Mit Typ-1-Diabetes entspannt in den Familienurlaub

2 Minuten

© fotolia.com - Dasha Petrenko
Mit Typ-1-Diabetes entspannt in den Familienurlaub

Ferienzeit ist Urlaubszeit: Viele Eltern nutzen die freien Tage, um gemeinsam mit ihren Kindern zu verreisen. Gerade für Mütter und Väter von Kindern mit Typ-1-Diabetes sind die Vorbereitungen und die Reise selbst eine besondere Herausforderung: Was darf unser Kind essen? Welche Ausflüge können wir wann unternehmen? Solche Fragen können schnell zu Diskussionen und Konflikten in der Familie führen.

Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes werden im Rahmen einer ersten Schulung umfangreich zu den Grundlagen der Erkrankung und der Behandlung informiert. „Diese Inhalte greifen jedoch nicht die Probleme auf, die sich im Familienalltag ergeben“, betont Professorin Karin Lange, Hannover.

Typ-1-Diabetes: Nicht nur das erkrankte Kind ist betroffen

Die Diabetestherapie betreffe nicht allein das erkrankte Kind: „Für jedes Familienmitglied –gerade Eltern oder auch Geschwister – bedeutet die Erkrankung eine Umstellung im Alltag. Dies führt häufig zu Konflikten.“ Um Eltern gezielt in ihrer Kompetenz der Bewältigung von Familienkonflikten zu unterstützen, sei laut Lange ein Schulungsprogramm sinnvoll, dass grundlegende Strategien für einen harmonischen Familienalltag vermittelt. Dies kann auch für einen unbeschwerten Urlaub sorgen.

Schritt für Schritt den Diabetes meistern

Das strukturierte Schulungsprogramm DELFIN unterstützt Familien, den Diabetes Schritt für Schritt zu beherrschen und Familienkonflikte – auch auf Reisen – erfolgreich zu lösen. Die Schulung vermittelt Eltern grundlegende pädagogische Kenntnisse sowie Erziehungs- und Kommunikationsstrategien und fördert den Aufbau einer vertrauensvollen Eltern-Kind-Beziehung.

In Kleingruppen à sechs Elternpaaren bzw. Angehörigen entwickeln die Kursteilnehmer gemeinsam mit den Trainern Lösungswege für den Familienalltag. Die gelernten Strategien werden Zuhause getestet und in der kommenden Kursstunde reflektiert.

Im Rahmen einer Evaluations-Pilotstudie wurde die Wirksamkeit von DELFIN bestätigt: Das Programm verbessert die Elternkompetenz im Umgang mit Problemen und reduziert familiären Stress. Auch klinisch zeigte sich ein positiver Effekt: Der HbA1C blieb in der DELFIN-Gruppe stabil – in der Kontrollgruppe stiegen die Werte leicht an [1].

Bestellnummern für das Schulungsprogramm DELFIN

DELFIN Leitfaden für Trainerinnen und Trainer
ISBN 978-3-87409-574-7

DELFIN Eltern-Schulungshandbuch
ISBN 978-3-87409-573-0

Literatur

[1] Saßmann H et al. BMC Pediatrics 2012; 12: 152


Quelle: Pressemitteilung der Berlin-Chemie AG

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Medikamente zum Abnehmen: Adipositas-Gesellschaft fordert klare Kriterien für Versorgung und Abrechnung
Die Debatte um die Medikamente zum Abnehmen aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten braucht laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft mehr als ein Fokus auf die Kostenfrage: Die Fachgesellschaft fordert evidenzbasierte Kriterien, multimodale Therapien und einen verlässlichen Zugang für klar definierte Patientengruppen. Zugleich drängt sie auf den Ausbau des DMP Adipositas.
Medikamente zum Abnehmen: Adipositas-Gesellschaft fordert klare Kriterien für Versorgung und Abrechnung | Foto: Andreas Prott – stock.adobe.com

2 Minuten

„Gesundheit wartet nicht bis Schulschluss“: Expertenbericht fordert gesetzlich verankerte Schulgesundheitspflege
Bereits 2021 hat die DDG in einem Positionspapier eine gesetzlich verankerte Schulgesundheitspflege gefordert, um Kindern mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Ein jüngst vorgelegter Expertenbericht bestätigt die Datenlage – und politisch stehen die Chancen besser denn je, dass der flächendeckende Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften Teil der Regelversorgung wird.
Eine medizinische Fachkraft mit blauen Einmalhandschuhen nutzt an einem Finger eines Mädchens in rosafarbenem Ringelshirt eine Stechhilfe, um Blut für die Glukosemessung zu gewinnen.

4 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße