- Eltern und Kind
Digitale Patientenveranstaltung und Festakt in Berlin
2 Minuten
2021 jährt sich zum hundertsten Mal ein zentrales Ereignis der Medizingeschichte: Am 27. Juli 1921 gelang dem Mediziner Frederick Banting und dem Biochemiker Charles Best erstmals die Isolierung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden. Und das muss natürlich gefeiert werden!
Banting und Best legten damit den Grundstein für die erste wirksame Behandlung des Diabetes. Die Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe nimmt dies zum Anlass, dem lebenswichtigen Hormon mit einer digitalen Patientenveranstaltung und einem analogen Festakt in Berlin zu huldigen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird die Auftaktrede halten, moderiert wird das Event von der TV-Moderatorin Andrea Ballschuh.
So war es noch vor 100 Jahren
Obwohl die Symptome des Diabetes seit der Antike bekannt waren, stellte der Typ-1-Diabetes (der damals noch nicht so genannt wurde) noch vor hundert Jahren eine tödlich verlaufende Krankheit dar, denn es gab kaum Behandlungsmöglichkeiten. Durch stark kohlenhydratreduzierte Ernährung konnten die Erkrankten ein oder zwei Jahre überleben, bevor sie abgemagert ins diabetische Koma fielen und starben. Doch dank der bahnbrechenden Leistung der kanadischen Forscher gab es plötzlich Hoffnung.
Aufbauend auf ihren Erfolgen bei der Insulinisolierung injizierten Banting und Best am 30. Juli 1921 einem Hund, dem zuvor die Bauchspeicheldrüse entfernt worden war, als erstem Lebewesen Insulin und konnten damit eine Blutzuckersenkung von 40 % erreichen. Sie entwickelten ihre Entdeckung weiter, und trotz einiger Rückschläge gelang ihnen einige Monate später ein weiterer entscheidender Durchbruch: Am 23. Januar 1922 injizierten sie dem 13-jährigen Leonard Thompson tierisches Insulin und konnten so seine gefährlich hohen Blutzuckerwerte senken. Leonard erholte sich schnell und lebte noch 13 Jahre, bevor er 1935 an einer Lungenentzündung starb. Weitere PatientInnen folgten kurz darauf, die ebenfalls erfolgreich behandelt werden konnten, und so stand erstmals eine wirksame Therapie des Typ-1-Diabetes zur Verfügung.
Vormerken zum Feiern: 24. Juli
Gefeiert wird am Samstag, 24. Juli 2021, in Berlin und auf der digitalen Plattform 100-Jahre-Insulin.de. Den Auftakt bildet ab 10 Uhr ein Festakt mit geladenen Gästen in Berlin, gefolgt von einer digitalen Patientenveranstaltung von 12 bis 18 Uhr mit Vorträgen um die Geschichte des Insulins, den wissenschaftlichen Status Quo und den Forschungsausblick.
Flankiert wird das Event von einem digitalen Wandelpfad zu 100 Jahre Insulin, der Aktion „100 Jahre, viele Geschichten“ und einer digitalen Sponsorenausstellung. „100 Jahre Insulin“ wird unterstützt von den Unternehmen Abbott, Berlin-Chemie, Dexcom, DocMorris, Insulet, Lilly, Novo Nordisk und Sanofi; Medienpartner ist der Kirchheim-Verlag. Mehr unter 100-Jahre-Insulin.de und diabetesde.org/
100-Jahre.
Quelle: diabetesDE | Redaktion
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2021; 13 (2) Seite 5
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 3 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 4 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 2 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
