Pumpen, Sensoren und Trendpfeile verständlich erklären

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Pumpen, Sensoren und Trendpfeile verständlich erklären

Wie machen Sie das – dem eigenen Kind mit Diabetes, seinen Geschwistern und Freunden, aber auch Erwachsenen die Pumpe und/oder das CGM-System gut und verständlich erklären? Bestimmt haben Sie schon Formulierungen gefunden, die gut funktionieren. Schreiben Sie uns doch kurz, welche “guten Worte” sich bei Ihnen bewährt haben – damit auch andere davon profitieren können.

Für Insulinpumpe und CGM-System, Stechhilfe und Pen gute Worte zu finden, bedeutet zweierlei:

  1. Die Diabetes-Technologie gutheißen und wertschätzen, die den Umgang mit der Erkrankung ja meist erleichtert und verbessert,
  2. Bei Bedarf die Technik gut und verständlich erklären – dem eigenen Kind, seinen Geschwistern, den Verwandten und Freunden,
    Erzieher*innen und Lehrer*innen, Kollegen und auch Menschen gegenüber, die die Geräte sehen und nachfragen.

Verständlich erklären – es kommt darauf an, wie und für wen

Genau das, nämlich verständliche Erklärungen zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Und es braucht manchmal auch verschiedene Formulierungen, je nachdem, wer das Gegenüber ist. Ist es das eigene Kind, dem Papa oder Mama erklären möchte, was gerade geschieht, wenn z. B. ein Katheter gesetzt wird? Sollen Erzieher*innen und Lehrer*innen, die bisher noch gar nichts über Diabetes wissen, in einfachen Worten informiert werden und u.U. sogar lernen, Werte abzulesen oder eine Insulindosis abzugeben? Oder geht es darum, in der Familie, bei Freunden oder auch gegenüber Fremden klarzumachen, was die Geräte können?

Im aktuellen Diabetes-Eltern-Journal geben die Kinderdiabetologin Dr. Simone von Sengbusch (Lübeck) und die Psychologin Professor Karin Lange (Hannover) gute Hinweise und Beispiele:

  • Gegenüber dem Kind mit Diabetes kann die Stechhilfe „Pikser“ heißen. Damit zu stechen ist so wie ein kleiner Mückenpiks, und wenn eine Messung notwendig ist, können die Eltern zum Beispiel sagen „Komm, wir machen mal schnell eine Mücke!“
  • Geht es um den Sensor, können viele Kinder mit einer solchen Erklärung etwas anfangen: „Der Tacho zeigt, wie schnell das Auto fährt … und mit dem Navi sehen wir, wohin wir fahren … und der Sensor zeigt uns, wie schnell Dein Zucker nach oben oder nach unten fährt, das ist ganz ähnlich.“ Die Navi-Analogie funktioniert oft auch bei Erzieher*innen und anderen Eltern.
  • Trendpfeile: Überall im Alltag gibt es Pfeile – z. B. auf Verkehrszeichen oder wiederum im Auto, wenn der Blinker gesetzt wird oder das Navigationssystem die Richtung anzeigt. Man kann also sagen, dass durch die Trendpfeile ersichtlich ist, „wohin der Zucker fährt“.
  • Trägt das Kind eine sensorgestützte Insulinpumpe, und es zeigt sich ein gelber Balken, kann das so erklärt werden: „Wenn Du einen Sonnenstrahl auf der Pumpe siehst, ist das toll, denn sie arbeitet für Dich.“

von Nicole Finkenauer

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 4 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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