- Behandlung
Zusammenhang zwischen Zuckerstoffwechsel und Entzündungen
2 Minuten

Ein Schweizer Forscherteam konnten aufzeigen, dass es bei der Nahrungsaufnahme immer zu einer leichten Entzündung kommt. Das trainiere die Immunabwehr und wirke zudem positiv auf die Insulinausschüttung. Das Wissen um diesen Regelkreis könnte auch Einfluss auf künftige Diabetes-Therapien haben.
Aktuelle Forschungsarbeiten bringen immer wieder Typ-2-Diabetes mit Entzündungsreaktionen in Verbindung. Dabei werden letztere sowohl als Auslöser als auch als Folge der Erkrankung diskutiert. Ein Schweizer Autorenteam beschreibt nun im Fachblatt Nature Immunology, wie Zuckerstoffwechsel und Entzündungen im Rahmen der Nahrungsaufnahme ineinander greifen. Verantwortlich dafür sind wohl Keime, die mit jeder Mahlzeit in den Körper gelangen.
Immunreaktion gegen durch Nahrung eingedrungenen Bakterien
Um sie im Körper abzufangen, steigt direkt nach dem Essen um den Darm herum die Zahl an Fresszellen des Immunsystems. Sie sorgen dafür, dass die eingedrungenen Bakterien unschädlich gemacht werden und schütten den Botenstoff Interleukin-1beta (IL-1beta) aus.
Das passiert – so berichtet es die neue Studie – in Abhängigkeit von der aufgenommenen Zuckermenge und den aufgenommenen Bakterien. IL-1beta stimuliert wiederum die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse und führt zudem zur weiteren IL-1beta Produktion. So regeln die beiden Stoffe Insulin und IL-1beta gemeinsam den Blutzucker und sich selbst.
Dabei bewirkt IL-1beta gleichzeitig, dass das Immunsystem mit Glukose versorgt und so aktiviert wird. Umgekehrt beobachteten die Wissenschaftler in ihrer Studie, dass Mäuse, denen IL-1 fehlte, eine deutlich geringere Insulinausschüttung nach dem Essen hatten.
Eine Überproduktion von IL-1beta führt zur Zerstörung der Betazellen
Den Nutzen dieses Regelkreises von Stoffwechsel und Immunsystem erklären die Forscherinnen und Forscher so: Sind ausreichend Nährstoffe vorhanden, kann das Immunsystem auf die fremden Bakterien adäquat reagieren. Umgekehrt müssen bei Nahrungsmangel die wenigen verbleibenden Kalorien für wichtige Lebensfunktionen eingespart werden, was auf Kosten einer Immunantwort erfolgt. Dies könne auch erklären, warum bei Hungersnöten häufiger Infektionskrankheiten auftreten, so die Autoren in einer Pressemitteilung.
Die Ergebnisse sind auch deshalb interessant, weil mehrere aktuelle klinische Studien zum Typ-2-Diabetes darauf abzielen, die Überproduktion von IL-1beta durch Medikamente auszuschalten. Denn ein Zuviel des Botenstoffs führt zu dauerhaften Entzündungen, die (anders als die beschriebenen hilfreichen kurzfristigen Reaktionen) in der Folge zur Zerstörung der Insulin produzierenden Betazellen führen.
Bisher war von IL-1 nur dieser zerstörerische Effekt bekannt, der eigentliche physiologische Nutzen des Botenstoffs scheint mit der vorliegenden Studie nun auch erklärt. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Studie in Mäusen durchgeführt wurde. Ob sich das Prinzip im Menschen bestätigt ist noch offen.
Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdiensts München
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thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Tagen, 6 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße