Kinder mit Typ-1-Diabetes: Broschüre wirbt für Aufnahme in Kitas

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© DDH-M | Illustrationen: Lara Witt
Kinder mit Typ-1-Diabetes: Broschüre wirbt für Aufnahme in Kitas

Der Selbsthilfeverband Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) wirbt in einer an Erzieherinnen und Erzieher gerichteten Broschüre für die Bereitschaft zur Aufnahme von Kindern mit Typ-1-Diabetes in Kitas.

Kita-Leitungen und -Teams tun sich oft schwer mit der Aufnahme von Kindern mit Typ-1-Diabetes. Manchmal müssen Kinder ihre Einrichtung sogar wieder verlassen, nachdem die Erkrankung diagnostiziert wurde. Die Selbsthilfeorganisiation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) wendet sich daher mit ihrer neuen Broschüre „Betreuung von Kindern mit Typ-1-Diabetes an Kitas“ an Erzieherinnen und Erzieher, um Wege aufzuzeigen, die eventuelle Bedenken zerstreuen.

Die Broschüre zeigt auf, wie eine erfolgreiche Inklusion gelingen kann

In dem Heft wird erklärt, wie sich Kita-Teams auf die Aufnahme von Kindern mit Typ-1-Diabetes vorbereiten können und wie die erfolgreiche Inklusion gelingen kann. „Das Wichtigste ist, dass die Erzieherinnen und Erzieher diese Aufgabe übernehmen wollen und sich mit dem Krankheitsbild auseinandersetzen“, schreibt Autorin Jeannette Kriesel.

Sie selbst hat positive Erfahrungen gemacht. Zwar musste auch sie ihre Tochter wegen Typ-1-Diabetes zunächst aus einer Kindertagesbetreuung herausnehmen, doch dann fand das Kind liebevolle Aufnahme in einer Kita. Für das Kita-Team war das zwar Neuland, aber unter Anleitung der Mutter hat es das bravourös gemeistert.

Die Motivation und das Engagement der Kita haben Jeannette Kriesel so begeistert, dass sie nun selbst ein berufsbegleitendes Studium zur Erzieherin absolvierte. Sie schloss es erfolgreich ab und schrieb eine Facharbeit über Kinder mit Typ-1-Diabetes in Kitas.

Ein Leitfaden für Kita-Teams, der auf Sorgen und Ängste eingeht

Mit der Broschüre informiert die DDH-M über das Krankheitsbild und modernes Diabetesmanagement. Sie stellt dar, wie die Zusammenarbeit von Eltern und Kita-Teams organisiert werden kann, geht auf Sorgen und Ängste der Erzieherinnen und Erzieher ein und erklärt notwendige Hilfeleistungen. Die Broschüre ist ein Leitfaden für Kita-Teams, die bereit sind, für ein Kind mit Typ-1-Diabetes Verantwortung zu tragen.

Die Veröffentlichung der Broschüre wurde von TK Krankenkasse finanziell unterstützt. In Vorbereitung ist eine weitere Broschüre, die sich an das pädagogische Personal in Schulen und Horten wendet.

Die Broschüre kann als PDF-Datein heruntergalden werden.

Weitere Broschüren zu verschiedenen Themen rund um den Diabetes finden Sie im Download-Bereich der DDH-M-Website.

Judith Krämer, Diabetes-Beraterin und Vorstandsvorsitzende der Selbsthilfeorganisation: „Wir wollen damit Erzieherinnen und Erzieher darin bestärken, dass sie Kindern mit Typ-1-Diabetes die Betreuung in ihrer Einrichtung ermöglichen. Das gesamte Kita-Team leistet damit einen erheblichen Beitrag zur sozialen Teilhabe und der altersgerechten Entwicklung dieser Kinder.“ Die Aufnahme in der Kita ist Voraussetzung, dass Eltern weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können. Für viele Familien ist das eine existenzielle Frage, insbesondere bei alleinerziehenden Müttern oder Vätern.


Quelle: Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) | Redaktion

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 1 Stunde

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 18 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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