Backen mit weniger Kohlenhydraten

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Backen mit weniger Kohlenhydraten

Planen Sie auch schon, was Sie zu Weihnachten backen möchten? Die Tipps von Diätassistentin Chantal Weiner können Ihnen helfen, Plätzchenrezepte etwas „diabetesfreundlicher“ umzusetzen. Allgemein gilt: Es lässt sich fast jedes normale Rezept etwas umwandeln, um den KH-Gehalt zu verringern.

Den Zuckergehalt von Plätzchen- und Kuchenrezepten können Sie oft um ein Viertel reduzieren, ohne das Back­ergebnis ausschlaggebend zu beeinflussen. Außerdem können Sie Zuckeraustauschstoffe wie Xylit (z. B. Xucker) verwenden, um den Zuckergehalt zu reduzieren. Die darin enthaltenen mehrwertigen Alkohole beeinflussen den Blutzucker kaum. Größere Mengen davon sollten jedoch nicht verzehrt werden, da diese Bauchschmerzen und Diarrhoe auslösen können.

Deshalb sollte lediglich ein Teil des im Rezept aufgeführten Zuckers mit Zuckeraustauschstoffen ersetzt werden. Je nach Produkt und Hersteller kann dann ein Teil z. B. Xylit 1:1 mit Zucker ausgetauscht werden (1 g Zucker entspricht 1 g Xylit). Verzehrshinweise (wie z. B. maximale Zufuhr) und Austauschratio stehen jedoch individuell auf den einzelnen Verpackungen.

Helles Mehl (Type 405) können Sie zumindest zur Hälfte gegen Vollkornmehl austauschen, wodurch der Blutzucker durch den höheren Ballaststoffgehalt langsamer ansteigt. Um die Kalorien zu reduzieren, können Sie Backpapier benutzen, anstatt das Blech einzufetten. Wer nicht auf das Einfetten verzichten möchte, sollte die Butter mit einem Pinsel auftragen, damit die Schicht nicht zu dick wird.

Haferkekse

Zutaten:

50 g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver
130 g weiche Butter
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
1 Ei
200 g Vollkornhaferflocken
50 g Honig
50 g Cranberrys, Rosinen oder Backpflaumen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen. Haselnüsse mit Backpulver in einer Schüssel mischen. Butter, Salz, Zimt und Ei zugeben und 1 Minute schaumig schlagen. Haferflocken, Honig und Cranberries oder andere evtl. gehackte Trockenfrüchte unterrühren. Mit einem Esslöffel ca. 25 walnussgroße Häufchen auf das Backpapier setzen und etwas platt drücken. Kekse im vorgeheizten Ofen ca. 12 Minuten backen.

Nährwerte:

Für den gesamten Teig: 2 436 kcal, 42 g Eiweiß, 159 g Fett, 200 g KH. Für einen Keks: 97 kcal , 1,7 g Eiweiß, 6,4 g Fett, 8 g KH.
Wer etwas von dem Haferkeks-Teig naschen möchte, sollte für ca. 30 g ca. 10 g KH/1 KE einrechnen und passend Insulin dafür abgeben.

Auf dem Weihnachtsmarkt
  • 1 Zuckerwatte: 1/2 – 1 KE
  • (Grundlage ist meistens 1 TL Zucker)
  • 100 g gebrannte Mandeln (kleine Tüte): 7 KE
  • 1 Tüte Schmalzgebäck: 6 KE
  • 1 St. Nürnberger Lebkuchen (40 g): 2,5 KE
  • 1 Crêpe natur: 2,5 KE
  • 1 Crêpe mit Nutella: 3,5 KE
  • Weintrauben mit Schokoladen­überzug: 1 KE für die Weintrauben, 2,5 KE für die Schokolade
  • 1 Tüte Maronen (100 g): 3,5 KE
  • 1 St. Pizza vom Blech: 3,5 bis 4,5 KE, je nach Größe
  • 1 Bratwurst: 0 KE, Brötchen: 2,5 KE
  • 1 Currywurst (mit ca. 2 EL Ketchup): 1,5 KE

von Chantal Weiner
Diätassistentin VDD
Ernährungsberaterin für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern
Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT
Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover
E-Mail: ernaehrungsberatung@hka.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2020; 12 (4) Seite 31

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 10 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 3 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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