- Bewegung
Faszination Faszien
3 Minuten

Faszien – lange standen sie wissenschaftlich im Schatten ihres vermeintlich großen Bruders Muskulatur. Erst vor einigen Jahren hat die Forschung ihre besondere Bedeutung entdeckt. Bereits heute ist ein Faszientraining weder aus dem Leistungs- und Freizeitsport noch aus dem Rehabilitationssport wegzudenken.
Sie durchziehen den menschlichen Körper wie ein dreidimensionales Netzwerk – umhüllen dabei Organe, Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen. Faszien bestehen aus Strukturproteinen: Das Kollagen sichert die formgebende Struktur, Elastin die erforderliche Elastizität. Bindegewebszellen sorgen für den Aufbau der Faserstrukturen je nach individueller Beanspruchung. Eine wässrige Grundsubstanz umgibt die Zellen und Fasern. Faszien unterliegen dabei einem ständigen Umbau – etwa alle 2 Jahre erneuert sich das Fasziengewebe vollständig.
Schutz und Gerüst, das Form und Halt gibt
Die Faszienhülle dient Muskeln wie Organen als Schutz und Gerüst, gibt letztlich dem ganzen Körper Form und Halt. Kommunikation wird im Fasziennetzwerk großgeschrieben. Man vermutet, dass die eng verbundenen Bindegewebszellen als eine Art Kommunikationsnetz der verschiedenen Zellen untereinander arbeiten.
Zudem lassen die zahlreichen Nervenendigungen in den Faszien diese praktisch zu einem weiteren Sinnesorgan werden, das hochsensibel Körperbewegungen und -positionen, Erkrankungen der inneren Organe sowie vor allem auch den Schmerz wahrnimmt und vermittelt.
Plagt uns eigentlich ein Faszien- statt ein Muskelkater?
Mit dem Älterwerden und vor allem bei Bewegungsarmut verändert sich die Struktur der kollagenen Fasern – Faszien werden spröde, hart und verfilzen. Benachbarte Gewebeschichten gleiten nicht mehr sanft aneinander. Zerrungen, Muskelfaserrisse, Sehnen- und Knochenhautreizungen oder gar Bänderrisse treten auf.
Banale Alltagsbelastungen führen bei Untrainierten zu hartnäckigen Verletzungen. Aber auch bei Leistungssportlern treten mit den Jahren gehäuft Verletzungen der Faszien auf. Selbst beim Muskelkater dürfte es sich nach aktuellen Erkenntnissen mehr um einen Faszienkater handeln.
Erkrankungen unter Beteiligung der Faszien wie Gelenkkapselentzündungen, Sehnenreizungen oder Einengungen von Nerven durch Bindegewebe finden sich bei Diabetikern häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Unterschwellige Entzündungsreaktionen und die Anbindung von Zuckermolekülen an bindegewebige Strukturen sind mögliche Erklärungen hierfür.
Faszientraining: Zweimal 10 Minuten pro Woche reichen
Mit einem gezielten Faszientraining bleiben Faszien reißfest und elastisch – die Beweglichkeit wird optimiert, und Verletzungen wird aktiv vorgebeugt. Das Faszientraining ist allerdings als Ergänzung, nicht als Ersatz zum Muskel- oder Ausdauertraining zu sehen. Die gute Nachricht: Zweimal 10 Minuten pro Woche sind ausreichend.
Wer kennt sie nicht? Die Faszienrolle, eine zylinderförmige Hartschaumrolle, ist sicherlich der Star der Faszienfitness (Übungsvarianten siehe Info-Kasten). Wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Faszientrainings sind die passive Eigenmassage mit der Faszienrolle und vor allem aktive Übungen aus dem Bereich der Gymnastik wie Faszienstretching, sanft federnde Dehnübungen, Seilspringen und ein Training der Körperwahrnehmung.
Faszientraining liegt voll im Trend und das zu Recht: wissenschaftlich gut belegt und praktisch für jeden geeignet.
5 Trainingsvarianten mit Faszienrolle und DuoBall
Vorgestellt vom Personal Trainer Florian Franke:





von Dr. Meinolf Behrens
Diabeteszentrum Minden
Bismackstraße 43, 32427 Minden
Tel.: 0571/840999
Email: mb@diabetes-minden.de
Internet: www.diabetes-minden.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (1) Seite 58-59
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uho1 postete ein Update vor 4 Tagen, 12 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 6 Tagen, 9 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 5 Tagen, 10 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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