Wie kann man einer Thrombose vorbeugen?

5 Minuten

© hriana - AdobeStock
Wie kann man einer Thrombose vorbeugen?

Bei einer Thrombose gerinnt/verklumpt das Blut in den Blutgefäßen, statt ungehindert zu fließen. Wie kann einer Thrombose vorgebeugt werden – und was hat das auch mit COVID-19 zu tun?

Es mehren sich Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der von dem Corona-Virus SARS-CoV-2 hervorgerufenen Krankheit COVID-19 und Blutgerinnungsstörungen. Vor allem geht es dabei um verborgene venöse Thrombosen, die zu schwerwiegenden Komplikationen wie einer Lungenembolie mit tödlichem Ausgang führen können.

Solche Komplikationen sind es auch, die eine inten­siv­medizinische Behandlung erfordern und die Sterblichkeit im Krankenhaus erhöhen. Diese Beobachtungen haben dazu geführt, dass die Fachgesellschaften empfehlen, nach einer entsprechenden Diagnostik früh mit einer Thrombose-Vorbeugung und damit der Gabe von niedermolekularen Heparinen (NMH) zu beginnen.

„Die Venenthrombose ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung“, sagt dazu die Deutsche Venen-Liga. Das Risiko, eine Thrombose zu erleiden, insbesondere nach längerer körperlicher Ruhe, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Dabei spielen auch angeborene Fehler der Blutgerinnung (Faktor-V-Leiden-Mutation, Lupus-Antigen etc.) eine immer größere Rolle, z. B. bei Auftreten der Thrombophilie, also der Thromboseneigung. Krebserkrankungen erhöhen grundsätzlich das Thromboserisiko – deshalb muss immer gezielt danach gefahndet werden.

Das Fallbeispiel

Josef F. – 48 Jahre alt, Typ-2-Diabetes seit 4 Jahren und, wie er selbst sagt, „leicht übergewichtig“ (106 kg bei einer Körpergröße von 170 cm) – war Anfang des Jahres mit seinem Freund Peter Skilanglaufen. Obwohl völlig untrainiert, versuchte er von Anfang an, „volle Pulle“ zu laufen, um etwas Gewicht zu verlieren. Dabei rutschte er aus der glatten Spur und knickte mit dem rechten Fuß um. Zum Glück war Freund Peter dabei, mit seiner Unterstützung konnte Josef F. nach Hause gebracht werden.

Mit Schmerzmitteln, Kühlung und Ruhigstellung schaffte er es bis zum nächsten Tag. Doch als dann der ganze rechte Unterschenkel geschwollen war, die Schmerzen nicht besser wurden und er das Fußgelenk gar nicht mehr bewegen konnte, fuhr ihn seine Frau zum Unfallarzt. Dieser führte eine Röntgenuntersuchung und Blutuntersuchungen durch, aber auch eine Farbddoppler-Duplex-Untersuchung des rechten Unterschenkels.

„Herzlichen Glückwunsch: Gebrochen ist nichts – aber Sie haben eine Unterschenkel-Venenthrombose“, eröffnete der Arzt ihm dann. Nach anfänglichem Wickeln des rechten Unterschenkels (später nutzte er einen Kompressionsstrumpf) und der Einnahme eines modernen Blutgerinnungshemmers durfte er sogar sofort wieder laufen. Er selbst hatte gedacht, er müsse das Bein ruhigstellen!

Was ist eine venöse Thrombose?

Man versteht darunter den krankhaften Verschluss einer Vene durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Ein solches Gerinnsel entsteht, wenn das Blut verklumpt, statt weiterzufließen. Bruchstücke eines Thrombus können über das Herz in die Lungengefäße gelangen, wo sie diese verstopfen können. Eine solche Lungen­embolie ist potenziell tödlich. Eine arterielle Thrombose hingegen ist z. B. der Verschluss einer Herzkranzarterie, der zu einem Herzinfarkt führt.

Betrifft die Thrombose die tiefen Venen, spricht man von einer tiefen Beinvenenthrombose. Die häufig an der Hautoberfläche schon zu sehenden entzündlichen Venenveränderungen mit Rötung, leichter Schwellung und Überwärmung sind dagegen oberflächliche Venenentzündungen (Thrombophlebitis).

Risikofaktoren für eine Thrombose (Auswahl)

  • zunehmendes Alter
  • starkes Übergewicht (Adipositas)
  • Thrombosen/Embolien (Blutgerinnsel) in der Krankengeschichte (Anamnese)
  • ausgeprägte Krampfadern an den Beinen (Varikosis)
  • schwere entzündliche Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung mit starkem Fieber, Blutvergiftung nach Wundinfektion, z. B. bei einem Diabetischen Fußsyndrom)
  • Herzschwäche (ausgeprägt), z. B. nach Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Vorhofflimmern
  • Schlaganfall
  • Krebserkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Diabetes mellitus

Faktoren einer vererbten Thromboseneigung

In etwa 50 Prozent spielen genetische Ursachen eine Rolle, z. B.:

  • APC-Resistenz
  • Protein-C-Mangel
  • Protein-S-Mangel
  • Antithrombin-Mangel
  • Prothrombin-Veränderung/-Mutation

Das Risiko für eine tiefe Beinvenenthrombose ist z. B. erhöht durch folgende Faktoren:

  • Ruhigstellung der Beine z. B. durch Gipsverband nach Verletzung/Knochenbruch,
  • lange Flugreisen,
    lange Autofahrten mit Einengung der Beinfreiheit (auch Übereinanderkreuzen im Kniebereich),
  • internistische Krankheiten mit Bettruhe, z. B. Lungenentzündung, aber auch der diabetische Fuß mit Geschwür (Ulkus),
  • orthopädische Operationen (z. B. Hüftoperationen, Operationen am Knie) mit Ruhigstellung des betroffenen Körperteils,
  • akute neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfall mit Lähmungen),
  • oberflächliche Venenentzündungen.

Es kommt zu einer Thrombose, wenn das komplizierte Zusammenspiel von drei wichtigen Faktoren nicht mehr funktioniert, die man als Virchow-Trias zusammenfasst:

  1. verlangsamter Blutfluss,
  2. Beeinträchtigung der Funktion der Blutgefäßwand (Endothelschädigung) und/oder
  3. gesteigerte Neigung zur Blutgerinnung.

Seltene Ursachen von Thrombosen – vererbte Faktoren der Blutgerinnung

Die Diagnostik für vererbte Faktoren wird meist in Speziallaboren nach Abschluss der Therapie (z. B. nach 3 bis 6 Monaten bei einer tiefen Beinvenenthrombose) durchgeführt bzw. dann wird die Diagnose gesichert. 70 bis 90 Prozent der Thrombosen entstehen im Stromgebiet der unteren Hohlvene und in den Becken- und Beinvenen.

Schnelligkeit: manchmal lebenswichtig!

In bis zu 50 Prozent der Fälle entwickelt sich, wenn nicht sofort adäquat behandelt wird, eine Lungenembolie, deren Verlauf tödlich enden kann.

Hinweise auf eine tiefe Venenthrombose:

  1. In der Krankengeschichte finden sich z. B. eine sehr lange Autofahrt/Flugreise, eine extrem geringe Trinkmenge, vererbte Faktoren in der Familie.
  2. D-Dimere-Test im Blut: D-Dimere entstehen beim Auflösen von Gerinnseln und finden sich bei frischer tiefer Venenthrombose, aber auch nach einer Operation und bei bösartigen Tumoren. Sind sie nicht nachweisbar, ist also der Test negativ, schließt das eine tiefe Venenthrombose nicht sicher, aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
  3. Eine Thrombose kann man auch mit Ultraschall der Venen (Duplex-/Farb-Duplex-Sonographie, Kompressionstest) sehen, was überall und beliebig oft durchgeführt und so auch für Verlaufskontrollen genutzt werden kann.

