- Eltern und Kind
Nachgefragt | Medizin: Was muss nach der Schule beachtet werden?
2 Minuten

Sie haben medizinische und/oder psychosoziale Fragen bezüglich Kindern und Jugendlichen mit Diabetes? Die Experten des Diabetes-Eltern-Journals geben Ihnen Antwort!
Die Frage
Unser jetzt 16-jähriger Sohn Johannes hat seit acht Jahren Diabetes. Jahrelang war sein Diabetes gut eingestellt, jetzt in der Pubertät gibt es oft große Probleme, weil er häufig vergisst, seinen Blutzucker zu messen und Insulin zu bolen.
Demnächst macht er seinen Realschulabschluss und wird dann bei einem Steinmetz in die Lehre gehen. Er wird von zu Hause ausziehen und in einer anderen Stadt in einer WG leben. Wir machen uns große Sorgen, weil er dann nicht nur die Unterstützung durch sein Elternhaus, sondern auch die bisherige sehr gute Betreuung durch das Team in der Diabetesambulanz der Kinderklinik verlieren wird.
Wie können wir ihm helfen? Was kommt nach der Diabetesambulanz? Wie lange kann er noch in einer Kinderklinik betreut werden?
Ulrich K..
Die Antwort von Dr. Wolfgang von Schütz
Ihre Sorgen teilen Sie mit sehr vielen anderen Familien. Vorweg für Sie das Wichtigste: Die meisten Jugendlichen mit Diabetes schaffen den Sprung ins Erwachsenenleben ohne schwerwiegende Komplikationen oder anhaltende Konflikte.
Loslassen braucht Zeit
Einige Dinge gibt es aber zu bedenken: Nicht nur für Ihren Sohn ist es eine große Aufgabe, die Verantwortung für seine Insulintherapie endgültig selbst zu übernehmen. Auch für Sie als Eltern ist es schwer, nach vielen Jahren des Sorgens und Kümmerns nicht mehr die Kontrollinstanz für Ihren Sohn zu sein. Dieses Loslassen braucht Zeit. Vertrauen Sie Ihrem Sohn. Geduld ist für Sie jetzt hilfreicher als zu viel Einsatz.
Es ist sehr gut und wichtig, dass Ihr Sohn in der neuen Stadt nicht alleine, sondern zusammen mit anderen jungen Menschen in einer Wohngemeinschaft leben wird. Wenn sich die Mitbewohner kennengelernt haben und anfreunden, werden sie sich untereinander helfen und aufeinander achten. Das sollte Sie beruhigen.
Kontakt vor dem Umzug aufnehmen!
In die Erwachsenendiabetologie wechseln die meisten Jugendlichen mit etwa 18 Jahren, manche eher, manche später, und sehr oft mit dem Schulabschluss, dem Beginn einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Besonders wichtig ist, dass Ihr Sohn bereits vor seinem Umzug Kontakt aufnimmt zu einer diabetologischen Schwerpunktpraxis oder zu einer Diabetesambulanz in der neuen Stadt. Entsprechende Anschriften sind leicht über das Internet zu erfahren.
Am besten bespricht er alles rechtzeitig mit seinem Diabetesarzt in der Kinderklinik. Dieser wird sicher sehr sorgfältig den Übergang in die Erwachsenendiabetologie mit ihrem Sohn besprechen und z. B. dafür sorgen, dass alle wichtigen Unterlagen und Befunde rechtzeitig bei dem zukünftigen Diabetologen Ihres Sohnes eintreffen.
Plan: Übergangssprechstunden
Es gibt Pläne, den Übergang der Jugendlichen in die Erwachsenenmedizin zu strukturieren, z. B. mit Übergangssprechstunden. Es ist jedoch noch völlig unklar, wann diese neuen Strukturen wirksam werden. Daher ist die rechtzeitige persönliche Kontaktaufnahme zu der neuen Schwerpunktpraxis der beste Weg, um den Übergang in die Erwachsenendiabetologie erfolgreich zu gestalten.
von von Dr. med. Wolfgang von Schütz
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2013; 6 (1) Seite 22x-x
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lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen, 15 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße





