- Aus der Community
Unterzucker: Ich nenne es „Hypo“
2 Minuten

Im Leben mit Diabetes spielen Zuckerwerte außerhalb des Zielbereiches eine große Rolle. Denn unter Umständen können diese zu lebensgefährlichen Situationen führen – zum Beispiel beim Unterzucker. Trotzdem ist der Umgang damit für Menschen mit Diabetes alltäglich und deswegen gibt es dafür auch ganz saloppe Ausdrücke – zum Beispiel im Falle von Unterzuckerungen.
Bei Zuckerwerten unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l) spricht man bei Menschen ohne Diabetes von einer Hypoglykämie, also einer Unterzuckerung. In der Community gibt es dafür einige Formulierungen, die von „Ich bin unterzuckert“ abweichen. Zum Beispiel die folgenden 3!
Ich habe eine „Hypo“ – der Klassiker
In dem #BSLounge-Content-Bereich fällt dieser Begriff bei der Autorenschaft ebenso häufig wie bei den Expert*innen im Coaching-Bereich und in den Gruppen im Community-Bereich. Die „Hypo“ ist im Diabetes-Kosmos klar definiert als Abkürzung für Hypoglykämie und bedeutet im Altgriechischen so viel wie „unter“. Wir nutzen Bezeichnungen wie „Hypo“-Helfer, „Hypo“-Angst bis hin zu unserem „Hypobarcamp“ im Oktober 2019. Und auch für mich selbst ist „Ich hab’ grad ’ne Hypo“ die am häufigsten genutzte Beschreibung für einen Wert im Unterzuckerbereich.
Außerhalb des Diabetes-Kosmos hat „Hypo“ aber tatsächlich noch eine Menge andere Bedeutungen. Genau deswegen setzen wir übrigens auch immer die Gänsefüßchen um das Wort. Denn es könnte beispielsweise zu Verwechslungen kommen mit einer Hyposensibilisierung, also der medizinisch gewollten Gewöhnung an allergieauslösende Stoffe, um Immunreaktionen zu verhindern.
„Ich bin (zu) niedrig“/„Ich bin low“ – wer oder was bist du?
Im Alltag mit Diabetes geht es für mich bei der Frage, wie der Blut- bzw. Gewebezuckerwert gerade ist, selten um „gut“ oder „schlecht“. Viel mehr beschäftigt mich, wie niedrig bzw. hoch der Zuckerwert gerade ist. Im Idealfall dann sogar ohne Wertung. Das Zu-niedrig-Sein ist daher auch in der Community eine beliebte Formulierung für Hypoglykämien. Alternativ nutzen Menschen auch die englische Variante „low“ für „niedrig“.
Aus dem Diabetes-Zusammenhang gerissen kann das aber natürlich verwirrend klingen. Gibt man „Was bedeutet es, wenn jemand low ist“ in eine Suchmaschine ein, kommen da einige Ergebnisse, die wirklich nichts mit einem Blutzuckerwert zu tun haben. Und wenn wir an das Gegenteil von hohen Werten denken… aber dazu im nächsten Teil mehr.
„Aus dem Weg, das ganze Essen gehört mir“ – einmal Gedankenlesen, bitte.
Ich gebe zu, dass dieser Satz sicherlich individuell ausgetauscht werden kann. Und zwar in sämtliche Worte, die umschreiben, dass der Heißhunger akut und die Laune mies ist. Beides sind übrigens typische Symptome bei Hypoglykämien. Aber manchmal hat man keine Lust mehr, dem Ganzen einen Namen zu geben – oder man will es in bestimmten Situationen einfach nicht. Mir geht es so, wenn die Unterzuckerung in völlig unpassenden Momenten kommt. Zum Beispiel, wenn ich mir schlecht gelaunt Saft einschenke, obwohl ich gerade vorher Zähne geputzt habe.
Und was sagt ihr?
Seid ihr auch Team „Hypo“ oder sagt ihr etwas ganz anderes, wenn ihr im Unterzucker seid? Erzählt uns von eurem Diabetes-Slang in der aktuellen Monatsaktion.
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lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen, 23 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?








Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße