DDG-Jahrestagung 2023: Neue Technologien und Typ-1-Diabetes-Screening

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© Kirchheim-Verlag
DDG-Jahrestagung 2023: Neue Technologien und Typ-1-Diabetes-Screening

Im Mai 2023 fand die Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin statt. In den Vorträgen ging es u.a. um neue Technologien in der Diabetologie sowie um Chancen und Risiken bei einem flächendeckenden Screening für Typ-1-Diabetes.

Im Symposium der DDG-Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Technologie präsentierte Professor Reinhard Holl (Ulm) auf Basis der DPV-Register-Daten den rasanten Anstieg von Technologie-Nutzung in der Pädiatrie. Mittlerweile sind fast alle Kinder und Jugendlichen mit Diabetes mit einem CGM versorgt. 60 Prozent tragen eine Insulinpumpe und rund 20 Prozent nutzen ein AID-System, weitere 10 Prozent ein System mit präventiver Hypo-Abschaltung.

Ist die Lage also gut? Die Antwort ist ein klares Jein. Denn Menschen mit Migrationshintergrund haben seltener Zugang zu den aktuellen Technologien. Und es gibt große Unterschiede je nach Bundesland und Behandlungszentrum.

Gatekeeper zur Technologie

Dazu passt der Appell von Dr. Matthias Kaltheuner: Diabetesteams sind die Gatekeeper zur Technologie. Studien sowie Praxiserfahrung zeigen klar, dass für zahlreiche Menschen Technologie sowohl die Glukosewerte als auch die Lebensqualität enorm verbessern kann. Damit sind die Diabetesteams in der Pflicht, sich fortzubilden und mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten. Denn nur so können sie ihren Patienten die bestmögliche Versorgung anbieten.

Kaltheuner unterstreicht auch: nicht alle brauchen und wollen alle Technologien. Hier ist es wichtig, von den Wünschen und Bedürfnissen der Patienten auszugehen. Beruhigend für die Teams, in mehreren Vorträgen: Ja, am Anfang steht in der Regel ein etwas höherer Schulungsaufwand, aber der zahlt sich aus. Mit CGM-Daten lässt sich in der Sprechstunde ganz anders arbeiten und die Menschen mit Diabetes sind handlungsfähiger und aktiver als zuvor.

Screening: Pro und Contra

In einem eigenen Symposium diskutierten unter anderem Prof. Beate Karges, Prof. Anette-Gabriele Ziegler und der Medizinethiker Prof. Giovanni Maio die Vor- und Nachteile eines flächendeckenden Screenings für Typ-1-Diabetes bei Kindern im Alter zwischen 2 und 6 Jahren. Aufklärung und eine gute Begleitung seien essenziell, und ein Screening vor allem dann sinnvoll, wenn damit die Krankheit verhindert oder geheilt werden kann.

Mit Teplizumab kann zwar die Manifestation verzögert, das Ketoazidose-Risiko bei Manifestation deutlich reduziert, sowie die mittel- und längerfristige Diabetes-Behandlung verbessert werden, aber das sei auch mit Aufklärung und modernen Technologie möglich. Es gebe also nach wie vor keine einfache Antwort auf die Frage nach einem Screening.

Ausgezeichnet: Prof. Dr. Karin Lange

Für ihr langjähriges Engagement rund um Diabetes und Psychologie wurde Prof. Dr. Karin Lange, stellvertretende Chefredakteurin des Diabetes Eltern Journals, mit der goldenen Ehrennadel der DDG ausgezeichnet und zum ersten Ehrenmitglied der AG Diabetes und Psychologie ernannt – für die sie vor gut 40 Jahren die Grundsteine gelegt hat. Wir gratulieren ganz herzlich!


von Dr. Mirjam Eiswirth

Mirjam Eiswirth ist promovierte Sprachwissenschaftlerin. Sie lebt seit 1996 mit Diabetes und seit 2008 mit Zöliakie. Sie war tätig als Redakteurin für das Diabetes-Eltern-Journal und hat zwei Bücher veröffentlicht. Heute arbeitet sie als Coach und Referentin.

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 11 (2) Seite 5

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  • uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 19 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