KONKRET-Preis 2023 für innovative Versorgung

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© Dirk Beichert
KONKRET-Preis 2023 für innovative Versorgung

Lilly Deutschland Stiftung würdigt drei Initiativen zur besseren Gesundheitsversorgung: Eine Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen, eine Bauernhof-WG für pflegebedürftige Seniorinnen und Seniuoren sowie ein Begleitprogramm für Frauen nach einer Krebstherapie. Dies sind die drei KONKRET-Preis-Gewinner der Lilly Deutschland Stiftung, der am 15. Juni 2023 in Bad Homburg verliehen wurde.

Im Sinne des Stiftungsleitbildes „Gesundheit weiterdenken“ eint die drei Projekte, dass sie sich durch kreative, innovative Ansätze von bestehenden Angeboten unterscheiden, einen Mehrwert für Patientinnen und Patienten bieten und Versorgungslücken schließen. Der KONKRET-Preis ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben. Die Preisverleihung moderierte die Moderatorin und Journalistin Bärbel Schäfer.

Sie hob das gemeinnützige Engagement aller Bewerberinnen und Bewerber für den KONKRET-Preis hervor. „Sich gemeinsam für eine sinnvolle Sache einsetzen und für andere da sein, ist so wichtig wie nie zuvor für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und Gesundheit geht uns alle an!“

Der Vorstandsvorsitzende der Lilly Deutschland Stiftung, Oliver Stahl, ergänzte: „Wir haben den KONKRET-Preis ins Leben gerufen, um die Leistungen der Menschen, die sich in Projekten und Initiativen für eine bessere Gesundheitsversorgung einsetzen, ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und zu fördern. Wir wollen zeigen, dass es Versorgungslücken gibt und wie diese durch innovative sowie pragmatische Ansätze geschlossen werden können.“

Erster Preis für die BKJE in Bremen

Der erste Preis, dotiert mit 10.000 Euro, ging an die AfJ e.V. Kinder- und Jugendhilfe Bremen für ihr Projekt „Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen (BKJE)“ (diabetes-online.de berichtete). Die BKJE bietet Familien kostenlos individuelle, psychosoziale Einzelberatung und unterstützt. Zum Beispiel beim Beantragen von Leistungen, beim Organisieren und Umsetzen von Therapien im Alltag und bei der Vernetzung von Betroffenen.

Projekt-Ansprechpartnerin Dr. Britta Grote nahm den Preis entgegen: „Mit unserem Projekt BKJE füllen wir eine Lücke in der Gesundheitsversorgung und unter-stützen Familien mit chronisch erkrankten Kindern auf vielfältige Weise. Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung unseres Engagements. Wir wünschen uns, dass der KONKRET-Preis unsere Arbeit sichtbarer macht, damit wir noch mehr Wirkung entfalten können und andere Menschen inspirieren, sich zu engagieren.“

Den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Initiative „Zukunft Pflegebauernhof“ aus dem rheinland-pfälzischen Marienrachdorf. Den dritten Preis und 3.000 Euro Preisgeld bekam LebensHeldin! e.V. für das Begleitprogramm „LebensHeldin! Sisterhood“, das Frauen, die eine Krebstherapie hinter sich haben, als Mentorinnen schult.

Über die Gewinner des KONKRET-Preises 2023

1. Gewinner: AfJ e.V. Kinder- und Jugendhilfe Bremen bietet niedrigschwelliges Angebot für individuelle Fragen von Eltern mit chronisch erkrankten Kindern

Die AfJ e.V. Kinder- und Jugendhilfe Bremen ist mit ihrer „Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen (BKJE)“ der erste Gewinner des KONKRET-Preises 2023. Das Angebot der BKJE zielt darauf ab, das Familien-system der Betroffenen zu stärken, Eltern wieder handlungsfähig zu machen und die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen zu fördern – vor allem für diejenigen, die nicht in der Selbsthilfe organisiert sind.

