Eltern von Kindern mit Diabetes: Was Müttern und Vätern gut tut

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Eltern von Kindern mit Diabetes: Was Müttern und Vätern gut tut

Mit Diabetes kann man gut leben – ja, das stimmt, aber anstrengend ist es manchmal trotzdem, und Eltern leisten sehr viel, damit es ihrem Kind gutgeht. Wichtig ist, dass sie dennoch lernen, gelassen zu bleiben – auch wenn es schwerfällt. Denn: Der HbA1c-Wert ist keine Schulnote!

Für die meisten Familien war der Diabetes eines Kindes wie ein ungebetener Gast, der sich von einem Tag auf den anderen in ihrem Leben breitgemacht hat. Er ließ sich nicht wieder ausladen, und er fordert ständig Aufmerksamkeit und Kraft, vor allem von Eltern jüngerer Kinder. Die täglichen Leistungen der Eltern werden oft unterschätzt – “das Kind erscheint doch gesund und fröhlich – das bisschen Zucker”! Ähnlich reagieren auch Pflegeversicherungen.

Wer sich jedoch nur etwas mit Typ-1-Diabetes auskennt, weiß genau, was Eltern jeden Tag leisten. Mit der guten Behandlung ihres Kindes sorgen sie dafür, dass es sich körperlich und geistig normal entwickeln kann. Sie begleiten das Kind auf dem Weg in die Selbstständigkeit und stehen immer wieder vor der Frage, ob sie die richtige Balance zwischen altersgemäßer Selbstständigkeit und notwendiger Kontrolle finden. Schlaflose Nächte, Sorge, ob im Kindergarten oder in der Schule alles klappt, Jugendliche, die sich nichts mehr sagen lassen wollen – auch das sind Herausforderungen des Diabetes. Was kann Eltern hier helfen?

Zufriedenheit zulassen

Seit die Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) zur Verfügung stehen, werden Berge und Täler des Glukoseverlaufs sichtbar, von denen man früher nur etwas ahnte. Dieses Auf und Ab gehört bei Diabetes dazu – und in gewissem Rahmen auch bei Stoffwechselgesunden – besonders dann, wenn Kinder sehr viele Süßigkeiten und Fruchtsäfte verzehren. Schauen Sie gelassen auf diese Werte, sie sind keine “Schulnote” für Ihre Diabetestherapie. Versuchen Sie nicht, auf jeden zu hohen Wert zu reagieren, sondern warten Sie ab und lernen Sie aus den Verläufen.

Sie werden erfahren, dass Sie mit Ruhe sehr viel weiterkommen und Ihr Kind weniger durch seinen Diabetes gestört wird. Erlauben Sie sich, mit Ihrer Leistung zufrieden zu sein, auch wenn längst nicht alle Werte perfekt sind. Schauen Sie dazu auch auf die allgemeine Entwicklung Ihres Kindes – das Wachstum, die Geschicklichkeit, den Wortschatz, die Kontakte mit anderen Kindern, die Lebensfreude – hier können Sie berechtigt stolz sein.

Vertrauen schenken

Eine Kollegin und Mutter mehrerer Kinder berichtet, dass sie sich vom Tag der Geburt der Kinder damit “abfinden muss”, dass sie sich jeden Tag etwas entfernen und selbstständiger werden. Das erleben einige Eltern mit Freude, aber auch der Sorge, ob das Kind den neuen Aufgaben schon gewachsen ist.

Überlegen Sie mit Ihrem Diabetesteam, was Ihr Kind schon kann und geben Sie ihm einen Vertrauensvorschuss, z. B. wenn es allein in die Schule gehen, am Klassenausflug teilnehmen oder mit Freunden unterwegs sein will. Treffen Sie klare Absprachen, was wegen des Diabetes beachtet werden soll und kontrollieren Sie nicht heimlich. Sie werden nur sehr selten enttäuscht, und Ihr Kind entwickelt ein stabiles Selbstvertrauen.

Anderen vertrauen

Eltern brauchen Zeit für sich als Paar, Zeit für körperliche und seelische Entspannung. Dazu sollten Sie – ohne schlechtes Gewissen – andere Personen in die Versorgung des Kindes mit Diabetes einbeziehen. Großeltern, Paten und gute Freunde können lernen, den Diabetes gut zu behandeln. Sie müssen nicht jedes Detail kennen, es reichen einfache Absprachen und Grundregeln aus, wie sie z. B. in den aktuellen Informationen der AGPD e. V. (Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Diabetologie) für Erzieher in Kindergärten oder Lehrer beschrieben werden.

Positive Erfahrungen – dass Diabetes gar nicht so kompliziert ist, wie anfangs erwartet – motivieren alle Beteiligten. Das Kind lernt, dass es auch außerhalb der direkten elterlichen Kontrolle sicher und gut aufgehoben ist. Auch wenn die Kontrolle des Kindes und seiner Glukosewerte über das Smartphone möglich ist – versuchen Sie, es zu lassen und wirklich nicht an den Diabetes zu denken. Das braucht manchmal etwas Zeit – aber dann ist Entspannung möglich.

Auch eigene (berufliche) Interessen verfolgen

Wenn sich alles nur noch um den Diabetes, die Berge und Täler der Glukosewerte dreht, wird das Thema übermächtig und bestimmt das Leben der Familie mehr und mehr. Einige Mütter berichten, dass ihnen ihre Berufstätigkeit sehr hilft, den Diabetes mit Abstand zu sehen.

Ebenso können ehrenamtliches Engagement außerhalb des Diabetes, Freunde oder sportliche Interessen helfen, dem Diabetes nicht zu viel Raum zu geben. Gerade Mütter sollten sich nicht davon abhalten lassen, die eigene berufliche Entwicklung in dem Tempo voranzutreiben, das ihnen und der Familie gut tut. Die ausgeglichene Atmosphäre hilft allen Familienmitgliedern.

Unnötigen Druck reduzieren

Manche Eltern fiebern dem nächsten Ambulanzbesuch und der HbA1c-Bestimmung wie einer Prüfung entgegen. Ist der Wert gesunken, steigt die Stimmung, ist er dagegen angestiegen, macht sich Enttäuschung breit. Versuchen Sie, die Ambulanzvorstellung als das zu sehen, was sie ist: die Chance, mit erfahrenen Fachleuten über die Fragen zu sprechen, auf die Sie selbst noch keine Antworten gefunden haben.

Das HbA1c ist wirklich keine Schulnote, es unterliegt Schwankungen, die nicht immer zu steuern sind, und es ist nicht so genau, wie man oft glaubt. Der Anstieg von 6,9 % auf 7,0 % kann zufällig entstanden sein und ist sicher kein Grund zur Sorge. Bereiten Sie sich auf den Ambulanztermin vor, indem Sie sich Ihre Fragen notieren und offen für Anregungen sind. Es ist auch normal, wenn längst nicht alles so klappt, wie Sie es sich vorstellen. Erfahrene Diabetologen/innen wissen das. Sie haben eher Hochachtung vor dem, was Sie als Eltern leisten.

Fazit

Gelassenheits-Tipps für Eltern:- Gelassen auf die Werte schauen – gerade bei CGM/FGM, wo alle Aufs und Abs sichtbar werden.- Dem Kind vertrauen, auch selbst Dinge meistern zu können. Dazu klare Absprachen treffen. – Andere Personen in die Versorgung einbeziehen. Auch hier gilt: Vertrauen haben, klare Absprachen treffen. – Auch eigene Interessen außerhalb des Diabetes verfolgen – Den HbA1c-Wert nicht als Schulnote sehen: Schwankungen sind nicht immer zu steuern. Besser den Ambulanzbesuch für Fragen nutzen.


von Prof. Dr. Karin Lange

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2017; 10 (4) Seite 10-12

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag

    Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 10 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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