- Behandlung
Silizium für Haut, Haar und Gelenke
2 Minuten
Sie stärkt Haare, Haut, Nägel und Gelenke. Sogar bei Pickeln, Insektenstichen oder Sonnenbrand gibt es schnelle SOS-Hilfe: dank Kieselsäure!
Kieselsäure ist ein Spurenelement, das gern als Kur für Haare, Nägel und eine straffe Haut empfohlen wird. Sie unterstützt Aufbau und Funktion von Gelenkknorpeln und Bindegewebe. Meist ist sie als Gel in Drogeriemärkten und Apotheken im Angebot. Nach Sauerstoff ist Silizium das zweithäufigste Element der Erde. In Form von Kieselsäure findet es sich beispielsweise in Stützgerüsten winziger Meeresbewohner: den Kieselalgen. Sie lebten vor Millionen Jahren im Meer. Heute sind sie in Form von Kies, Sand oder auch Feuerstein, Opal und Quarz allgegenwärtig.
Kieselsäure kann man essen
Die empfohlene Silizium-Tagesmenge für Erwachsene liegt bei 10 bis 40 mg. Besonders Haferflocken, Gerste, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Spinat, Sellerie und Wurzelgemüse bieten sich als natürliche Quelle. Ganz gleich, ob Kieselerde (in Verbindung mit Sauerstoff) oder als Gel (in Verbindung mit Sauerstoff und Wasser): Beide enthalten Silizium, jedoch in unterschiedlicher Form und Größe.
Was Silizium im Körper bewirkt
Die im Kieselsäure-Gel enthaltenen Siliziumpartikel gelangen über den Magen-Darm-Trakt zur Blutbahn. Von dort werden sie direkt zum Bindegewebe transportiert und sämtlichen Zellen zur Verfügung gestellt; so kann das 300-Fache ihres Gewichts an Wasser gebunden werden. Praktisch also als Schönheitspflege von innen für eine besser durchfeuchtete Haut, strafferes Bindegewebe, feste Nägel und fülligeres Haar.
Dazu wurde an der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf eine kleine Studie durchgeführt. Nach Beendigung einer halbjährlichen Kur mit Silizium-Gel zeigte sich bei den 55 Studienteilnehmerinnen eine Zunahme ihrer Haardicke um 13 Prozent. Sicher lässt sich das nicht pauschal auf die Allgemeinheit übertragen, doch schaden kann es wohl nicht. Ganz gleich, ob junger oder älterer Mensch: Silizium ist neben Kalzium wichtig zum Aufbau und Erhalt der Knochenstruktur. Dank Kieselsäure kann sich Kalzium besser in Knochen einlagern.
Aufgetupft, wenn es juckt und brennt
Nicht nur im Hinblick auf Schönheitspflege eignet sich Kieselsäure: Insektenstiche mehrmals täglich mit Gel betupfen, so wird unangenehmer Juckreiz gelindert. Bei Sonnenbrand und Sonnenallergie etwas Gel mit wenig Wasser verdünnen, großflächig auftragen. Es entfaltet sich ein angenehm kühlender Effekt. Bei Akne sowie unreiner Haut kann das mineralische Gel helfen: Entwickelt sich ein Pickel unter oder auf der Haut, etwas Gel daraufgeben. Etwa 10 Minuten einwirken lassen, dann mit einem feuchten Wattepad sanft abreiben.
von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (1) Seite 60-61
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