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Typ-1-Diabetes: Forschungsnetzwerk sucht Teilnehmende
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Mit dem Ziel der Prävention und neuer Therapieansätze des Typ-1-Diabetes geht das europäische Forschungsnetzwerk INNODIA in die nächste Runde. Nach einer Pause aufgrund von COVID-19 sucht das Netzwerk wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer für wichtige Forschungsarbeiten.
Seit dem Start der Studie im Jahr 2015 hat sich INNODIA zu einem internationalen Forschungsnetzwerk etabliert – bestehend aus 27 wissenschaftlichen Einrichtungen, 4 Pharmaunternehmen, 2 Patientenorganisationen und einem mittelständischen Unternehmen. Im Rahmen der Beobachtungsstudie wurden europaweit bislang rund 3.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rekrutiert, darunter 400 Kinder und Erwachsene mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes und rund 3.200 Verwandte ersten Grades von Menschen mit Typ-1-Diabetes.
In Deutschland beteiligen sich das Kinder- und Jugendkrankenhaus „Auf der Bult“ in Hannover (Prof. Thomas Danne) und die Universität Ulm (Prof. Reinhard Holl) an der Rekrutierung und werden durch „Satellitenzentren“ in Düsseldorf, Freiburg und Hamburg unterstützt.
Teilnehmende werden gesucht
Für die INNODIA-Beobachtungsstudie werden nach wie vor Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland gesucht:
- Kinder und Erwachsene zwischen 1 und < 45 Jahren, bei denen in den vorhergehenden 6 Wochen Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde,
- Kinder und Erwachsene zwischen 1 und < 45 Jahren, die einen Verwandten ersten Grades mit Typ-1-Diabetes haben.
Start der Interventionsstudien
Neben der INNODIA-Beobachtungsstudie starten nun im Rahmen von „INNODIA HARVEST“ Studien zum Erproben neuer Medikamente (Interventionsstudien) mit dem Ziel, die Insulinproduktion nach Diagnose des Typ-1-Diabetes zu erhalten. Mögliche Teilnehmende sind hier die Kinder und Erwachsenen mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes. Beginn dieser Studien in Deutschland ist voraussichtlich im Oktober. Eine Übersicht über die aktuellen Interventionsstudien finden Sie in der folgenden Tabelle:
| Studie | MELD-ATG | VER-A-T1D | IMPACT | Iscalimab |
| Medikament | Antithymozytenglobulin | Verapamil | spezifische Immuntherapie entwickelt vom belgischen Unternehmen Imcyse | Iscalimab |
| Art der Applikation | zweimalige Infusion | oral, tägliche Einnahme | tägliche subkutane Injektion | einmalige intravenöse Gabe, anschließend wöchentliche subkutane Injektionen |
| Wer kann mitmachen? | Kinder und junge Erwachsene zwischen 7 und 25 Jahren mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes, Diagnose in den vergangenen 6 Wochen | Erwachsene (18 bis < 45 Jahre) mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes, Diagnose in den vergangenen 6 Wochen | Jugendliche und Erwachsene (12 bis < 45 Jahre) mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes, Diagnose in den vergangenen 6 Wochen | Kinder und junge Erwachsene zwischen 6 und 21 Jahren mit neudiagnostiziertem Typ-1-Diabetes |
| Dauer | Behandlung 2 Tage, Beobachtung über 12 Monate | Behandlung und Beobachtung über 12 Monate | Behandlung und Beobachtung über 12 Monate | Behandlung über 12 Monate, Nachbeobachtung 4 bis 24 Monate |
| Übersicht über die Studien zum Erproben neuer Medikamente im Rahmen von INNODIA HARVEST. | ||||
Studien werden von einem Patientenausschuss begleitet
Die Bedürfnisse und Anliegen von Menschen mit Typ-1-Diabetes sollen auch in klinischen Studien im Mittelpunkt stehen. Daher werden alle Schritte des INNODIA-Forschungsnetzwerks stets von einem beratenden Patientenausschuss begleitet. Dieser dient dazu, Menschen mit Typ-1-Diabetes und deren Angehörigen eine Stimme zu verleihen, um sicherzustellen, dass auch Ziele der Betroffenen verfolgt werden. Der beratende Patientenausschuss ist somit aktiv in die Planung und Organisation dieser Interventionsstudien eingebunden.
„Die Meinungen und Ratschläge unseres Patientenausschusses waren äußerst gefragt und wichtig bei der Planung dieser Interventionsstudien“, sagt Olivier Arnaud von der JDRF International, der den INNODIA-Patientenausschuss leitet.
„Natürlich ist es nicht realistisch, von einer Heilung des Typ-1-Diabetes zu sprechen, aber ich denke, dass uns diese Interventionsstudien wertvolle Ergebnisse liefern, um den Ausbruch der Erkrankung zumindest so lange wie möglich hinauszuzögern“, so Veerle Vanhuyse, die selbst Typ-1-Diabetes hat und ebenfalls im Patientenausschuss von INNODIA tätig ist.
von Dr. Stefanie Lanzinger
Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie
Universität Ulm
E-Mail: stefanie.lanzinger@uni-ulm.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (10) Seite 8-9
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 6 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 4 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
