- Aus der Community
Was passiert, wenn wir alt sind?
2 Minuten
Positiv denken und in die Zukunft schauen: So lebe ich. Aber was mir Sorge bereitet, wenn nicht sogar Angst macht, ist die bei mir noch eher ferne Zukunft: wenn ich so alt bin, dass sich jemand anderes um meinen Typ-1-Diabetes kümmern muss. Er ist auch mit Insulinpumpe und kontinuierlicher Glukosemessung schwer zu bändigen – aber mit meiner Erfahrung mit meinem Diabetes ist vieles zu lösen. Was aber soll jemand machen, der diese Erfahrung gar nicht haben kann und außerdem nicht nur mich, sondern weitere pflegebedürftige Menschen betreut?

Dement – und dann ans Insulin denken?
So geht es nicht nur mir. Eine 79-jährige Typ-1-Diabetikerin, die heute noch aktiv in der Selbsthilfe ist, hat mir berichtet, dass auch ihr unwohl beim Gedanken an die Pflegebedürftigkeit ist. Was passiert zum Beispiel bei einer Demenz? Werden Injektionen oder Bolusgaben vergessen, steigen die Zuckerwerte und müssen wieder eingefangen werden – was wiederum voraussetzt, dass man die Therapieregeln versteht. Ein Teufelskreis!
Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes? Da gibt es einen Unterschied?
Ein anderes Problem liegt nicht bei den Diabetikern selbst, sondern bei den Pflegekräften. Oft ist noch nicht einmal der Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes bekannt, wie die 79-Jährige zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen erleben musste. Wie sollen da Therapie-Feinheiten, die gerade beim Typ-1-Diabetes mit seiner Instabilität so relevant sind, bekannt und verstanden sein? „Mein ‚Zucker‘ führte von Anfang an ein Eigenleben, er passte in kein Schema“, berichtet sie. Ihre Forderung ist, den Diabetes in ganzer Breite zum Thema in der Aus- und Weiterbildung zu machen. Hier müssen strukturelle Veränderungen kommen!
„Den Tod fürchte ich nicht, aber er sollte nicht unnötig qualvoll sein“
Dass nicht mehr viel Zeit bleibt für all das, ist klar: Diejenigen, die in den 1930er und 1940er Jahren geboren sind, sind bereits in einem Alter, in dem viele pflegebedürftig sind. Und die später Geborenen kommen in großer Zahl nach – denn durch die immer besser gewordenen Therapien können Typ-1-Diabetiker heute ein hohes Alter erreichen. Um die ältere Dame, die mir ihre Sorgen berichtet hat, zu zitieren: „Es eilt, die alten Typ-1er werden reif für die Pflege. Ich rechne mich dazu, werde nächstes Jahr 80, Diabetiker seit 65 Jahren. Noch fit, aber mit großer Angst vor meinen ‚letzten Tagen‘. Den Tod fürchte ich nicht, aber er sollte nicht unnötig qualvoll sein. Und die letzte Zeit davor auch nicht!“ Dem kann ich nur zustimmen.

Politiker müssen sich darum kümmern
Was folgt daraus? Auch wenn ich es ausgesprochen lobenswert finde, dass die Deutsche Diabetes Gesellschaft als Fachgesellschaft der Diabetologen beginnt, sich um die Fortbildung der Pflegekräfte zu kümmern, reicht das noch nicht. Es muss auch bei den Politikern ankommen, dass hier bereits eine Lücke klafft, die dringend geschlossen werden muss!
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
