- Eltern und Kind
Mit Typ-1-Diabetes entspannt in den Familienurlaub
2 Minuten
Ferienzeit ist Urlaubszeit: Viele Eltern nutzen die freien Tage, um gemeinsam mit ihren Kindern zu verreisen. Gerade für Mütter und Väter von Kindern mit Typ-1-Diabetes sind die Vorbereitungen und die Reise selbst eine besondere Herausforderung: Was darf unser Kind essen? Welche Ausflüge können wir wann unternehmen? Solche Fragen können schnell zu Diskussionen und Konflikten in der Familie führen.
Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes werden im Rahmen einer ersten Schulung umfangreich zu den Grundlagen der Erkrankung und der Behandlung informiert. „Diese Inhalte greifen jedoch nicht die Probleme auf, die sich im Familienalltag ergeben“, betont Professorin Karin Lange, Hannover.
Typ-1-Diabetes: Nicht nur das erkrankte Kind ist betroffen
Die Diabetestherapie betreffe nicht allein das erkrankte Kind: „Für jedes Familienmitglied –gerade Eltern oder auch Geschwister – bedeutet die Erkrankung eine Umstellung im Alltag. Dies führt häufig zu Konflikten.“ Um Eltern gezielt in ihrer Kompetenz der Bewältigung von Familienkonflikten zu unterstützen, sei laut Lange ein Schulungsprogramm sinnvoll, dass grundlegende Strategien für einen harmonischen Familienalltag vermittelt. Dies kann auch für einen unbeschwerten Urlaub sorgen.
Schritt für Schritt den Diabetes meistern
Das strukturierte Schulungsprogramm DELFIN unterstützt Familien, den Diabetes Schritt für Schritt zu beherrschen und Familienkonflikte – auch auf Reisen – erfolgreich zu lösen. Die Schulung vermittelt Eltern grundlegende pädagogische Kenntnisse sowie Erziehungs- und Kommunikationsstrategien und fördert den Aufbau einer vertrauensvollen Eltern-Kind-Beziehung.
In Kleingruppen à sechs Elternpaaren bzw. Angehörigen entwickeln die Kursteilnehmer gemeinsam mit den Trainern Lösungswege für den Familienalltag. Die gelernten Strategien werden Zuhause getestet und in der kommenden Kursstunde reflektiert.
Im Rahmen einer Evaluations-Pilotstudie wurde die Wirksamkeit von DELFIN bestätigt: Das Programm verbessert die Elternkompetenz im Umgang mit Problemen und reduziert familiären Stress. Auch klinisch zeigte sich ein positiver Effekt: Der HbA1C blieb in der DELFIN-Gruppe stabil – in der Kontrollgruppe stiegen die Werte leicht an [1].
Bestellnummern für das Schulungsprogramm DELFIN
DELFIN Leitfaden für Trainerinnen und Trainer
ISBN 978-3-87409-574-7
DELFIN Eltern-Schulungshandbuch
ISBN 978-3-87409-573-0
Literatur
[1] Saßmann H et al. BMC Pediatrics 2012; 12: 152
Quelle: Pressemitteilung der Berlin-Chemie AG
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Soziales und Recht
12 Minuten
- Aktuelles
2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
