbedarf, dem nicht durch Anpassen der Therapie Rechnung getragen wird, kann ebenso wie Fehler in der Therapie-Ausführung zu einer Hyperglykämie führen. Außerdem ist es immer noch nicht so selten, das ein neu aufgetretener Typ-1-Diabetes erst diagnostiziert wird, wenn er komplett entgleist ist (siehe folgende Abbildung).
Problematisch an den Ketonkörpern ist, dass diese das Blut übersäuern, was wiederum gefährlich ist, da der menschliche Organismus eine Übersäuerung nicht gut verträgt. Man spricht bei diesem Krankheitsbild von einer Ketoazidose.
Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.
Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung

5 Minuten
- Behandlung

5 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
philipa postete ein Update vor 5 Stunden, 7 Minuten
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!- calvin240 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
- uho1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
- calvin240 antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße




