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Wandern am Lago di Tenno: Ein Urlaubstag, wie er meinem Diabetes gefällt!
3 Minuten

Unser Urlaub in Arco, ein paar Kilometer nördlich vom Gardasee gelegen, war von Anfang an als Aktivurlaub geplant. Mein Mann Christoph und ich hatten die Rennräder dabei, wollten schöne Radausfahrten unternehmen und außerdem wandernd die Umgebung erkunden. Nach meinem (zum Glück glimpflich verlaufenen) Rennradsturz gleich am ersten Urlaubstag fielen zumindest für mich weitere Radausfahrten flach. Mein geprellter Brustkorb schmerzte, die gezerrte Schulter zwackte, und der geschürfte Unterarm sowie die Blutergüsse an den Beinen reagierten empfindlich auf jede Berührung. Zeit für etwas softeren Sport wie Wandern also – denn Geradeauslaufen ohne Drehbewegungen im Oberkörper war halbwegs schmerzfrei möglich.
Auf zum saubersten Süßwassersee Italiens!
Bis auf eine Wanderung im Saarland hatten wir eigentlich keine Erfahrung mit dem Wandern gesammelt und konnten auch nicht so recht einschätzen, wie die Einordnungen unseres Wanderführers als „leichte“, „anspruchsvolle“ oder „schwierige“ Wanderrouten zu verstehen sind. Also entschieden wir uns für eine leichte Strecke, die auch für Familien mit Kindern empfohlen wird, nämlich die Wanderung von Tenno zum Lago di Tenno, einmal um den See herum und zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt 10 Kilometer mit gut 500 Metern Höhenprofil, die Beschreibung verbunden mit dem wichtigen Tipp „Badesachen nicht vergessen!“. Immerhin wurde der Lago di Tenno zum saubersten Süßwassersee Italiens gekürt und ist im Sommer ein beliebter Badesee.
163 mg/dl (9,1 mmol/l) sind ein prima Ausgangswert für eine Wanderung
Also Rucksack gepackt und Wanderschuhe geschnürt, und los ging’s! Ich hatte für das Frühstück vorsorglich etwas weniger Insulin gespritzt als sonst, sodass mein Glukosewert bei unserer Ankunft in dem Bergörtchen Tenno gegen 12 Uhr bei 163 mg/dl (9,1 mmol/l) lag – ein prima Ausgangswert für eine Wanderung. Wir stapften los, verließen rasch die Asphaltstraßen und gelangten auf einen Schotterweg, der uns durch ein fantastisches Panorama mit Bergtälern und Weinbergen sanft den Berg hinaufführte. Unser Ziel, den Lago di Tenno, erreichten wir nach etwa einer Stunde. Der See strahlte in einem beinahe unwirklich leuchtenden Türkis, als wolle er Reklame für einen Karibikurlaub machen.
Extra-Kohlenhydrate für die Umrundung des Sees
Bevor wir uns anschickten, den See zu umrunden – erst die Arbeit, dann das (Bade-)vergnügen – musste ich allerdings ein paar Kohlenhydrate nachladen. Mein Glukosewert war vom Wandern auf 95 mg/dl (5,3 mmol/l) abgesackt und verlangte nach einem ordentlichen Bissen Haferriegel (20 Gramm Kohlenhydrate). Immerhin mussten wir bei der Umrundung des Sees auch das Kiesbett des Lago-Zuflusses Rio Secco durchqueren, und auch wenn das nicht unbedingt ein reißender Strom war, hätte ich eine Hypoglykämie bei dieser Aktion nicht gebrauchen können. Nach der Wanderung um den Lago, an dessen Kiesstrandufer sich gar nicht so übermäßig viele Badegäste tummelten, genehmigte ich mir noch einmal 20 Gramm Kohlenhydrate – dieses Mal allerdings in Form von Eiscreme vom Kiosk. Baden mochte ich mit meinem aufgeschrappten Unterarm zwar nicht, doch ich genoss es, in Ufernähe am See zu liegen und die vielen Kinder beim Planschen zu beobachten.
Wandern ist Sport – und blutzuckerfreundlich dazu
Insgesamt hat unsere gemütliche Wanderung rund um den Lago di Tenno drei Stunden und 40 Gramm Extra-Kohlenhydrate beansprucht. Beim Abendessen zu Hause in unserer Ferienwohnung spritzte ich vorsorglich eine Einheit weniger Insulin als sonst, denn ich rechnete damit, dass die körperliche Betätigung nachbrennen würde. Das tat sie auch – und damit ist für mich der Beweis erbracht, dass Wandern durchaus als Sport zu werten ist, und zwar als äußerst blutzuckerfreundlicher Sport!

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thomas55 postete ein Update vor 17 Stunden, 20 Minuten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Tag, 10 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]




