Im Zentrum: Kinderklinik Eberswalde

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© Burckhardt
Im Zentrum: Kinderklinik Eberswalde

Die Kinderklinik in Eberswalde hat als erste Einrichtung in Brandenburg das Zertifikat der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) “Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche” erhalten. Eine schöne Anerkennung für die schon seit Jahren etablierte Qualität ihrer Diabetesbehandlung.

Kinder und Jugendliche mit Diabetes intensiv zu betreuen und zu versorgen, hat in der Kinderklinik Eberswalde eine lange Tradition. Alle an Typ-1-Diabetes erkrankten Kinder und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren aus einem Umkreis von 75 Kilometern kommen hierher.

Die ganze Familie im Blick

Als Dr. Dieter Hüseman vor zehn Jahren seine Stelle als Chefarzt antrat, erwarb der Neonatologe (Spezialist für Neugeborene) die Zusatzqualifikation “Pädiatrischer Diabetologe DDG”. “Die Neonatologie und die pädiatrische Diabetologie haben viel gemeinsam”, so der Arzt. “Egal, ob es um ein Frühchen geht oder um ein Kind mit Diabetes, in beiden Fällen gilt es, bei der Versorgung alle Familienmitglieder im Blick zu haben.” Denn der Alltag der Familien werde durch die Diagnose Diabetes auf den Kopf gestellt. Oftmals wird auch ein Elternteil aus seinem Berufsalltag gerissen, um die Betreuung des Kindes zu übernehmen.

Fundament für selbstständiges Diabetes-Management

Sobald die Diagnose gesichert ist, kommen die jungen Patienten und Patientinnen mit einem Elternteil für 14 Tage auf die allgemeine Kinderstation. Während des Aufenthalts lernen sie den Umgang mit der Krankheit und erwerben Kompetenzen für ein selbstständiges Diabetes-Management nach der Entlassung.

“Die Behandlung, Beratung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes unter Einbeziehung ihrer Eltern ist sehr komplex und erfordert unterschiedliche Kompetenzen. Das gelingt nur im Zusammenwirken vieler Professionen”, sagt Hüseman.

Die Angst vor Fehlern nehmen

Für eine optimale Betreuung sei es auch wichtig, die Kompetenz des Lehr- und Erziehungspersonals in den Kitas und Schulen zu stärken, so der Diabetologe. Sie bekommen von den Sozialarbeitern und -arbeiterinnen vor Ort eine Einweisungsschulung. An dieser nehmen auch die betroffenen Kinder und Jugendlichen mit Eltern teiln. “Das Entscheidende ist, den betreuenden Personen die Angst zu nehmen, etwas falsch machen zu können”, sagt der Chefarzt.

Auszeichnung für Engagement

In der Weiterbehandlung prüft das Eberswalder Zentrum in der Regel alle sechs bis zehn Wochen das Glukoseprofil der Patientinnen und Patienten. Bei Bedarf aber auch wöchentlich oder einmal im Quartal. Das hohe Engagement des Teams um Dr. Dieter Hüseman zahlt sich in vielen positiven Rückmeldungen aus. So hat die Klinik schon mehrfach das Prädikat “Ausgezeichnete Klinik für Kinder mit Diabetes” erhalten. Dieses wird vom Webportal Diabetes-Kids vergeben.


von Petra Spielberg

Petra Spielberg ist freie Fachjournalistin mit Schwerpunkt Gesundheits‑ und Sozialpolitik. Sie schreibt für medizinische Fachmedien wie diabetes zeitung, Medical Tribune Deutschland und den Diabetes-Anker.

 Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 11 (4) Seite 28

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 1 Tag

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?