Silizium für Haut, Haar und Gelenke

2 Minuten

© konradbak - Fotolia.com
Silizium für Haut, Haar und Gelenke

Sie stärkt Haare, Haut, Nägel und Gelenke. Sogar bei Pickeln, Insektenstichen oder Sonnenbrand gibt es schnelle SOS-Hilfe: dank Kieselsäure!

Kieselsäure ist ein Spurenelement, das gern als Kur für Haare, Nägel und eine straffe Haut empfohlen wird. Sie unterstützt Aufbau und Funktion von Gelenkknorpeln und Bindegewebe. Meist ist sie als Gel in Drogeriemärkten und Apotheken im Angebot. Nach Sauerstoff ist Silizium das zweithäufigste Element der Erde. In Form von Kieselsäure findet es sich beispielsweise in Stützgerüsten winziger Meeresbewohner: den Kieselalgen. Sie lebten vor Millionen Jahren im Meer. Heute sind sie in Form von Kies, Sand oder auch Feuerstein, Opal und Quarz allgegenwärtig.

Kieselsäure kann man essen

Die empfohlene Silizium-Tagesmenge für Erwachsene liegt bei 10 bis 40 mg. Besonders Haferflocken, Gerste, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Spinat, Sellerie und Wurzelgemüse bieten sich als natürliche Quelle. Ganz gleich, ob Kieselerde (in Verbindung mit Sauerstoff) oder als Gel (in Verbindung mit Sauerstoff und Wasser): Beide enthalten Silizium, jedoch in unterschiedlicher Form und Größe.

Was Silizium im Körper bewirkt

Die im Kieselsäure-Gel enthaltenen Siliziumpartikel gelangen über den Magen-Darm-Trakt zur Blutbahn. Von dort werden sie direkt zum Bindegewebe transportiert und sämtlichen Zellen zur Verfügung gestellt; so kann das 300-Fache ihres Gewichts an Wasser gebunden werden. Praktisch also als Schönheitspflege von innen für eine besser durchfeuchtete Haut, strafferes Bindegewebe, feste Nägel und fülligeres Haar.

Dazu wurde an der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf eine kleine Studie durchgeführt. Nach Beendigung einer halbjährlichen Kur mit Silizium-Gel zeigte sich bei den 55 Studienteilnehmerinnen eine Zunahme ihrer Haardicke um 13 Prozent. Sicher lässt sich das nicht pauschal auf die Allgemeinheit übertragen, doch schaden kann es wohl nicht. Ganz gleich, ob junger oder älterer Mensch: Silizium ist neben Kalzium wichtig zum Aufbau und Erhalt der Knochenstruktur. Dank Kieselsäure kann sich Kalzium besser in Knochen einlagern.

Aufgetupft, wenn es juckt und brennt

Nicht nur im Hinblick auf Schönheitspflege eignet sich Kieselsäure: Insektenstiche mehrmals täglich mit Gel betupfen, so wird unangenehmer Juckreiz gelindert. Bei Sonnenbrand und Sonnenallergie etwas Gel mit wenig Wasser verdünnen, großflächig auftragen. Es entfaltet sich ein angenehm kühlender Effekt. Bei Akne sowie unreiner Haut kann das mineralische Gel helfen: Entwickelt sich ein Pickel unter oder auf der Haut, etwas Gel daraufgeben. Etwa 10 Minuten einwirken lassen, dann mit einem feuchten Wattepad sanft abreiben.


von Kirsten Metternich von Wolff

Kirsten Metternich von Wolff hat eine ernährungs­medizinische Ausbildung mit Zusatzqualifikation bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als freie Journalistin, Buchautorin und Referentin. Gesunde Ernährung bei Diabetes ist einer ihrer thematischen Schwerpunkte.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (1) Seite 60-61

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes und Augen: Netzhautschäden frühzeitig erkennen, Risiko senken und Sehvermögen schützen
Netzhautschäden zählen zu den häufigsten Diabetes-Folgen, bleiben jedoch oft über lange Zeit unbemerkt. Anlässlich des Tags der Netzhaut am 26. September informiert die DDG darüber, welche Warnzeichen man kennen sollten, wann Kontroll-Untersuchungen nötig sind und wie sich das Risiko senken lässt.
Diabetes und Augen: Netzhautschäden frühzeitig erkennen, Risiko senken und Sehvermögen schützen | Foto: Peakstock – stock.adobe.com

3 Minuten

Menschen mit Übergewicht: Vorurteile und Stigmatisierung in der ärztlichen Praxis
In der Gesellschaft sind Vorurteile und Stigmatisierung im Hinblick auf Menschen mit Übergewicht weit verbreitet. Auch im medizinischen Bereich können sie unbemerkt die Behandlung beeinflussen, etwa in der ärztlichen Praxis.
Eine Patientin im roten Oberteil spricht mit einem Arzt im weißen Kittel in einem Untersuchungszimmer. Auf dem Tisch liegen Unterlagen, daneben sind ein Anatomiemodell und medizinische Geräte zu sehen.

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