Das Augenmerk liegt auf Alleinerziehenden und jungen Familien, mit Migrationshintergrund, mit Erziehungshilfe-Bedarf, aus prekären Verhältnissen und/oder in gesundheitlich belasteten Situationen. Für sie wurden verschiedene themenorientierte Gesprächsgruppen und erlebnisorientierte Veran-staltungen wie z.B. Eltern-Kind-Nachmittage, Elterngesprächsrunde Pubertät, Delfin-Kurs zur Erziehung von Kindern mit Typ 1 Diabetes, Familienwochenende auf dem Bauernhof und der Farmtag mit Infobörse entwickelt. Auf den Veranstaltungen werden Familien in ähnlichen Situationen zusammengebracht, um ihre Vernetzung zu fördern.

2. Gewinner: Zukunft Pflegebauernhof – mehr als eine WG für Seniorinnen und Senioren

Das Konzept „Pflegebauernhof“ ist der zweite Gewinner des KONKRET-Preises 2023. Es sieht vor, dass Seniorinnen und Senioren mit und ohne Pflegebedarf auf dem Bauernhof einer Hoffamilie selbstbestimmt zusammenleben, einfache landwirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen können und dabei professionell durch einen ambulanten Pflege-dienst begleitet werden.

Doch es zählt hier vor allem der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung: Die gesundheitlich fitteren Menschen bringen sich und ihre Erfahrung mit in den Bauernhofalltag ein, unterstützen schwächere Bewohnerinnen und Besucher, sorgen für das Tierwohl und übernehmen ein Ehrenamt gemäß ihren Fähigkeiten und Wünschen.

Dadurch bleiben sie Teil der Gemeinschaft und sind nicht isoliert, während auch Bewohnerinnen und Bewohner, die keine oder nur wenig Aufgaben übernehmen können, von der WG-Atmosphäre profitieren. Das Ziel von Guido Pusch ist ein flächendeckendes Netz von Pflegebauernhöfen in Deutschland, wofür er Schulungen anbietet.

3. Gewinner: „LebensHeldin! Sisterhood“ als mentale Krafttankstelle für Frauen nach Krebs

Der dritte Gewinner des KONKRET-Preises ist die gemeinnützige Initiative „LebensHeldin“ e.V.“, die für ihr Mentorinnen-Projekt „LebensHeldin“ Sisterhood“ ausgezeichnet wurde. Dies soll die Zugehörigkeit und Selbstwahrnehmung von Frauen nach einer Krebserkrankung als aktiver Teil der Gesellschaft stärken und ihnen die Möglichkeit geben, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Dafür bietet LebensHeldin! e.V. mehrtägige Multiplikatorinnenschulungen (sowohl in Präsenz als auch in Form von Webinaren) an, in denen der LebensHeldin!-Coaching-Ansatz und die Fähigkeit, lokale Ortsgruppen sowohl in Präsenz als auch digital zu leiten, vermittelt werden.

Damit unterstützt LebensHeldin! Sisterhood den positiven Umgang mit der Krankheit und ihren Spätfolgen, fördert die Kompetenz als Patientin und ihrer Selbstwirksamkeit im Heilungsprozess und hilft, Stigma und Tabus aufzulösen. Zudem werden starke, selbstorganisierte und lebensbejahende Netzwerkgruppen aufgebaut. Das innovative Versorgungsangebot ist im gesamten deutschsprachigen Europa geplant.

Über die Lilly Deutschland Stiftung

„Gesundheit weiterdenken“ lautet das Leitbild der gemeinnützigen, unabhängigen Lilly Deutschland Stiftung mit Sitz in Bad Homburg. Sie will nachhaltig wirkende Impulse für eine gesunde Gesellschaft geben und dafür mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen herausragende theoretische und praktische Ansätze fördern.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 hat die Stiftung gemeinsam mit Experten aus Gesundheit, Wissenschaft, Ethik, Krankenkassen und Politik bedeutende Projekte entwickelt und gefördert. Der paritätische, ehrenamtlich tätige Vorstand ist besetzt mit Experten aus Gesundheitswesen, Gesellschaft und Politik sowie Mitarbeitenden der Lilly Deutschland GmbH.


Quelle: Lilly Deutschland Stiftung | Redaktion

Redaktion diabetes-online
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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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