Diabetische Ketoazidose – Teil 2: Was bei einer schweren Stoffwechselentgleisung zu tun ist

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Diabetische Ketoazidose – Teil 2: Was bei einer schweren Stoffwechselentgleisung zu tun ist | Foto: WavebreakmediaMicro – stock.adobe.com
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Diabetische Ketoazidose – Teil 2: Was bei einer schweren Stoffwechselentgleisung zu tun ist

Im ersten Teil der Kurz-Reihe zum Thema haben wir dargestellt, was eine diabetische Ketoazidose ist und wie sie entsteht. Doch was ist bei dieser schweren Stoffwechselentgleisung zu tun, wie wird sie erkannt und behandelt? Das erläutern wir hier im zweiten Teil.

Oscar hat schlecht geschlafen. Ständig kam jemand ins Zimmer, um ihm den Blutzucker zu messen. Dann haben auch noch die Geräte, an die er angeschlossen war, gepiept. Auch Oscars Papa sieht müde aus. Er hat mit ihm im Kinderkrankenhaus übernachtet. Sie mussten über Nacht bleiben, weil Oscar eine mittelschwere Ketoazidose hatte.

Hohe Werte und Übelkeit als Symptome

Gestern waren sie bei Oma gewesen. Oscar hatte sich die ganze Zeit mit seinem kleinen Bruder gerauft. Abends gingen dann seine Glukosewerte nach oben und sein Sensor alarmierte, obwohl der Zehnjährige sein Insulin ganz normal abgegeben hatte. „Das war wohl die Aufregung“, meinte seine Mama. Auf dem Heimweg wurde Oscar auf einmal übel und kurz bevor sie zu Hause waren, musste er sich übergeben. Zu Hause gingen Übelkeit und Erbrechen weiter, bis Mama im Kinderkrankenhaus anrief und fragte, ob das etwas mit Oscars Diabetes zu tun haben könnte.

Ketonkörper im Blut nachweisen

Ihnen wurde gesagt, sie sollen Ketone messen. Die Teststreifen hatten sie vorher noch nie gebraucht und natürlich waren sie jetzt abgelaufen und nicht mehr verwendbar. Deshalb fuhren sie in die Klinik. Oscar musste dortbleiben, weil seine Glukose- und Ketonwerte viel zu hoch waren. Er bekam sogar eine Infusion. „Die darf heute wieder ab“, sagt die Ärztin gerade. Dann erklärt sie Papa, was die Familie beim nächsten Mal besser machen kann.

Vorsichtshalber sollten sie immer dann Ketone messen, wenn

Tab. 1: Ketonwerte: Bedeutung und Vorgehen

Ketonwertunter 0,6 mmol/l0,6 – 1,5 mmol/l1,5 – 8,0 mmol/l
Bedeutung und Vorgehennormaler Blutketonwert
→ Alles okay!
erhöhte Ketonwerte
→ Jetzt handeln!
Infusionsset wechseln!
stark erhöhte Ketonwerte
→ Klinik anrufen!
über 3 mmol/l: Hinweis auf Ketoazidose
→ Ins Krankenhaus fahren!

Insulin-Mangel: Glukose und Ketone erhöht

Ketone zeigen an, dass in den Körperzellen keine Glukose ankommt. Wenn aber Glukose im Körper vorhanden ist (zu sehen an Oscars hohen Glukosewerten) und gleichzeitig Ketone nachweisbar sind, deutet das auf einen Insulin-Mangel hin. Die Glukose kann ohne ausreichend Insulin nicht in die Zellen gelangen.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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