Stiftung Dianiño erhält Charity-Preis

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© Christian Schwier - Fotolia
Stiftung Dianiño erhält Charity-Preis

Seit fast 20 Jahren setzt sich die Stiftung Dianiño mit einem breiten Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes ein. Deutschlandweit sind über 200 Diabetes-Nannies und -Nannos ehrenamtlich im Einsatz und unterstützen Kinder und Familien aktiv dabei, ihren Diabetes-Alltag zu bewältigen. Für dieses herausragende Engagement wurde die Stiftung nun gewürdigt und erhält den zweiten Preis des Springer Medizin Charity Awards.

Wird beim eigenen Kind ein Typ-1-Diabetes festgestellt, krempelt dies auf einen Schlag das gesamte Familienleben um. Plötzlich muss Blutzucker gemessen, Insulin gespritzt und auf die richtige Ernährung geachtet werden. Die Diagnose macht ganz neue Abläufe im Familien-Alltag nötig, und der Umgang mit der Erkrankung erfordert neues Wissen und Fähigkeiten.

Dabei tun sich immer auch Fragen, Unsicherheiten und Ängste auf, mit denen sich viele der betroffenen Familien allein gelassen und manchmal auch überfordert fühlen. Die Stiftung Dianiño hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, diese Versorgungslücke schnell, kostenlos und unbürokratisch zu schließen, um Kindern mit Diabetes ein kindgerechtes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

Ehrenamtliche Arbeit verdient gebührende Würdigung

Für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement erhält die Stiftung Dianiño nun den zweiten Preis des Springer Medizin Charity Awards. Die Auszeichnung wurde vergangenen Donnerstag im Rahmen einer Gala in Berlin feierlich überreicht und beinhaltet neben einem Preisgeld auch ein Paket für bessere mediale Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit.

„Wir fühlen uns sehr geehrt und freuen uns, dass wir die wichtige Arbeit unserer Stiftung noch bekannter machen können,“ sagt Kathy Dalinger. „Es ist eine besondere Auszeichnung für unsere ehrenamtlichen Diabetes-Nannies und Nannos, ohne deren unermüdliches Engagement die Arbeit unserer Stiftung nicht möglich wäre. Wir möchten allen Unterstützern von ganzem Herzen Danke sagen.“

Kathy Dalinger, stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, nahm den Preis in Berlin entgegen. Mit ihrer Kolumne „Brief an Nadine“ hat Kathy Dalinger das Diabetes-Eltern-Journal rund 5 Jahre begleitet und uns darin persönliche Einblicke in das Leben mit Ihrer Tochter Leonie gewährt. Wir gratulieren der Stiftung Dianiño ganz herzlich zu dieser tollen und verdienten Auszeichnung!

Auch Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach, der als Schirmherr des Awards persönlich an der Gala teilnahm und die Preise an die Gewinner überreichte, findet: „Das Ehrenamt ist eine riesige Maschine aus Solidarität und Gerechtigkeit.“ Es trage einen großen Teil dazu bei, unsere Gesellschaft lebenswert zu machen, werde jedoch „auf allen Ebenen des politischen Prozesses in seiner Bedeutung unterschätzt,“ bedauerte er.

Wie die Dianiño-Diabetes-Nannies und -Nannos helfen

  • Unterstützung nach der Diagnose
  • Hilfe bei Überbrückung familiärer Notsituationen, z. B. Krankheit, Tod oder Trennung
  • Eingliederungshilfe in Kita oder Schule
  • Schulungen von Lehrern, Betreuern, sozialem Umfeld
  • Förderung der Selbständigkeit und Motivation der betroffenen Kinder und Jugendlichen
  • Hilfe bei seelischen Belastungen der Betroffenen und Verwandten

Die Arbeit findet immer in Kooperation und Absprache mit den betreuenden Diabetes-Teams statt.

„Wir dürfen nicht zusehen, wie Kinder aufgrund ihrer Erkrankung ausgeschlossen werden.“

Seit 2004 stehen die Diabetes-Nannies und -Nannos Familien in akuten Belastungssituationen zur Seite und gewährleisten damit die Versorgung von Kindern, die an Typ-1-Diabetes erkrankt sind. Sie schulen pädagogisches Personal oder klären Mitschüler und das soziale Umfeld auf.

Großen Handlungsbedarf der Politik sieht Dalinger bei der Integration der Kinder im Schulalltag: „Jeden Tag erreichen uns verzweifelte Hilferufe von Eltern, die händeringend nach Inklusionskräften bzw. Schulbegleitern suchen und denen wir leider nicht weiterhelfen können.“ Dass Kinder nicht an Klassenfahrten teilnehmen könnten, weil keine Begleitung zur Verfügung stehe, dürfe einfach nicht sein. Die Diskussion um den Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften ist daher auch in den Augen Dalingers ein dringendes Thema.

Immer größere Nachfrage nach psychosozialen Angeboten

In Zukunft möchte die Stiftung Dianiño ihr Hilfsangebot noch weiter ausbauen und sich verstärkt im psychosozialen Bereich engagieren. Hierfür sind schon einige Pilotprojekte gestartet. Gerade in der Corona-Zeit sei die Nachfrage nach Angeboten dieser Art immer größer geworden, berichtet Dalinger. „Wir hoffen, dass wir mit unserem Netzwerk zeitnah aus unseren Pilotprojekten feste Hilfsangebote machen zu können.“

Stiftung Dianiño unterstützen

Sie möchten sich engagieren? Erfahren Sie mehr unter: www.stiftung-dianino.de

Spendenkonto Stiftung Dianiño:
IBAN: DE3064 3500 7000 0004 4884
BIC: SOLADES1TUT


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien der Stiftung Dianiño

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  • uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 22 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