Leider gibt es immer wieder Menschen, bei denen keine Symptome bestehen, aber trotzdem eine Thrombose vorliegt. Bei ihnen kann später meist, aber erst nach Auftreten einer Komplikation (z. B. Luftnot und Husten als Hinweis auf eine mögliche Lungenembolie), eine Thrombose nachgewiesen werden. Bei allen Patienten, die wiederkehrend Thrombosen haben, muss eine Krebserkrankung ausgeschlossen werden, denn bei Tumorpatienten ist das Throm­bose­risiko deutlich erhöht.

Symptome einer Thrombose

  • Schmerzen im betroffenen Gebiet
  • Spannungsgefühl im betroffenen Teil des Beins, z. B. im Unterschenkel
  • verstärkt sichtbare Venen in der Haut
  • Schwellung des betroffenen Beins (der Umfang nimmt stetig zu)

Thromboseprophylaxe

Die Thromboseprophylaxe ist, wie die Corona-­Pandemie zeigt, besonders auch bei Menschen mit Diabetes und/oder krankhaftem Übergewicht (Adipositas) extrem wichtig. Die Anfänge, einer Thrombose vorzubeugen, reichen zurück bis in das Jahr 1884, als man die Substanz Hirudin im Kopf von Blutegeln nachweisen und schließlich als Medikament einsetzen konnte, um eine Thrombose zu verhindern.

Seit 1915 gibt es die Heparine zum Spritzen ins Unterhautfettgewebe (subkutane Injektion), seit 1922 die Cumarine. Der Wirkstoff Phenprocoumon (z. B. in Marcumar) ist ein Abkömmling des Cumarins. Die neueren gerinnungshemmenden Medikamente konnten erst entwickelt werden, nachdem 1915 durch Paul Morawitz das Grundschema der Blutgerinnung beschrieben worden war. Die allerneuesten Gerinnungshemmer (z. B. die direkten Faktor-Xa-Hemmer) sowie die direkten Thrombinhemmer stellen die aktuell am weitesten entwickelte Möglichkeit dar, die Blutgerinnung zu hemmen.

Bisher wurden Patienten im Krankenhaus meist niedermolekulare Heparine o. ä. gespritzt, später wurden sie auf Tabletten umgestellt. Oft erfolgt heute direkt oder einige Stunden nach z. B. einer Operation bereits eine Umstellung auf die neueren nicht-Vitamin-K-abhängigen Gerinnungshemmer (auch bekannt als neue orale Antikoagulanzien, NOAKs).

Eine Hemmung der Blutgerinnung wird schon Jahrzehnte durch die Hemmung der in der Leber gebildeten Blutgerinnungsfaktoren (z. B. II, VII, IX und X), die Vitamin-K-abhängig sind, durchgeführt, z. B. durch Marcumar. Die nicht-­Vitamin-K-abhängigen Blutgerinnungshemmer hemmen dagegen gezielt jeweils nur einen Gerinnungsfaktor.

Gegenmittel bei Blutungen

Als Gegenmittel (Antidot) z. B. bei einer Blutung unter einer Marcumar-Therapie gilt Vitamin K. Für neuere NOAKs gibt es mittlerweile auch Antidote, und zwar für den direkten Thrombinhemmer Dabigatran (Pradaxa) als neuerdings auch gegen die Faktor-Xa-Hemmer Rivaroxaban (Xarelto) und Apixaban (Eliquis).

Die Antidote für diese Medikamente sind in großen Kliniken mit Intensivstation in der Regel vorhanden – sie werden aber wegen möglicher Nebenwirkungen (z. B. überschießende Gegenregulation) nur gezielt eingesetzt. Im Fall einer Blutung unter diesen Substanzen kann diese in der Regel durch Blutkonserven und auch „Frischplasma“ (PPSB) behandelt werden.

