Ein großer Schritt zur Selbstständigkeit

2 Minuten

Ein großer Schritt zur Selbstständigkeit

Kinder mit Typ-1-Diabetes müssen lernen, ihre Erkrankung selbstständig zu managen. Die 14-tägigen KiDS-Kurse wollen mit Schulungen, Spiel und Spaß Kindern und Jugendlichen die Unterstützung geben, die sie hierfür brauchen.

Der diesjährige 23. KiDS-Kurs stand unter dem Motto “Märchenwelt”. 100 Nixen, Drachen, Sterntaler, Trolle, Feen und Flaschengeister im Alter von 6 bis 16 Jahren bevölkerten vom 26. Juli bis 9. August 2014 die Bremsdorfer Mühle im idyllischen Schlaubetal/Brandenburg, um an Schulungen zum Typ-1-Diabetes und an einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm teilzunehmen. “So viele Kids rund um die Uhr zu betreuen, geht nur mit einer exakten Planung, einer klaren Struktur und einem engagierten und hochmotiviertem Team”, erklärte Dr. Susanne Milek, die gemeinsam mit ihrem Mann, dem Diabetologen Dr. Karsten Milek, auch dieses Jahr den KiDS-Kurs stemmte. Den Teilnehmern gefiel es.

Medizinische Betreuung rund um die Uhr

Die medizinische Betreuung steht bei allen Kursen unter der Leitung von Dr. Karsten Milek, der gemeinsam mit einem geschulten Team und Diabetesmanagern die Kinder und Jugendlichen durchgehend betreute. Herzstück der medizinischen Versorgung war der MedPunkt, eine Art mobile Diabetesklinik. “Hier werden alle Laborarbeiten durchgeführt, Katheter gewechselt, Werte ermittelt und Therapien angepasst. Für jedes Kind ist eine Akte angelegt, die ständig aktualisiert wird”, erklärte Dr. Karsten Milek nicht ohne Stolz.

Die Kosten für die medizinische Versorgung übernehmen die Krankenkassen. Dass sie den Teilnehmern ein so buntes und abwechslungsreiches Programm bieten können, sei jedoch nur möglich, weil Sponsoren wie Lilly Pharma gewonnen werden konnten, so der engagierte Diabetologe.

Während früher Diäten und viele Grenzen eingehalten werden mussten, brauchen Menschen mit Typ-1-Diabetes heute nicht mehr verzichten, sondern können ein normales Leben führen. Mit der Einschränkung: Sie müssen lernen, ihren Insulinbedarf an die jeweilige Situation anzupassen.

Spiel, Spaß, Sicherheit

Wie dies geht, erfuhren die Kids nicht nur in Schulungen und im Kochkurs. Die Frage: “Was muss ich beim Sport beachten?” wurde zur realen Größe beim gemeinsamen Spielen und Toben, beim Schwimmen im nahen See und bei Ausflügen in die Umgebung.

“Bei uns ist ein Kind oder Jugendlicher nie alleine. Sie stehen unter ständiger Aufsicht”, erklärte Dr. Susanne Milek. Und ein gut geschultes Team arbeitete Hand in Hand, damit der Kurs für alle ein Ereignis wurde, das noch lange in Erinnerung bleibt.


von Dr. Claudia-Viktoria Schwörer

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2014; 7 (4) Seite 15

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Typ-1-Diabetes: Wenn der Bolus nicht mehr im Mittelpunkt steht
Kohlenhydrate einschätzen, Insulin berechnen, Bolus abgeben – und das bei jeder Mahlzeit. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes gehört diese Routine trotz moderner Diabetestechnik weiterhin zum Alltag. Gerade beim Essen im Restaurant, auf Reisen oder bei einem spontanen Snack kann das zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Eine neue Funktion innerhalb der CamAPS FX App setzt genau hier an.
Typ-1-Diabetes: Wenn der Bolus nicht mehr im Mittelpunkt steht | Foto: mylife Diabetes Care

2 Minuten

Anzeige
Apotheker Manfred Krüger im Interview: Probleme erkennen und lösen
Der Apotheker Manfred Krüger aus Krefeld gehört seit Jahrzehnten wie ein stabiler Anker in die Diabetes-Szene. Für ihn ging und geht es immer um die Menschen, die Hilfe bei ihm suchen – und sie bekommen. Im Interview berichtet er über sein Engagement.
Apotheker Manfred Krüger im Interview: Probleme erkennen und lösen | Foto: Dirk Deckbar

14 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 1 Tag, 4 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute