Kinder mit Diabetes haben keinen Nachteil durch eine spätere Impfung

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© Petra Homeier - AdobeStock
Kinder mit Diabetes haben keinen Nachteil durch eine spätere Impfung

In einer Stellungnahme zur STIKO-Impfpriorisierung betont die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), dass Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes nicht zur COVID-19-Risikogruppe gehören und damit keinen Nachteil durch eine spätere Impfung haben.

Der Beschluss der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur zweiten Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung sieht vor, dass Menschen mit Diabetes und einem erhöhten Blutzuckerwert (HbA1c ≥58 mmol/mol bzw. ≥7,5 %) in die Risikostufe 3 der insgesamt sechs Risikogruppen eingestuft werden. Eine Differenzierung nach Alter erfolgt in dieser Empfehlung nicht. „Hierbei handelt es sich um ein pragmatisches Vorgehen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Neu und fährt fort: „Deshalb ist eine Spezifizierung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes erforderlich.“

Der Vizepräsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach Studienlage ein erhöhtes Risiko eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes der COVID-19 Erkrankung bei über 50-jährigen Menschen mit Typ-1-Diabetes und ungünstiger Stoffwechsellage vorliegt. Aktuelle Zahlen aus Großbritannien zeigen, dass das Durchschnittsalter der verstorbenen Krankenhauspatienten mit Typ-1-Diabetes bei 72 Jahren und mit Typ-2 Diabetes bei 78 Jahren liegt.

Risiko nur bei langer Diabetesdauer und höherem Alter

Bei der Impfempfehlung der STIKO werden Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes nicht berücksichtigt. „Sie gehören nicht zur Risikogruppe, auch wenn sie einen HbA1c von mehr als 7,5 % haben. Ungünstige Verläufe sind nur bei sehr langer Diabetesdauer und höherem Alter zu erwarten“, erklärt PD Dr. med. Thomas Kapellen, der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der DDG. Auch aktuell gebe es keine neuen Hinweise, dass Betroffene im Kindes- und Jugendalter mit Typ-1-Diabetes Nachteile durch eine spätere Impfung haben.

Die AGPD empfiehlt deshalb das gleiche Vorgehen bezüglich einer COVID-19-Impfung wie für gesunde Altersgenossen. „Für die Eltern ist es wichtig zu wissen, dass es keine Hinweise für eine vermehrte Aufnahme in Krankenhäusern oder gar erhöhte Sterblichkeit für Kinder mit Typ-1-im Rahmen einer COVID-19-Infektion gibt“, beruhigt Kapellen.

Wenn es zu einer Zulassung von COVID-19 Impfstoffen für Kinder und Jugendliche kommt, ist die Impfung für junge Menschen mit Typ-1-Diabetes genauso uneingeschränkt zu empfehlen. „Negative Folgen einer COVID-19-Impfung bei Typ-1-Diabetes sind nicht zu erwarten“, so die Stellungnahme der AGPD.

Die STIKO-Empfehlung setzt sich aus der allgemeinen Impfempfehlung und einer Empfehlung zur Priorisierung zusammen. Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist.


Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) | Redaktion

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 5 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 22 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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