- Behandlung
Neue Hoffnung durch personalisierte Medizin: Meilenstein für die Prävention des Typ-1-Diabetes
3 Minuten
Eine wegweisende Studie zeigt erstmals, dass die Wirksamkeit einer vorbeugenden Diabetes-Behandlung von den Genen des Kindes abhängt. Die Erkenntnisse liefern laut der beteiligten Forschenden einen Meilenstein für die personalisierte Prävention des Typ-1-Diabetes.
Typ-1-Diabetes ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Bisher galt die Autoimmunkrankheit, bei der das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift, als nicht vermeidbar. Doch neue Forschungsergebnisse der POInT-Studie, die kürzlich im renommierten Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurden, geben Anlass zur Hoffnung. Eine orale Insulinbehandlung könnte den Ausbruch der Krankheit verzögern – allerdings nur bei bestimmten Kindern.
Die von der Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes (GPPAD) koordinierte Studie untersuchte über mehrere Jahre hinweg 1.050 Kinder mit erhöhtem genetischem Risiko. Sie wurde infünf europäischen Ländern durchgeführt. Das Besondere: Die Forscher verabreichten den Kindern bereits im Säuglingsalter täglich Insulinpulver, um das Immunsystem an das körpereigene Hormon zu gewöhnen und so eine Autoimmunreaktion zu verhindern.
Genetische Ausstattung entscheidet über Therapieerfolg
Obwohl das ursprüngliche Studienziel – eine generelle Reduktion der krankheitstypischen Autoantikörper – nicht erreicht wurde, brachten die Analysen überraschende Erkenntnisse zutage. „Die POInT-Studie könnte die Art und Weise verändern, wie wir antigenbasierte Therapien bei Typ-1-Diabetes einsetzen. Auch wenn die orale Insulintherapie die Bildung von Inselautoantikörpern nicht wie erhofft verhindert hat, deuten die Daten darauf hin, dass sie den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen könnte”, erläutert Studienleiterin Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung bei Helmholtz Munich.
Der entscheidende Durchbruch lag in der Erkenntnis, dass die Wirksamkeit der Behandlung stark von der individuellen genetischen Ausstattung der Kinder abhängt. „Zum einen zeigte sich bei den Kindern, die oral Insulin erhalten hatten, eine Verzögerung des Übergangs zur klinischen Erkrankung – das ist bereits eine ermutigende Nachricht. Zum anderen fiel auf, dass der Behandlungseffekt stark von der genetischen Ausstattung der Kinder abhängt. Besonders bei Kindern mit Risikovarianten des Insulin-Gens für Typ-1-Diabetes scheint eine Verzögerung des Erkrankungsbeginns möglich zu sein. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für gezielte, personalisierte Präventionsstrategien”, erklärt Prof. Ziegler.
Ergebnisse liefern „Anlass zu vorsichtigem Optimismus“
Die genetischen Unterschiede zeigten sich besonders deutlich in den Behandlungseffekten. Prof. Dr. Ezio Bonifacio vom Zentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden präzisiert: „Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden hatte Varianten, die das Risiko für Typ-1-Diabetes erhöhen. Bei diesen Kindern schützte die orale Insulinbehandlung vor der Entwicklung von Diabetes. Im Gegensatz dazu nahm bei Kindern ohne Risikovariante die Zahl der Inselautoantikörper unter der oralen Insulinbehandlung sogar zu.”
Diese scheinbar paradoxen Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer personalisierten Herangehensweise. „Auch wenn der genaue Mechanismus noch unklar ist, geben die Resultate Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Mit der gezielten Auswahl der zu behandelnden Kinder könnte es in Zukunft möglich sein, den Krankheitsverlauf entscheidend zu beeinflussen”, ergänzt Prof. Bonifacio.
POInT-Studie: Wegweisende Forschung mit Langzeitperspektive
Die Studie basiert auf einem beeindruckenden logistischen Aufwand: Um die 1.050 Hochrisiko-Kinder zu identifizieren, screeneten die Forscher fast 242.000 Säuglinge unter vier Monaten in Belgien, Deutschland, Polen, Schweden und Großbritannien. Mittels eines genetischen Risikoscores konnten etwa ein Prozent der Kinder als Hochrisikogruppe identifiziert werden – in Deutschland läuft dieses Programm unter dem Namen Freder1k.
Die POInT-Studie wird nun mit einer erweiterten Nachbeobachtung bis zum zwölften Lebensjahr der Teilnehmenden fortgesetzt. Bis zum sechsten Lebensjahr entwickelten bereits etwa zehn Prozent der Kinder die charakteristischen Autoantikörper, die bei der Mehrheit später in einen klinischen Typ-1-Diabetes übergehen. „Da POInT jahrzehntelange Pionierarbeit zum Verständnis und zur Prävention von Typ-1-Diabetes zusammenführt, stellt die Studie einen wichtigen wissenschaftlichen Meilenstein dar. Gleichzeitig folgt sie meiner persönlichen Mission: eine Welt ohne Typ-1-Diabetes”, betont Prof. Ziegler.
Wissenschaftliche Grundlage der oralen Immunintervention
Typ-1-Diabetes entsteht durch eine Autoimmunreaktion gegen insulinproduzierende Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Dieser Prozess beginnt häufig im frühen Kindesalter. Er ist durch spezifische Autoantikörper charakterisiert, wobei Insulin selbst oft im Zentrum der Immunreaktion steht.
Die Studienrationale basierte auf der Hypothese, dass eine orale Gabe hoher Insulindosen zur Entwicklung einer Immuntoleranz beitragen könnte, analog zu etablierten Ansätzen in der Allergieprävention. Zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat erhielten die POInT-Teilnehmenden bis zum dritten Lebensjahr entweder täglich orale Insulinmengen (initial 7,5 mg, innerhalb von vier Monaten auf 67,5 mg gesteigert) oder Placebo. Die Nachbeobachtung erstreckte sich bis zum Alter von sechs Jahren und sechs Monaten.
POInT ist die erste randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie, die den Einfluss oraler Insulingabe auf die Entwicklung von Inselautoimmunität und Typ-1-Diabetes bei Kindern mit erhöhtem Risiko untersucht. Die langfristige Zielsetzung liegt in der Identifikation pharmakogenetischer Zusammenhänge, die eine personalisierte Prävention ermöglichen könnten.
von Gregor Hess
mit Materialien des Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 14 Stunden, 2 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 12 Stunden, 9 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 9 Stunden, 31 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
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renrew postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
gibt es Tips oder Ratschläge dieser Pumpe betreffend?
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moira antwortete vor 5 Tagen, 16 Stunden
Das kommt sehr darauf an – in welchem Bereich?
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