Die NOAKs haben einen großen Vorteil: Sie wirken weitgehend unabhängig vom Gewicht eines Patienten. So ist es unerheblich, ob ein Patient 60 kg oder 140 kg wiegt: Die Dosis ist dieselbe. Eine Anpassung der Dosierung erfolgt lediglich z. B. bei Niereninsuffizienz und schwerer Lebererkrankung. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine regelmäßigen Therapie-Kontrollen wie unter Marcumar zur Steuerung der Therapie durchgeführt werden müssen.

Nach wie vor aber ist nach Implantation z. B. einer mechanischen Herzklappe nur eine Dauertherapie mit Cumarin-Abkömmlingen wie Marcumar zugelassen. In allen anderen Situationen des Lebens, in denen das Risiko für eine Thrombose reduziert werden soll, können aktuell auch die neueren nicht-­Vitamin-­K-abhängigen Gerinnungshemmer verwendet werden.

Gegenmittel (Antidote) von Gerinnungshemmern

Vitamin-K-abhängig Medikamente Antidot
Cumarin-Derivate (Cumarin-Abkömmlinge) Phenprocoumon, z. B. Marcumar, Falithrom, Warfarin, z. B. Coumadin Vitamin K substituieren (Tropfen oder Infusion – Vorsicht bei Allergie!
nicht-Vitamin-K-abhängig Medikamente Antidot
direkte Thrombinhemmer Dabigatran (Pradaxa) Idarucizumab (Praxbind)
direkte Faktor-Xa-Hemmer Rivaroxaban (Xarelto), Apixaban (Eliquis) Andexanet alfa (Ondexxya)

Die NOAKs können genauso wie Marcumar zu Blutungen führen – die gefürchteten schweren Hirnblutungen sind jedoch seltener. Gegenüber den Vitamin-­K-abhängigen Gerinnungshemmern ist auch das Schlaganfallrisiko durch Embolien wohl um etwa 30 Prozent geringer.

Zusammenfassung

Zu Beginn der Corona-Pandemie galt COVID-19 als eine reine Lungenerkrankung. Mittlerweile ist klar, dass vor allem die Blutgerinnung betroffen ist in Form von zum Teil nicht bemerkten kleinen Thrombosen – und daraus auch die zum Teil tödlichen Verläufe von COV ID-19 auf den Intensivstationen resultieren.

Auch tiefe Thrombosen der Beinvenen sind bei COVID-19-Erkrankten häufiger – besonders auch bei Menschen mit Dia­betes und Adipositas. Deshalb ist gerade bei ihnen eine Thromboseprophylaxe oft lebenswichtig. Einer Thrombose vorzubeugen, ist auch immer dann sinnvoll, wenn zusätzliche Risikofaktoren vorliegen. Und: Sich impfen zu lassen, stellt aktuell auch eine wichtige Prophylaxe-Maßnahme dar!


von Dr. med. Gerhard-W. Schmeisl

Avatar von gerhard-w-schmeisl

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 30-33

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Gefährliches Risiko: Blutzucker entgleist bei sehr hohen Werten

Unterzuckerungen als akute Komplikation sind vielen Menschen mit Diabetes vertraut. Aber auch bei sehr hohen Blutzuckerwerten kann nicht nur langfristig, sondern auch akut ein lebensbedrohliches Risiko entstehen. Dr. Schmeisl klärt daher auf über Ursachen, Formen und Lösungen für Werte, die entgleist sind.
Gefährliches Risiko: Blutzucker entgleist bei sehr hohen Werten | Foto: auremar – stock.adobe.com

5 Minuten

Lymphödem und Lipödem: Warum Beine anschwellen können

Bemerkt jemand dicker werdende Beine, stellt sich die Frage: Was ist die Ursache? Unter anderem das Lymphödem und das Lipödem sind hier zu beachten, denn die Therapien unterscheiden sich. Dr. Gerhard-W. Schmeisl gibt einen Überblick.
Lymphödem und Lipödem: Warum Beine anschwellen können | Foto: Tatiana - stock.adobe.com

6 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • suzana antwortete vor 2 Tagen

      Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

Verbände