Kolumne | Zum guten Schluss: Zeit für Impfungen

2 Minuten

© vetre - stock.adobe.com
Kolumne | Zum guten Schluss: Zeit für Impfungen

Der Herbst naht, und damit rückt die Grippe- und Corona-Impfung wieder in den Fokus. Wie Alex Adabei in ihrer Kolumne hinweist, ist es also wieder Zeit, den Impfpass zu prüfen, Auffrischungen vorzunehmen und neue Impfungen in Betracht zu ziehen.

Obwohl es noch sommerlich warm ist, gehen die Blicke allmählich in Richtung Herbst. Dann beginnt wieder die Zeit der Impfungen gegen die Influenza, die “echte Grippe”. Sinnvoll ist auch, dabei einmal in den Impf-Pass zu sehen: Wo reicht der Impf-Schutz noch? Welche Impfungen müssen aufgefrischt werden? Welche neuen Impfungen sind verfügbar, die auch sinnvoll und hilfreich sein können? Auch die Impfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 gehört in diesen Reigen.

Natürlich weiß ich, dass Impfungen auch Nebenwirkungen haben können. Ich weiß auch, dass sie nicht jede Erkrankung, vor der die jeweilige Impfung schützen soll, verhindern. Aber oft verlaufen Erkrankungen milder, wenn man gegen die auslösenden Erreger geimpft ist.

Besonders, wenn man älter wird wie viele Menschen in meinem Umkreis, lässt die Abwehr durch das körpereigene Immunsystem nach. Erkrankungen wie ein Diabetes können das Immunsystem zusätzlich schwächen. Infektionen haben so ein leichteres Spiel, richtig zuzuschlagen, und können mitunter Verheerendes anrichten.

Gerade musste ich erleben, was das Varizella-Zoster-Virus auslösen kann. Dieses Virus schlummert nach einer Windpocken-Erkrankung in jüngerem Alter in den Nervenzellen des Körpers. Bei nachlassendem Immunsystem kommt das Virus aus seinem Versteck wieder hervor.

Meist zeigt sich die Erkrankung dann in Form einer Gürtelrose, was sehr unangenehm und belastend sein kann. Schlimmer noch ist es, wenn das Virus eine Gehirn-Entzündung auslöst. Das ist sehr selten und oft auch Ärzten, die nicht in der Neurologie arbeiten, nicht vertraut. Aber es kann eben passieren. Selbst wenn man diese schwere Krankheit überlebt, bleiben oft gravierende Folgen im Gehirn zurück. Oft endet diese dramatische Krankheit aber auch tödlich.

Ob eine Impfung diese dramatische Erkrankung verhindert hätte, gerade wenn das Immunsystem schon sehr schwach ist, kann ich nicht sagen. Für mich aber ist klar:Ich lasse mich impfen, wenn ich zur Gruppe derer gehöre, die geimpft werden können. Das ist das Mindeste, was ich tun kann.

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

von Alex Adabei

Alex Adabei war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Frau mit vielen Bekannten und Verwandten mit Typ-2-Diabetes, die von ihren Typ-F-Erfahrungen berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2024; 72 (8) Seite 82

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Weitere Autoimmun-Erkrankungen: Typ-1-Diabetes kommt selten allein
Typ-1-Diabetes ist eine Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems, bei dem die eigenen Zellen der Bauchspeicheldrüse als fremd angesehen und angegriffen werden. Diese Fehlsteuerung kann parallel auch noch andere Gewebe im Körper betreffen und weitere Autoimmun-Erkrankungen hervorrufen. Hier geben wir einen Überblick,
Weitere Autoimmun-Erkrankungen: Typ-1-Diabetes kommt selten allein | Foto: Thipphaphone – stock.adobe.com

5 Minuten

Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren – mit Video und Podcast
Shirin erfuhr nach ihrer Gürtelrose-Erkrankung, dass Diabetes das Risiko erhöhen kann. Heute appelliert sie, gut informiert zu sein, Risiken zu kennen und die Vorsorge ernst zu nehmen.
Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren | Foto: MedTriX

3 Minuten

Anzeige
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 1 Tag, 14 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute