Unterschiede zwischen Weltregionen

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© geralt | Pixabay
Unterschiede zwischen Weltregionen

Ab wann Übergewicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einhergeht, ist nicht überall auf der Welt gleich: Insbesondere Länder des globalen Südens unterscheiden sich hierbei teils deutlich von den bisher als Standard angenommenen Industrienationen. Um das herauszufinden, haben Forscher:innen Gesundheitsdaten von über 680.000 Menschen analysiert.

Das Ergebnis beruht auf einer aktuellen Auswertung von Gesundheitsdaten aus 57 Ländern, die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und des Massachusetts General Hospital (MGH), Boston USA, im renommierten Journal „Lancet“ veröffentlicht haben. Die Datensätze umfassten neben Gewicht und Größe auch Diabetes-Biomarker wie Blutzuckerspiegel oder HbA1c-Wert. Letzterer gibt Auskunft über den Verlauf der Blutzuckerwerte in den vergangenen Wochen.

BMI für Diabetesrisiko zu hoch angesetzt?

Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen derzeit Vorsorgeuntersuchungen bei Personen im Alter ab 40 Jahren mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 kg/m2 aufwärts. Ab diesem Wert gilt eine Person als übergewichtig. Diese Schwelle könnte jedoch in einigen Weltregionen in zweierlei Hinsicht zu hoch angesetzt sein, wie die internationale Studie zeigt: Im Durchschnitt hatten Einwohner der untersuchten Länder bereits ab einem BMI von 23 kg/m2 ein erhöhtes Diabetesrisiko. Außerdem stieg die Erkrankungsrate bereits in der Altersgruppe der 35- bis 44-jährigen stark an, bei Männern aus Ländern südlich der Sahara sogar schon im Alter ab 25 Jahren.

Der Wert, ab dem ein Diabetes-Screening sinnvoll, da effizient, wäre, schwankte zwischen den Regionen und Geschlechtern stark zwischen 23,8 kg/m2 bei Männern in Ost- und Südostasien und 28,3 kg/m2 bei Frauen aus Zentralasien, Nordafrika, Lateinamerika und den Karibikstaaten.

Diabetes-Screenings anpassen

Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse ist es den betreffenden Ländern nun möglich, ihr Diabetes-Screening anzupassen. „Gerade in Ländern mit begrenzten Ressourcen können anhand der Daten Personen mit erhöhtem Diabetesrisiko nun gezielter als bisher angesprochen, Folgeschäden vor allem bei jungen Betroffenen dadurch reduziert und die Gesundheitssysteme entlastet werden“, sagt Erstautor Felix Teufel, Doktorand am Heidelberger Institut für Global Health (HIGH) am UKHD.

Nicht nur in den Industrienationen steigt die Zahl der Übergewichtigen. Auch in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Durchschnittseinkommen kam es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Zunahme – begleitet von einem alarmierenden Anstieg der Erkrankungen an Typ-2-Diabetes. Für die Studie werteten Wissenschaftler aus 57 Ländern unter Federführung des HIGH und MGH die Daten von mehr 680.000 Menschen aus.


Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg | Redaktion

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  • jseiffert postete ein Update vor 1 Tag, 9 Stunden

    Hallo zusammen,
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    Wir freuen uns auf Euch! 🙂

  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas