- Eltern und Kind
Intensive Schulungen beim Verein Pro Kid
2 Minuten

Eine Klinik als Schulungsort? Das ist nicht ideal, und deshalb organisiert der Verein Pro Kid in Herdecke intensive und alltagsbezogene Schulungen, die ganz nah am „normalen Leben“ sind.
Der Verein Pro Kid ist in zwei Bereichen aktiv – in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und seit 2012 auch sehr engagiert in der Kinderdiabetologie. Angeboten werden in diesem Bereich u. a. Schulungen für Kinder und Jugendliche und ihre Angehörigen, wie Kinderdiabetologin Dr. Dörte Hilgard erzählt, die im Vorstand des Vereins mit Sitz in Herdecke/Nordrhein-Westfalen mitarbeitet.
Vier Kinder, ein Betreuer
Die Schulungen für Kinder sind sehr intensiv: Auf vier Kinder kommt ein „Hauptbetreuer“, Bewegungseinheiten werden vor- und nachbesprochen, ebenso die Mahlzeiten, alles wird gut eingeübt – z. B. wenn die Gruppe zum Schwimmen geht. Mit jedem Kind gibt es zudem jeden Tag eine Einzelbesprechung.
Wichtig ist auch, so Dr. Hilgard, dass die Schulungstage in ihrem Ablauf eher einem normalen Alltag gleichen, als sich einem üblichen Klinikrhythmus anpassen zu müssen. Dazu trägt bei, dass die Schulungen in der Regel in einem Freizeitheim mit Außengelände und viel Gelegenheit zum Toben stattfinden.
Die Ehemaligen helfen mit
Ganz schön aufwendig, bestätigt Dr. Hilgard: „Es ist viel Management dabei, alles muss gut organisiert sein, damit für jedes Kind alles so funktioniert, wie es soll.“ Dabei helfen Diabetesberater:innen, Erzieher:innen, Bewegungstherapeut:innen und Ärzt:innen – und viele junge Betreuer:innen, von denen viele früher selbst an den Kursen teilgenommen haben. Denn: Diese Schulungen gibt es – zuerst organisiert vom Kinderdiabetesteam des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke – schon seit über 20 Jahren, und inzwischen ist aus den Helfern „eine kleine Gemeinde entstanden“.
„Die Großen, die jetzt Betreuer sind, freuen sich auf die Kurse, weil sie so die Gelegenheit haben, sich wiederzusehen und sich gegenseitig und die Kinder als Vorbild zu motivieren, und die Kinder sind ganz begeistert, die Freunde vom letzten Kurs wiederzutreffen“, so Hilgard. Die Kurse sind für alle offen und werden nach aktuellem Stand alle stattfinden; nähere Informationen gibt es auf prokid-herdecke.de.
Pro Kid auch Koordinierungsstelle
Außer als Anbieter von Kursen für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und ihre Angehörigen fungiert der Verein in Nordrhein-Westfalen auch als Koordinierungsstelle für ein landesweites Schulungsangebot (finanziert durch das Land NRW) für das Personal in Kitas und Schulen: Die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und Eltern melden sich bei Pro Kid oder auch der DDH-M, die Koordinierungsstelle organisiert dann (in Abstimmung mit den Projekt-Partnern) die Schulung vor Ort; geschult wird in der Regel von dem Diabetesteam, das das Kind mit Diabetes betreut.
Zu diesem Projekt des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums, des Schul- und des Familienministeriums in Kooperation mit der DDH-M und IKK classic, die Situation von Kindern mit Dia-
betes zu verbessern, gehört auch, die Betreuung auf Ausflügen und Klassenfahrten zu ermöglichen. Auch in dieses Angebot ist der Verein Pro Kid –ebenso wie die DDH-M – als Koordinierungsstelle eng eingebunden.
von Nicole Finkenauer
Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2020; 12 (3) Seite 22
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thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 15 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Tagen, 9 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße